Titelaufnahme

Titel
Heimische Fische in der diätologischen Beratungspraxis - eine qualitative Erhebung
Weitere Titel
Native fish and their components in counseling interviews of dieticians
VerfasserHammerschmidt, Wolfgang
GutachterHofbauer, Andrea
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologin/Diätologe / heimische Fische / Eicosapentaensäure / Docosahexaensäure / Fettgehalt / Vitamin D
Schlagwörter (EN)dietician / native fish / eicosapentaenoic acid / docosahexaenoic acid / fat content / vitamin D
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Bedeutung der heimischen Fische und ihrer Inhaltsstoffe in den Beratungsgesprächen von vier Diätologinnen. An Hand der Leitfaden-gestützten Interviews wird erhoben, dass sie selbst die Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften bzw. der Österreichischen Ernährungspyramide unvollständig umsetzen. Die Fachempfehlungen, die situationsbezogen in den Beratungsgesprächen angewendet werden, bilden die Basis bezüglich Fischkonsum, wobei den fetten Meeresfischen der Vorzug gegenüber heimischen Fischen gegeben wird.

Als Krankheiten, bei denen Fisch als wichtiger Bestandteil des Speiseplans eine Rolle spielt, werden von allen vier Diätologinnen übereinstimmend entzündliche Erkrankungen wie Rheuma, vereinzelt COPD, neurologische Erkrankungen und Hypertriglyceridämie genannt. Von den heimischen Fischen werden die Forelle, deren hoher Vitamin D-Gehalt den Diätologinnen unbekannt war, und der Saibling, nicht jedoch der angeblich fette Karpfen empfohlen.

Die gesundheitliche Bedeutung der Eicosapentaen- und Docosahexaensäure, die ausschließlich in Fischen in unterschiedlichen Mengen vorkommen, wird nur interessierten PatientInnen genauer erklärt. Fischölkapseln werden PatientInnen, die Fisch und damit auch seine Produkte erfahrungsgemäß ablehnen, nicht als Alternative für die Aufnahme von Eicosapentaen- und Docosahexaensäure empfohlen.

Die Überfischung der Meere und damit die Nachhaltigkeit der Versorgung der Bevölkerung mit Fisch spielt bei den vorwiegend älteren PatientInnen vordergründig kaum eine Rolle, wohl jedoch bei den jüngeren. Manche von ihnen steigen deshalb auf eine vegetarische Ernährung um. Von einer Diätologin wurde der WWF-Ratgeber zum Fischkonsum als Informationsquelle angegeben. Wissenschaftliche Studien kommen vereinzelt zu den zu den -3-Fettsäuren zum Einsatz.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor´s thesis investigates the importance of native fish and their components in counseling interviews of four dieticians. It is found by guidline interviews, that they themselves do not implement the dietary guidlines of the Austrian Nutrition Society and the Austrian food pyramid completely. The dietary guidlines which are applied and adapted from case to case in counseling interviews, form the basis for the recommendation of fish consumption, whereby fat sea fish are prefered to native ones.

All four dieticians name inflammatory diseases such als rheumatism, COPD, neuroligical disorders and hypertriglyceridemia as deseases for which fish is an important part of the menu. The trout, whose high content of vitamin D was unknown to the dieticians, and the char, but not the allegedly fat carp are recommended by the dieticians.

The importance of the eicosapentaenic and docosahexaenic acid, which are found in fish in varying amounts exclusively, for health is explained only to interested patients in more detail. By experience, fish oil capsules are not recommended to patients refusing to eat fish and its products as alternatives for the uptake of eicosapentaenic and docosahexaenic acid.

Overfishing of the oceans and the sustainability of the supply of the population with fish meat is not of importance for the mainly elderly patients superficialy, but with the younger ones. Some of these become therefore vegetarians.

One dietician used the WWF seafood guide as information source. Scientific reviews about -3-fatty acids are used just sporadically.