Titelaufnahme

Titel
Physische Aktivität von österreichischem zahnmedizinischen Personal mit Nackenschmerzen in Berufsalltag und Freizeit: Risikofaktor oder Prävention?
Weitere Titel
Physical activity of austrian dental professionals suffering from neck pain during professional and private activity: risk factor or prevention?
VerfasserHellmayr, Eleonore
Betreuer / BetreuerinKundegraber, Manuela
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)chronisch unspezifischer Nackenschmerz / zahnmedizinisches Personal / Physiotherapie / physische Aktivität / International Physical Activity Questionnaire
Schlagwörter (EN)chronic non-specific neck pain / dental professionals / physiotherapy / physical activity / International Physical Activity Questionnaire
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext: Zahnmedizinisches Personal leidet sehr häufig an chronisch unspezifischem Nackenschmerz. Als Risikofaktoren werden hier unter anderem belastende physische Aktivitäten im Berufsalltag angenommen. Die Auswirkung von physischer Aktivität in der Freizeit gilt in der Literatur als nicht eindeutig geklärt.

Ziel: Intention dieser Arbeit war es, zu analysieren welchen Einfluss regelmäßige Physiotherapie auf das Bewegungsverhalten von österreichischem zahnmedizinischem Personal in deren Berufsalltag bzw. Freizeit hat. Außerdem sollte herausgefunden werden, ob die Aktivität in Berufslalltag bzw. Freizeit als Risiko- oder als Präventionsfaktor einzustufen ist.

Methode: An der hier vorliegenden beobachtenden Pilotstudie haben drei Probandinnen und Probanden teilgenommen. Diese hatten die Möglichkeit an einem von einer Physiotherapeutin geleiteten Übungsprogramm teilzunehmen (acht Termine in neun Wochen). Zu Beginn der Studie erhielten sie ein Ergonomieblatt und ein Übungsprogramm für zu Hause. Der Aktivitätslevel wurde mittels IPAQ - International Physical Activity Questionnaire 2002 erhoben, die Schmerzintensität wurde anhand der Visual Analog Scale erfasst.

Ergebnisse: Alle Probandinnen und Probanden haben nach Absolvierung der Intervention ihren Aktivitätslevel in der Freizeit gesteigert. Beim Aktivitätslevel im Berufsalltag konnte keine einheitliche Veränderung beobachtet werden. Zwei Probandinnen und Probanden haben ihren gesamten Aktivitätslevel von „Moderat“ auf „High“ steigern können. Eine dieser Personen hat eine deutliche Schmerzreduktion verzeichnen können, die zweite Person hat auch zu Beginn der Studie nur an sehr geringen Schmerzen gelitten und gab am Ende der Studie keine Schmerzen mehr an. Die dritte Person hatte vor und nach der Intervention den Aktivitätslevel „Low“. Diese Person hat keine Schmerzreduktion verzeichnen können.

Schlussfolgerung: Die Fragestellung bezogen auf eine Aktivitätssteigerung in der Freizeit nach der physiotherapeutischen Intervention, kann positiv beantwortet werden. Eine Schmerzreduktion nach gesteigertem Aktivitätslevel in der Freizeit ist nicht eindeutig aber wahrscheinlich. Ob es durch eine physiotherapeutische Intervention inklusive einer Ergonomieberatung zu einer Reduktion der belastenden Aktivitätssituationen im Berufsalltag kommt, bzw. ob hier ein Zusammenhang mit einer Schmerzreduktion besteht, konnte nicht eindeutig beantwortet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: Dental professionals often suffer from chronic non-specific neck pain. Risk factors are assumed to include work-related and non-work-related stress factors. The effect of physical activity in leisure time is not entirely clear.

Objective: Aim of this study was to investigate whether a physiotherapeutic exercise program affects the activity level of the subjects and if this can be associated with a reduction in pain intensity. A further aim was to clarify whether work and leisure related physical activity can be regarded as risk factor or as preventive measure.

Method: This study is a prospective pilot study with three subjects. These people were asked to participate in eight practice units held by a physiotherapist. People received ergonomic advice and a home exercise program. Physical activity level was measured based on IPAQ - International Physical Activity Questionnaire 2002. Pain intensity was recorded in accordance with the Visual Analog Scale.

Results: All subjects increased their leisure time activity level, while work related activity level did not develop unambiguously. Two participants increased their overall activity level from “Moderate” to “High”. One of these persons could decrease pain intensity after intervention, while the other barely had pain in the beginning and confirmed a complete pain absence at the end of the study. One person was recorded with a “Low” activity level before and after intervention. This person could not decrease pain intensity.

Conclusion: The intervention lead to an increase of leisure time activity level after physiotherapeutic intervention. Pain reduction based on increased leisure time activity is less conclusive, but probable. If physiotherapeutic intervention including ergonomic advice leads to a reduction of work-related stress factors, and whether this correlates with pain reduction, could not be answered unambiguously.