Titelaufnahme

Titel
Die Aufnahmetechnik der Tomosynthese und ihr Potential für die Lungenkrebsdiagnose
Weitere Titel
Tomosynthesis and its potential for lung cancer diagnosis
VerfasserSteinert, Maximilian
Betreuer / BetreuerinSchneckenleitner, Christian
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Tomosynthese / Lungenkrebs / Lungenkarzinom / Radiologische Bildgebung
Schlagwörter (EN)tomosynthesis / lung cancer / pulmonary carcinoma / radiographic imaging
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die digitale Tomosynthese ist eine radiologische Untersuchungsmethode, die es ermöglicht ein Volumen ohne Überlagerungsartefakte durch anatomische Strukturen abzubilden. Mit den Mitteln der konventionellen Projektionsradiographie werden in einer Exponierung 60-70 Bilder mit einer beweglichen Röhre erstellt. Die gewonnenen Bilder vereinen die Vorteile der CT mit den vergleichbaren Kosten und Strahlenbelastung einer Röntgenaufnahme. Gegenüber dieser weist die Tomosynthese eine deutliche Verbesserung in der Erfassung von Lungenrundherden und anderen Läsionen auf.

Diese Arbeit erfasst die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und erläutert mögliche Einsatzszenarien für die Diagnose und Kontrolle von Lungenrundherden.

Die Recherche hat gezeigt dass die Tomosynthese eine wesentlich bessere Sensitivität für Rundherde aufweist als das Röntgen, da es zu deutlich weniger Überlagerungen kommt. Gegenüber einer p.a. Aufnahme kann so die Sensitivität von 20 - 60% auf 80 - 95 % gesteigert werden. Die Kosten machen nur ein Drittel bis die Hälfte einer CT aus und die Dosis beträgt das zweieinhalbfache der p.a. Aufnahme.

Für den Einsatz zeigen sich sehr gute Ergebnisse für die Kontrolle von bekannten Herden und der Abklärung von unklaren Röntgenaufnahmen. So könnten im Schnitt 75% aller weiterführenden CTs vermieden werden.

Einem breiten Einsatz dieser Untersuchungsmethode stehen allerdings noch die geringe Auswahl an Herstellern und weitere klinische Erkenntnisse entgegen.

Zusammenfassung (Englisch)

Digital tomosynthesis is a radiographic imaging modality that enables a volume to be depicted without overlying anatomical structures. With the components of a conventional digital radiography system, 60-70 images are composed with a moveable tube. The images obtained combine the advantages of CT with the cost and radiation dose similar to a conventional radiograph. Compared to this, tomosynthesis boasts significant improvement in the detection of pulmonary nodules and other lesions.

This work captures the current scientific evidence and discusses possible scenarios for the diagnosis and monitoring of pulmonary nodules.

The research has shown that the tomosynthesis shows a significant better sensitivity for nodules compared to chest radiography because of much less interference caused by overlying structures. Compared to a classic p.a. acquisition, the sensitivity increases from 20 - 60% to 80 - 95%. The costs represent only one-third to one-half of a CT and the dose is two and half times the p.a. exposure. Potential applications arise from promising results regarding to follow-up evaluation of known nodules and as a problem-solving tool for suspicious radiographs. On average 75% of additional CTs could be avoided using this technique. However, limited scientific evidence and a small number of manufacturers counteract a widespread use of this method so far.