Titelaufnahme

Titel
Proteinbedarf bei PatientInnen mit Peritonealdialyse. Eine differenzierte Betrachtung der alimentären Proteinversorgung mittels qualitativer Erhebung.
Weitere Titel
Protein requirement in patients with peritoneal dialysis. A differentiated examination of the alimentary protein supply.
VerfasserPuschmann, Sabrina
GutachterHüttner, Bettina
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Diätologin/Diätologe / Eiweißportion / Eiweißmangelernährung / Ernährungsprotokoll / Peritonealdialyse
Schlagwörter (EN)dietology / dietitian / nutritional protocol / protein serving / protein malnutrition / peritoneal dialysis
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

PatientInnen, die unter einer terminalen Niereninsuffizienz leiden und als Nierenersatztherapie die Peritonealdialyse (PD) nutzen, haben aufgrund der Proteinverluste über das Peritoneum einen höheren alimentären Proteinbedarf als PatientInnen mit Hämodialyse (HD) oder gesunde Erwachsene. In welchem Maße PatientInnen mit PD diesen Bedarf decken, wird in der vorliegenden Untersuchung mittels prospektiver Ernährungserhebung, dem 4-Tage-Protokoll, eruiert. An der Erhebung haben zwei Frauen und drei Männer zwischen 41 und 71 Jahren teilgenommen, die seit durchschnittlich neun Monaten die PD als Nierenersatztherapie nutzen. Anhand der 4-Tage-Protokolle ist ersichtlich, dass von den fünf PatientInnen drei nicht ausreichend mit Eiweiß (EW) versorgt sind, da sie die täglich empfohlenen EW-Portionen um durchschnittlich ein Drittel unterschreiten. Ein Patient erreicht die empfohlene Menge genau, eine Patientin überschreitet diese um 50 Prozent. Zusätzlich kann aus den Daten geschlossen werden, dass die Deckung des EW-Bedarfs hauptsächlich durch Fleisch und Fleischprodukte erfolgt. Durch Hülsenfrüchte, Erbsen und Sojaprodukte werden nur zwei Prozent der täglich aufgenommenen EW-Portionen erreicht. Aufgrund dieser Ergebnisse kann die Hypothese, dass PatientInnen mit PD nicht ausreichend mit Protein versorgt sind, verifiziert werden. Die zu geringe Eiweißaufnahme sowie die einseitige Eiweißauswahl führen weiters zu dem Schluss, dass bei PatientInnen mit PD eine professionelle Ernährungsberatung durch DiätologInnen mit dem Schwerpunkt auf EW-Portionen unbedingt indiziert ist, um eine Eiweißmangelernährung zu verhindern.

Zusammenfassung (Englisch)

Patients who suffer from a terminal renal insuffiency and who use peritoneal dialysis (pd) as their renal replacement therapy, have a higher alimentary protein requirement than patients with haemodialysis (hd) or healthy adults, because of the higher protein loss through the peritoneum. In this study, the extent to which pd-patients are able to cover the higher protein demand are analyzed by means of nutritional protocols. Two women and three men between the ages of 41 and 71, who have been using pd for the past nine months (on average), have participated in the study. Analyzing the 4-day-protocols, it becomes obvious that three out of the five patients are not sufficiently supplied with protein, as they only consume about two thirds of the amount of protein servings recommended daily. One patient reaches the recommended amount exactly, one patient exceeds it by 50 percent. Futhermore, what can be inferred from the data is that the protein requirement is mainly met through meat and meat products. Through the consumption of pulses, peas and soja products only two percent of the amount of protein servings are reached. Because of these results, the hypothesis that pd-patients are not adequately supplied with protein can be verified. The insufficient protein intake, as well as the unbalanced protein selection of pd-patients thus seem to necessitate professional dietary consultation with the focus on protein servings in order to prevent a protein malnutrition.