Titelaufnahme

Titel
Evidenzen für ergotherapeutische Interventionen bei Arbeitslosen ohne medizinische Diagnose
Weitere Titel
Evidence for occupational therapy interventions regarding unemployed people without any medical diagnosis
VerfasserStumptner, Verena
GutachterStadler-Grillmaier, Johanna
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Arbeitslosigkeit / Betätigung / Ergotherapie / Interventionen
Schlagwörter (EN)unemployment / occupation / occupational therapy / interventions
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung

Einleitung: Die Ergotherapie geht davon aus, dass Betätigung gesundheitsfördernd ist. So hat mangelnde Betätigung beziehungsweise Arbeitslosigkeit negative Auswirkungen auf die Handlungsperformance. Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die in der Literatur beschriebenen und existierenden Evidenzen ergotherapeutischer Interventionen bei Arbeitslosen ohne jegliche medizinische Diagnose zu bieten.

Methodik: Systematisch wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken Pubmed, CINAHL, Medline und The Cochrane Library durchgeführt. Fünf Studien wurden anhand der definierten Ein-und Ausschlusskriterien ausgewählt. Im Anschluss wurden diese mit dem McMaster Guidlines kritisch bewertet, beschrieben, synthetisiert und diskutiert.

Ergebnisse: Drei der fünf Studien beschäftigen sich nicht mit ergotherapeutischen Interventionen für arbeitslose Menschen, sondern mit der täglichen Betätigung und Routine von Arbeitslosen. Diese Artikel schlagen Ergotherapie als mögliche Interventionsform vor. Das erläuterte Wissen und die Ergebnisse unterstützen die bisherigen Kenntnisse über Arbeit und Gesundheit in der Ergotherapie. Die beiden anderen Publikationen führen Interventionen durch, wobei eine Studie einen sehr niedrigen Evidenzlevel aufweist. Genauere Erklärungen zur Umsetzung der ergotherapeutischen Interventionen fehlen. Die andere Studie stammt rein aus der Psychologie.

Conclusio: Die Ergotherapie kann Evidenzen für Interventionen bei arbeitslosen Menschen ohne Diagnose anbieten. Jedoch sollte die Studienlage in diesem Bereich erweitert und die Interventionen konkretisiert werden. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen wird von der Verfasserin dieser Arbeit in Betracht gezogen, um zukünftig auch bei Arbeitslosen ohne Diagnose ergotherapeutisch zu intervenieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Introduction: Occupational therapy assumes that daily occupation is health-promoting. Lack of occupation as well as unemployment have a negative impact on people´s occupational performance. The aim of this study is to provide an overview of evidence for occupational therapy interventions for unemployed people without any medical diagnosis.

Methods: A systematic literature search was conducted via Pubmed, CINAHL, Medline und The Cochrane Library. Five studies were selected at the hands of defined inclusion and exclusion criteria and were critically appraised with the McMaster tool, described, synthesized and discussed.

Results: Three of the selected studies do not deal with occupational therapy interventions but with the unemployed people´s occupations and daily routines. These articles suggest occupational therapy as a possible intervention measure. The results support previous assumptions of the connection between work and health. The other two studies implement interventions, but one of the studies is based on a very low level of evidence. Detailed information about the realization of occupational therapy interventions are missing. The last paper comes from psychology.

Conclusion: Occupational therapy can support unemployed people without any medical diagnosis with interventions. However, the studies have to be sound out more preciously and the interventions have to be concreted. In the future, a multidisciplinary cooperation have to be considered to provide occupational therapy interventions for unemployed people.