Titelaufnahme

Titel
Interprofessionelle Kooperation in der freiberuflichen physiotherapeutischen Praxis und Studium im Wiener Raum.
Weitere Titel
Interprofessional cooperation in freelance physiotherapy and education in the Viennese area.
VerfasserGallauner, Valerie
Betreuer / BetreuerinEder, Angelika
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Physiotherapie / interprofessionell / Zusammenarbeit / Kooperation / Team / interdisziplinär / ambulant / freiberuflich / Studium / Gesundheitsberufe
Schlagwörter (EN)physiotherapy / interprofessional / collaboration / cooperation / team / interdisciplinary / freelance / education / health professions
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung berufsübergreifender Zusammenarbeit in der freiberuflichen Physiotherapie.

Ziel ist es, Hindernisse und Vorteile interprofessioneller Kooperation zu ermitteln, deren Stellenwert vor allem in der physiotherapeutischen Freiberuflichkeit, aber auch im Physiotherapie-Studium zu definieren.

Eine gut organisierte berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit kann zu einer Verbesserung in der Versorgungsqualität und zu einer Kostensenkung beitragen. Die Gesundheitsversorgung und -vernetzung in Österreich ist vorwiegend krankenhausorientiert, was zur Fragestellung führt, welche Bedeutung interprofessionelle Kooperation in der Freiberuflichkeit hat.

Mittels qualitativer Erhebung wurden im Rahmen einer Fokusgruppe, bestehend aus LehrtherapeutInnen der Fachhochschule Campus Wien, anhand vorab entwickelter Leitfragen individuelle Sichtweisen über Interprofessionalität in der ambulanten, selbstständigen Physiotherapie und der Stellenwert berufsübergreifender Vernetzung in Ausbildungs-inhalten des Physiotherapie-Studiums eingeholt. Die Befragung wurde in Form einer Gesprächsrunde an der Fachhochschule abgehalten und mittels Diktiergerät aufgenommen.

Die Analyse und Ergebnisdarstellung erfolgten in Anlehnung an die induktive Analyse nach Mayring.

Das Ergebnis dieser Auswertung zeigte Vorteile interprofessioneller Kooperation in der physiotherapeutischen Freiberuflichkeit. Zu nennen wären hier unter anderem eine Arbeitsaufteilung der beteiligten Personen, eine Kompetenzerweiterung, erfolgsorientiertes Handeln, eine effektivere Betreuung von Patienten und Patientinnen und bessere Behandlungsergebnisse. Es konnte im Detail auf die Zusammenarbeit von Physiotherapeuten und -therapeutinnen mit anderen Gesundheitsberufen eingegangen werden. Des Weiteren wurden Hindernisse für eine effektive Kooperation genannt. Hier wurden besonders zusätzliche Zeit- und Kostenaufwände, gesundheitspolitische Einschränkungen und ein organisatorischer Mehraufwand hervorgehoben. Die Vernetzung von Physiotherapie-Studierenden gestaltet sich zurzeit aus verschiedenen Gründen noch schwierig, es gibt jedoch im internationalen Vergleich schon Modelle zur vermehrten Integration des Themas Interprofessionalität in Curricula von Gesundheitsberufen.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with the significance of interprofessional collaboration in freelance physiotherapy.

The aim is to identify obstacles and benefits of interprofessional cooperation, to define their role primarily in physiotherapy freelance, but also in the study of physiotherapy.

A well-organised collaboration can contribute to improved quality of care and reduced costs. Healthcare in Austria is mainly hospital-oriented, which leads to the question of the importance of interprofessional collaboration in self-employment.

There could be individual views on interprofessionality in outpatient, freelance physiotherapy and the priority of interprofessional networking as a content of the study of physiotherapy developed through qualitative method consisting of a focus group of teaching therapists at the University of Applied Sciences Campus Vienna and previously developed key questions. The interview was held in the form of a discussion at the University of Applied Sciences and was recorded by dictating machine.

The analysis and presentation of results was based on the inductive analysis of Mayring.

The result of this analysis showed benefits of interprofessional collaboration such as the division of labour of people involved, a competence expansion, success-oriented actions, more effective care for patients and better patient outcomes. It could be dealt with the cooperation of physiotherapists in detail with other health professionals. Furthermore, obstacles to effective cooperation were called. Especially additional time and costs, health policy restrictions and an organizational efforts were mentioned. The networking of physiotherapy students presents itself for various reasons still difficult, but there are already international models for increased integration of the topic of interprofessionality in healthcare curricula.