Titelaufnahme

Titel
LEIDENschaftliches Musizieren: Prävention und Gesundheitsförderung für Musiker/innen aus : ergotherapeutischer Perspektive
Weitere Titel
Passion or pain: Health promotion and disease prevention for musicians from an occupational therapist’s point of view
VerfasserStefanitsch, Gudrun
GutachterZettel-Tomenendal, Monika
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Prävention / Gesundheitsförderung / „Playing-Related Muskuloskeletal Disorders“ / Musiker/innen / Ergotherapie
Schlagwörter (EN)Prevention / Promotion / „Playing-Related Muskuloskeletal Disorders“ / Musicians / Occupational therapy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Das Musizieren gibt den meisten Musiker/innen Identität und bietet viele Möglichkeiten zur sozialen Partizipation. Das Auftreten von „Playing-Related Musculoskeletal Disorders“ (PRMDs), muskuloskelettalen Erkrankungen, die durch das Musizieren verursacht werden, kann dazu führen, dass die Handlungsrolle der Musiker/innen eingeschränkt wird und die Betätigungsidentität der betroffenen Personen in Gefahr gerät. Aufgrund des unzureichenden Angebots an wirksamen Maßnahmen zur Prävention von PRMDs und Gesundheitsförderung von Musikern/innen in der Ausbildung und im Beruf ist es wichtig, die vorhandenen Evidenzen in der Literatur darzulegen. Deshalb ist das Ziel dieser Arbeit herauszufinden, welche Evidenzen hinsichtlich der Wirksamkeit von präventiven Maßnahmen bei PRMDs und gesundheitsfördernden Maßnahmen für Musiker/innen in der Literatur vorhanden sind.

Methodik: Diese Arbeit ist in Form eines Literaturreviews aufgebaut. Die Literaturrecherche wurde in den Datenbanken CINHAL, PubMed, Medline und Cochrane Library zwischen dem 14.9.14 und 15.11.14 durchgeführt. Zusätzlich erfolgte eine Handrecherche in der Bibliothek der FH-Campus Wien. Es wurden acht Studien für das Literaturreview herangezogen.

Ergebnisse: Bis auf die Studie über die Intervention im „Freiburger Musikkonservatorium“ hatten alle Studien starke Limitationen, wodurch die Ergebnisse nicht nachvollziehbar waren oder durch eine schlechte Qualität der Studiendurchführung verzerrt worden sind. Diese Studien haben deshalb eine stark eingeschränkte Aussagekraft. Bei der Studie im „Freiburger Musikkonservatorium“ wurden bei den Personen der Kontrollgruppe die psycho-sozialen Risikofaktoren für PRMDs signifikant gesenkt, dies traf auf die physischen Risikofaktoren nicht zu. 65% der Studenten/innen der Versuchsgruppe haben sich in ihrem Gesundheitsverhalten signifikant verbessert.

Schlussfolgerung: Aus den Ergebnissen kann abgeleitet werden, dass die Intervention des „Freiburger Musikkonservatoriums“ eine gute Maßnahme zur Reduktion von Risikofaktoren von PRMDs und zur Gesundheitsförderung der Studenten/innen ist. Da die Stichprobe nicht randomisiert war, die Kontrollgruppe keine Intervention erhalten hat und die Intervention nur an einem Konservatorium getestet worden ist, sind die Ergebnisse nicht auf andere Konservatorien übertragbar. Deshalb sollten weitere Studien durchgeführt werden, falls diese Intervention in einer anderen Institution eingeführt werden soll.

Schlussfolgerung: Aus den Ergebnissen kann abgeleitet werden, dass die Intervention des „Freiburger Musikkonservatoriums“ eine gute Maßnahme zur Reduktion von Risikofaktoren von PRMDs und zur Gesundheitsförderung der Studenten/innen ist. Da die Stichprobe nicht randomisiert war, die Kontrollgruppe keine Intervention erhalten hat und die Intervention nur an einem Konservatorium getestet worden ist, sind die Ergebnisse nicht auf andere Konservatorien übertragbar. Deshalb sollten weitere Studien durchgeführt werden, falls diese Intervention in einer anderen Institution eingeführt werden soll.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: Music making is an activity, which gives most musicians a sense of identity and opens doors to social participation. However, musicians are at high risk of acquiring „Playing-Related Musculoskeletal Disorders“(PRMDs), which can lead to occupational deprivation or occupational alienation. Due to the current lack of effective measures to prevent PRMDs, it is essential to review and critically examine existing literature on this subject. The aim of this literature review is to compare the various studies and determine which methods of intervention are effective in preventing PRMDs and promoting the health of musicians.

Methods: This Bachelor Thesis is written in the form of a literature review. The research was carried out from September 14th to November 15th 2014, with materials taken from the databases of CINHAL, PubMed, Medline and Cochrane Library. The library of the FH-Campus Wien has also been used as an additional source of information. 8 publications in total have been used to write this literature review.

Results: With the exception of one study of the “Freiburg Music Conservatory” all studies had significant limitations, which affected the traceability of the results negatively or were heavily biased due the use of poor research methods. This in turn compromised the credibility of their findings. In the study conducted by the “Freiburg Music Conservatory”, a reduction of psycho-social risk factors of PRMDs in participants was observed, while the physical risk factors remained unaffected. At the end of the study, 65 % of the participants experienced a significant improvement in their health behaviour.

Conclusion: The results indicate that the intervention by the “Freiburg Music Conservatory” can reduce risk factors of PRMDs and improve the health of music students. However, because of the lack of randomization as well as the control group not obtaining the intervention, the external validity is limited. Due to the fact that the method was only tried and tested on students of one conservatory, further research must be conducted before it is applied by other conservatories