Titelaufnahme

Titel
Falsch negativ : Auswirkungen von Langzeitmedikation mit Kortikoiden auf den Bindegewebsbefund, Reflex-Therapie-Anwendung und den PT-Prozess
Weitere Titel
False negative. Consequences of longterm medication with corticoids on the examination of connective tissue, reflex-therapy and the PT-process.
AutorInnenFuchshuber, Johanna
GutachterAugesky-Stocker, Doris
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bindegewebszonen / subkutaner Bindegewebsbefund / Glucokortikoide / falsch negative Befundergebnisse / Clinical Reasoning Prozess / Physiotherapeutischer Prozess
Schlagwörter (EN)connective tissue zones / examination of the subcutaneous connective tissue / Glucocorticoids / false negative results / Clinical Reasoning Process / Physiotherapeutic Process
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit soll anhand einer nicht-empirischen Forschungsarbeit, mittels Literaturrecherche Antwort auf folgende Forschungsfrage gefunden werden: Wie kommt es zu falsch negativen Bindegewebszonen durch Langzeit-Kortikoidgabe und wie sind sie in den physiotherapeutischen Prozess zu integrieren? Anstoß gab die Behauptung von Bergsmann und Bergsmann (1990), dass Bindegewebszonen unter Einfluss von Kortikoide, in bereits abgebauter Form in der Befunderhebung erscheinen würden. Einschlägige Fachliteratur aus den Bibliotheken der FH Campus Wien und der Med. Uni Wien, wurden herangezogen. Die elektronische Datenbank Pubmed wurde mit verschiedenen Suchbegriffen rund um das sBG, die Reflextherapie und die Kortikoide, sowie unterschiedlichen Perspektiven auf die Thematik durchsucht.

Hauptergebnisse:

Glucokortikoide nehmen Einfluss über die inhibitorische Wirkung auf Zellfunktionen, bei-spielsweise Fibroblastenaktivität, Hemmung der Mastzellenproduktion oder Histaminausschüttung. So kann sich die antiinflammatorische und antiproliferative Wirkung entfalten. Dies ist auch der Grundmechanismus für die Veränderung der Zusam-mensetzung des sBG. Es kommt zur Flüssigkeitsretention, Abnahme der Elastizität und die Haut erscheint dünn und verletzbar. Wundheilungsprozesse werden gehemmt und die Physiologie des sBG verändert und gestört. Diese Ergebnisse konnten durch einige wenige Publikationen belegt werden. Für die Behauptung von Bergsmann und Bergsmann (1990) konnte keine Evidenz gefunden werden.

Erfahrene Therapeuten und Therapeutinnen, ausgestattet mit theoretischem Wissen, Fachwissen, persönlichem Wissen, der Fähigkeit zur Prozessreflexion und der Eigenre-flexion, ist es möglich falsch negative Befundergebnisse zu identifizieren und diese in den CRP integrieren zu können. Für die Zusammenführung dieser falsch negativen Ergebnisse der BGZ und dem CRP, konnte keine wissenschaftliche Evidenz gefunden werden.

Schlussfolgerung:

Durch die fehlenden Belege für die falsch negativen Resultate, konnte kein zufriedenstellender Connex zum CRP erfolgen. Auf beiden Gebieten herrscht ein Bedarf an aktueller wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Diese Arbeit verdeutlicht das Fehlen dieser. Ge-lungen ist allerdings die Erläuterung der Wirksamkeit der Bindegewebszonen in der Reflextherapie, jedoch hier auch mit viel zu geringer Evidenz.

Zusammenfassung (Englisch)

With this thesis the answer to the following question shall be found, through non-empirical research work in literature: What causes falsely negative connective tissue zones, due to longterm corticoid administration and how are they to be integrated in the physiotherapeutic process? The impulse was given by the statement of Bergsmann and Bergsmann (1990), claiming that connective tissue zones, under the influence of corticoids, would appear in an already relieved form in the examination. Relevant literature from the libraries of FH Campus Wien and Med Uni Wien has been taken under consideration. The electronic database Pubmed was searched by different keywords regarding the subcutaneous tissue, reflex therapy and corticoids, as well as diverse perspectives on the issue.

Main results:

Glucocorticoids take influence via the inhibitory impact on the cellular function, for in-stance on the activity of fibroblasts, production of mastocytes or discharge of histamine. Like that the anti-inflammatory and the anti-proliferative impacts take effect. This is also the main mechanism for changes in the composition of subcutaneous connective tissue. It leads to retention of liquid, decrease of elasticity and the skin appears to be thin and fragile. Tissue repair processes are being inhibited and the physiology of the subcutaneous connective tissue is being changed and impaired. These results could be proved by few publications. Regarding the statement of Bergsmann and Bergsmann (1990), no evidence could be found.

Conclusion:

Because of the missing proofs regarding the falsely negative results, a satisfying connection to clinical reasoning process could not be made. An existing need of up-to-date scientific analysis can be noticed in both fields. This thesis underlines the lack of proofs. The explanation of the impact of connective tissue zones in reflex therapy could be accomplished, however also with far too low evidence.

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