Titelaufnahme

Titel
Allergeninformationsverordnung : Schulungsbedarf für die Gastronomie
Weitere Titel
Allergeninformationsverordnung training requirements for gastronomy
VerfasserUrbanz, Johanna
GutachterTritscher, Anna
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diätologie / Allergeninformationsverordnung / Wiener Gastronomie / qualitative Interviews
Schlagwörter (EN)Dietitian / Viennese gastronomy / qualitative interviews
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die verpflichtende Weitergabe der Allergeninformation bei unverpackter Ware aufgrund der Lebensmittelinformationsverordnung (EU) Nr 1169/2011 gilt seit 13. Dezember 2014.

Für die vorliegende Arbeit wurde folgende Forschungsfrage formuliert: Wie erfolgt die Umsetzung der Allergeninformationsverordnung BGBl 2014/175 in kleinen Gastronomiebetrieben im Zeitraum von Oktober 2014 bis März 2015 in Wien?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden leitfadengestützte Interviews mit 4 Betreibern von kleinen Gastronomiebetrieben in Wien geführt.

3 der 4 Betreiber absolvierten die Schulung an der WKO mit einer Schulungsdauer zwischen 2 – 5 Stunden. Die Weitergabe erfolgt in einem Betrieb nur schriftlich, in einem Betrieb nur mündlich und in zwei Betrieben sowohl schriftlich als auch mündlich. Alle vier Interviewpartner sehen kaum Änderungen im Küchenablauf und im Betriebsgeschehen. Der Arbeitsaufwand, der sich durch die Kennzeichnung ergibt, wird von den Interviewten als gering eingeschätzt.

Aus dem Interviewmaterial können Fehlerquellen und Probleme der Kennzeichnung herausgearbeitet werden. Mögliche Fehlerquellen sind schlecht ausgebildetes Personal, mangelndes Verständnis für Allergene aufgrund Sprachbarriere, gut gemeinte Kreativität oder Zutaten, die beliebig hinzugefügt bzw. weggenommen werden können.

Aus den Untersuchungsergebnissen kann herabgeleitet werden, dass die Unterstützung von kleinen Betrieben bei der Allergenkennzeichnung kein realistisches, neues Betätigungsfeld für freiberufliche Diätologinnen und Diätologen darstellt.

Zusammenfassung (Englisch)

Since 13. December 2014 allergen labelling on unpackeded foods is mandatory because of the implementation of the new regulation (EU) No 1169/2011.

The research question of the following senior thesis is:

How was the implementation of the Allergeninformationsverordnung BGBl 2014/175 at small Viennese inns from October 2014 until March 2015?

4 owners of small Viennese inns were willing to give an interview to answer the research question.

3 out of 4 owners did the allergen-training at WKO with an average duration of 2 – 5 hours. The information about allergens is given oral in one inn, written in another inn and both oral and written in two inns.

All four interviewees think that there is no change in work routine in kitchen and generally at the inn. The input of energy caused by labelling of the allergens is low.

The interview content shows the sources of mistakes and problems of labelling. Some potential mistakes are poor trained personal, a lack of comprehension for allergens caused by language barrier, well-meant creativity and ingredients that can be put or taken away as liked.

The conclusion drawn from the findings is that small inns need no support in allergen labelling. Therefore supporting inns in labelling is no realistic, new field for self-employed dietitian.