Titelaufnahme

Titel
Ballaststoffzufuhr bei Zöliakie : Praktische Umsetzung der Ballaststoffempfehlungen bei einer glutenfreien Kost – eine qualitative Erhebung
Weitere Titel
Dietary fibre intake in coeliac disease Practical implementation of dietary fibre recommendations in the gluten-free diet - a qualitative survey
VerfasserEssmeister, Karina
GutachterRichter, Silvia
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Ernährungsprotokoll / Ballaststoffe / Nahrungsfasern / Zöliakie / glutenfreie Diät
Schlagwörter (EN)dietetics / food diary / fiber / fibre / celiac disease / coeliac disease / gluten-free diet
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund und Zielsetzung: Die in der Bachelorarbeit 1 erarbeiteten Ergebnisse konnten die Annahme, dass die glutenfreie Diät ballaststoffarm ist, nicht generell bestätigen. Die Bachelorarbeit 2 beschäftigt sich daher mit der praktischen Umsetzung der Ballaststoffempfehlungen bei einer glutenfreien Kost. Ziel der Arbeit ist es, Informationen über die Notwendigkeit eines erhöhten Aufklärungsbedarfs bezüglich Ballaststoffe in der Beratung zu erlangen.

Methode: Das Studienkollektiv umfasst fünf weibliche Zöliakiebetroffene im Alter von 21 bis 59 Jahren. Die durchschnittliche Ballaststoffzufuhr wird anhand eines Drei-Tage-Ernährungsprotokolls erhoben. Ein kurzer ergänzender Fragebogen liefert zusätzliche Informationen zum Ernährungsverhalten.

Ergebnisse: Die Erhebung zeigt, dass der Richtwert der DACH-Referenzwerte (30 Gramm Ballaststoffe) mit durchschnittlich 22,4 Gramm pro Tag von keiner Probandin erreicht wird. Die Zufuhr deckt rund 74,7 Prozent des empfohlenen Bedarfs. Die Ballaststoffmenge resultiert größtenteils aus glutenfreien Getreideprodukten, Gemüse und Obst. Hülsenfrüchte, Nüsse sowie sonstige Ballaststofflieferanten ergänzen diese. Ein steigender Konsum an Nahrungsfasern wird mit einem steigenden Lebensalter, einem steigenden Body-Mass-Index sowie bewusster Beachtung des Ballaststoffkonsums beobachtet.

Schlussfolgerung: Die Zufuhr an Nahrungsfasern entspricht im Wesentlichen jener der im Ernährungsbericht 2012 erhobenen Zufuhr von 18 bis 64-jährigen Frauen (22 Gramm). Da der Richtwert der DACH-Referenzwerte jedoch nicht gedeckt werden kann, empfiehlt es sich, in der diätologischen Beratung von Zöliakiebetroffenen die Ballaststoffversorgung zu thematisieren.

Zusammenfassung (Englisch)

Background and Objectives: The conclusion of the previous bachelor thesis implied that a gluten-free diet can but may not necessarily be low in fibre. For this reason the following thesis deals with the practical implementation of recommended fibre intake in the gluten-free diet. The aim of the study is to determine if further education concerning fibre intake is required.

Method: A total of five women from the age of 21 to 59 years with coeliac disease are invited to fill in a prospective three-day-food diary and a short questionnaire to get further information about nutritional behaviour. Results are analysed and compared to the recommendations.

Results: Data analysis shows that the recommendation of the DACH-reference values (30 grams of fibre) cannot be reached. Their average consumption of 22.4 grams per day covers 74.7 percent of the recommended fibre intake. The amount mainly results from gluten-free cereal products, vegetables and fruits. Legumes, nuts and further fibre sources complete the intake. The consumption of fibre rises with increasing age, increasing body mass index and personal consideration of fibre intake.

Conclusion: Women consuming a gluten-free diet have a similar fibre intake to those female adults aged 18 to 64 with a consumption of 22 grams per day as the Austrian Nutritional Survey of 2012 shows. This thesis reveals inadequate fibre intake and therefore the necessity to address nutritional quality, especially fibre intake, in dietetic consultation of patients with coeliac disease.