Titelaufnahme

Titel
Wirksamkeit videospielbasierter Systeme als Therapiemittel in der Schlaganfallrehabilitation : Aktuelle Evidenzen aus ergotherapeutischer Perspektive
Weitere Titel
Efficacy of videogame-based rehabilitation following stroke. An occupational therapy perspective
VerfasserSauerzopf, Lena
Betreuer / BetreuerinMessner-Gujon, Susanne
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Schlaganfall / Rehabilitation / Videospiele / motorische Funktionen der oberen Extremität / Motivation
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Stroke / Rehabilitation / Video Games / Upper Limb Motor Function / Motivation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Das Ereignis eines Schlaganfalls kann erhebliche Auswirkungen auf die Bewältigung des Alltags der betroffenen Personen haben. Ein wesentlicher Faktor kann dabei die Einschränkung der motorischen Funktionen der oberen Extremität darstellen. In der ergotherapeutischen Therapiegestaltung können Prinzipien der Schlaganfallrehabilitation anhand des Einsatzes videospielbasierter Systeme berücksichtigt werden. Hierfür werden sowohl kommerzielle Videospiele, deren adaptierter Einsatz, als auch videospielbasierte Therapiegeräte herangezogen.

Ziel: Dieser Scoping-Review gibt einen Überblick über die aktuelle Evidenzlage der Wirksamkeit videospielbasierter Systeme hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf motorische Hand- und Armfunktionen, den dadurch erreichten Transfer auf die Handlungskompetenz im Alltag, sowie der rehabilitationsbezogenen Motivation.

Methodik: Die Literaturrecherche erfolgte in den Datenbanken CINAHL, PubMed, Medline und PsycInfo. Zusätzlich wurde in der Bibliothek der FH Campus Wien recherchiert. Ausgewählte Studien wurden nach Berücksichtigung der Ein- und Ausschlusskriterien anhand eines Datenextraktionsformulars bearbeitet.

Ergebnisse: Es wurden 18 Studien für die Erarbeitung dieses Scoping-Reviews herangezogen. Einige Ergebnisse bestätigen, dass videospielbasierte Systeme motorische Hand- und Armfunktionen fördern und einen Transfer auf die Handlungskompetenz im Alltag ermöglichen. Dieser Effekt konnte nicht in allen Studien nachgewiesen werden. Im Rahmen der Schlaganfallrehabilitation scheint der spielerische Charakter videospielbasierter Systeme positive Auswirkungen auf die Motivation der KlientInnen zu haben.

Conclusio und Ausblick: Videospielbasierte Systeme stellen ein potentielles Therapiemittel dar, um ergänzend in der ergotherapeutischen Therapiegestaltung eingesetzt zu werden. Zukünftige Forschungen können sich das Ziel setzen, die unterschiedlichen Ausprägungen und Reha-Stadien anhand Subgruppen-Analysen zu berücksichtigen. Zudem können noch zukünftige Forschungsfelder erschlossen werden, die sich speziell mit dem Potential des spielerischen Charakters von Videospielen im ergotherapeutischen Kontext auseinandersetzen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: An apoplexy can cause severe repercussions on the patient’s ability to handle his daily life. One significant factor lies in the limitation of the motoric functions of the upper limb. By making use of videogame-based systems, occupational therapy incorporates the principles of apoplexy rehabilitation. This includes the use of commercial videogames and their adaption as well as videogame-based therapy units.

Aim: This scoping review gives an overview over the current body of evidence concerning the effectiveness of videogame-based systems and their repercussions on the motoric hand- and arm functions, its transfer to daily life and the patient’s motivation during rehabilitation.

Methods: The literature research took place in the CINAHL, PubMed, Medline and PsycInfo databases. Additional research was done in the library of the FH Campus Vienna. The selected studies were processed by using a data extraction form.

Results: This scoping-review is based upon 18 studies. There is evidence that videogame-based systems stimulate the motoric hand- and armfunctions, progress which then can be transferred to daily life. However, not all studies found such correlation. In general, the use of videogame-based systems had a healthy influence on the motivation of the patients.

Conclusion and prospect: Videogame-based systems are a potential therapy tool which may supplementary be used in occupational therapy. Future research may be pointed towards describing different characteristics and rehabilitation stages in this process. Studies researching in particular the potential of the ludic character of videogames in the context of occupational therapy constitute another desideratum.