Titelaufnahme

Titel
Von Aphasie mitbetroffen: Welche Veränderungen treten bei Angehörigen auf und welchen Beitrag können Ergotherapeutinnen leisten?
Weitere Titel
Which changes occur to relatives of people with aphasia and what can occupational therapists do?
VerfasserOrtolf, Martina
GutachterErtelt-Bach, Veronika
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Aphasie / Schlaganfall / Veränderungen im Alltag / Angehörige / OPM(A)
Schlagwörter (EN)Aphasia / Stroke / Changes in everyday life / Relatives / OPM(A)
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Dieser Scoping-Review gibt einen Überblick über aktuelle Literatur zur Thematik der Mitbetroffenheit von Angehörigen Aphasie-Betroffener. Er bietet ErgotherapeutInnen einen theoretischen Hintergrund über Veränderungen in Bereichen des Alltags und Bedürfnisse der Angehörigen.

Methode: Eine systematische Literaturrecherche wurde in den medizinischen Datenbanken CINAHL, The Cochrane Library, PubMed und Science Direct durchgeführt. Zusätzlich wurden Archive von Fachzeitschriften durchsucht und Erfahrungsberichte recherchiert. Anhand der gewählten Ein- und Ausschlusskriterien wurden zwei qualitative und zwei mixed-methods Studien, zwei Reviews und sieben Erfahrungsberichte ausgewählt und mittels Datenextraktionsformular analysiert und zusammengefasst. Das OPM(A) dient als Strukturierungshilfe bei der Einteilung der Ergebnisse.

Ergebnisse: In den verwendeten Arbeiten werden die Auswirkungen von einer Aphasie auf die Angehörigen beschrieben und den Bereichen des OPM(A)s Selbsterhaltung, Produktivität, Freizeit, Erholung und soziale Umwelt zugeteilt. Die breitgefächerten Ergebnisse in allen Bereichen werden verglichen und zusammengefasst. Aus der Literatur geht nicht eindeutig hervor, ob die Veränderungen nur durch die Aphasie bedingt sind, oder ob der Schlaganfall weitere Beeinträchtigungen mit sich bringt.

Conclusio: Es zeigen sich in allen Bereichen deutliche Veränderungen für die Angehörigen. Daher ist es wichtig sie im interdisziplinären Team zu unterstützen. ErgotherapeutInnen können spezielle Interventionen durchführen und die Angehörigen auf ihre neuen Handlungsrollen vorbereiten, mit ihnen Coping-Strategien entwickeln und den Alltag neu gestalten beziehungsweise organisieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction: This Scoping-review gives an overview about the current literature on the topic of “third-party functioning” and “third-party disability” of family members of persons with aphasia (PWA). The review offers occupational therapists a theoretical background of the changes in everyday life and the needs of relatives of PWA.

Method: A systematic research was conducted in the medical databases CINAHL, The Cochrane Library, PubMed and Science Direct. Additionally the archives of journals were searched for matching literature and experiential reports. Due to the selected in- and excluding criteria two qualitative and two mixed-methods studies, two reviews and seven experiential reports were found, analyzed and summarized through a data-extraction- form. The OPM(A) is used for structuring the results in this review.

Results: The impacts aphasia has on close relatives is described in this review and allocated to the occupational performance areas of the OPM(A), such as self- maintenance, productivity, leisure, rest and the social environment. The results of the literature are widespread and therefore being compared and summarized. The papers don't explicitly say if the changes perceived by the relatives are only due to the aphasia or may be also a result of further impairments due to stroke.

Conclusion: This review shows obvious changes for relatives in all areas as mentioned in “Results”. And that is why it is important to support the family within the interdisciplinary team. Occupational therapists can use special interventions to prepare relatives for their new occupational roles, to find coping-strategies with them and to organize their daily routines.