Titelaufnahme

Titel
Eine qualitative Erhebung der langfristigen Ernährungsgewohnheiten von Schlauchmagen-Patientinnen und -Patienten
Weitere Titel
A qualitative survey on the long-term intake of sleeve gastrectomy patients
VerfasserHölzel, Eva-Maria
GutachterHofbauer, Andrea
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / bariatrische Chirurgie / Adipositaschirurgie / Ernährung / Makronährstoffe / Sleeve-Gastrektomie
Schlagwörter (EN)dietetics / bariatric surgery / nutrition / intake / macronutrients / sleeve gastrectomy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Es existieren bisher wenige Studien die zum Thema haben, in welchem Maß die Aufnahme von Energie und Makronährstoffen (sowie deren Verteilung) langfristigen nach einer Sleeve-Gastrektomie geschieht und wie der Gewichtsverlust (Excess Weight Loss (EWL)) parallel dazu ausfällt. Diesem Aspekt widmet sich die Bachelorarbeit 2. Im Rahmen einer qualitativen Erhebung werden die beiden folgenden Forschungsfragen beantwortet:

1. Inwieweit entspricht die Dauerernährung von in Österreich operierten Patientinnen und Patienten nach einer Sleeve-Gastrektomie (≥ 12 Monate postoperativ) den Empfehlungen der Nutritional Pyramid for Post-gastric Bypass Patients bezüglich Energie und Makronährstoffe?

2. Wie viel beträgt der Excess Weight Loss dabei?

Für die Beantwortung führten fünf Sleeve-Patientinnen, bei denen der Eingriff zumindest 12 Monate zurückliegt, für drei Tage ein Schätzprotokoll; außerdem beantworteten sie Fragen bezüglich ihres Gewichts. Die so erfassten Daten wurden mit den Empfehlungen der Nutritional Pyramid for Post-gastric Bypass Patients verglichen.

Drei der fünf Sleeve-Patientinnen erreichten eine durchschnittliche Energiemenge von 1200 kcal/d. Dies sind auch jene Personen, die die tägliche durchschnittliche Mindestmenge an Eiweiß von 60 g aufnehmen. Die durchschnittlich täglich konsumierte Fettmenge sollte max. 40 g/d betragen. Dieser Zielwert wird wiederum von jenen zwei Probandinnen eingehalten, welche weit unter der angestrebten Energie- und Eiweißzufuhr liegen. Dies sind auch die beiden Teilnehmerinnen, die die durchschnittliche angepeilte Kohlenhydratzufuhr nicht erreichen. Es kann also festgehalten werden, dass im Studienkollektiv eine bedarfsdeckende Eiweiß-Zufuhr an eine ausreichende Energiezufuhr gekoppelt ist. Unterschiede zeigen sich, wenn die absolute (Gramm) und relative (Anteil an Tagesenergie) Zufuhr der Hauptnährstoffe betrachtet wird. Die Verteilung der Hauptnährstoffe kann im Zielbereich liegen, was jedoch nicht zwingend eine bedarfsgerechte Versorgung mit sich bringt. Die berechneten Mittelwerte sind aufgrund des geringen Stichprobenumfangs nicht aussagekräftig.

Keine Studienteilnehmerin konnte einen 100 % EWL erreichen – d.h. ihr gesamtes Übergewicht verlieren. Auffallend ist, dass das Gewicht jeder Probandin nach Erreichen einer Talsohle wieder gestiegen ist. Jene beiden Personen deren durchschnittliche tägliche Energieaufnahme auffällig unter der der Anderen ist, hatten insgesamt einen geringeren maximalen Gewichtsverlust und stehen auch derzeit auf einem niedrigeren EWL als die anderen Studienteilnehmerinnen.

Zusammenfassung (Englisch)

Only a limited number of studies were conducted dealing with the actual long-term intake (concerning energy and macronutrients) of sleeve gastrectomy patients and the excess weight loss achieved. The present bachelor thesis addresses this aspect. Using qualitative research the following two research questions are answered:

1. To which extent does the long-term intake of Austrian sleeve gastrectomy patients (> 12 months after surgery) meet the recommendations of the Nutritional Pyramid for Post-gastric Bypass Patients concerning energy and macronutrients?

2. Which weight loss is achieved by those patients?

For answering these research questions five sleeve patients (> 12 months after surgery) kept dietary records for three days using household measures. Additionally, they provided information concerning their body weight. The obtained data was compared with the recommendations given in the Nutritional Pyramid for Post-gastric Bypass Patients.

Three out of five participants reached an average of 1200 kcal/d. These are the same persons consuming the minimum quantity of 60 g protein per day. According to the Pyramid the average fat consumption should not exceed 40 g/d. Those two patients not complying with the energy and protein requirements are the only ones meeting the recommendation concerning fat intake. Also, those two patients fall below the recommendation concerning carbohydrate intake. Taken all in all, among the study group a balanced protein intake is linked with sufficient energy intake.

There are differences when regarding the absolute (in grams) and relative (share of energy) intake of macronutrients. The distribution of macronutrients may be within the defined range but this does not guarantee balanced supply of protein, fat and carbohydrates. Due to the small sample size calculated mean values are not significant.

No participant was able to achieve an excess weight loss of 100 %, which would mean losing her complete excess weight. Interestingly, all participants put on weight again after reaching a bottom. Those two patients featuring a noticeably lower energy intake compared to the other participants show a lower maximum excess weight loss in the past and in the present than other patients.