Titelaufnahme

Titel
Molekulare Diagnostik von Vogelmalaria und filaroiden Nematoden in Stechmücken aus Wien (2014)
Weitere Titel
Filarioid helminths and avian malaria in mosquitoes in metropolitan Vienna in 2014
VerfasserButter, Julia
GutachterStöckl, Martina
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)aviäre Malaria / Culicidae / Dirofilaria repens / Dirofilaria immitis / filaroide Nematoden / invasive Krankheitserreger / Plasmodium spp. / Vektoren / Wien
Schlagwörter (EN)avian malaria / Culicidae / Dirofilaria repens / Dirofilaria immitis / filarioid helminths / invasive pathogens / Plasmodium spp. / vectors / Vienna
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Eine Reihe von Faktoren (Klimawandel, globaler Handel, Reisetätigkeit von Mensch und Tier usw.) haben große Auswirkungen auf die Verbreitung von Vektoren (z.B. Stechmücken), invasive Krankheitserreger (z.B. Dirofilaria repens) und deren Wirte (Menschen, Haustiere, Nutztiere und Wildtiere). Dies führt zur Entstehung und Ausbreitung von vektorübertragenen Infektionen. Erste Funde von D. repens in Stechmücken im Burgenland (2012) deuten darauf hin, dass dieser Parasit bis nach Österreich vordringen konnte. Allerdings gibt es so gut wie keine Informationen über die von Stechmücken übertragene parasitäre Fauna im Großraum Wien.

Im Rahmen dieser Studie wurden mehr als 8500 Stechmücken im Jahr 2014, mit speziellen Kohlendioxid-Fallen, an drei verschiedenen Standorten in Wien (z.B. Lobau) gefangen. Die gesammelten Stechmücken wurden anhand ihrer morphologischen Eigenschaften identifiziert, gepoolt und homogenisiert. Mit Hilfe molekularer Methoden wurde, nach DNA-Extraktion, jede Probe auf das Vorhandensein von parasitärer DNA (filaroide Helminthen und Plasmodium spp.) gescreent.

DNA von mehreren vektorübertragenen parasitären Krankheitserregern wurde im Rahmen dieser Studie nachgewiesen – z.B. Vogelmalaria. Außerdem wurden die Ergebnisse der Beobachtungen aus 2013 mit den Ergebnissen des Jahres 2014 verglichen. Jedoch konnten weder D. repens noch D. immitis in Stechmücken im Großraum Wien gefunden werden. Dies weist darauf hin, dass diese Parasiten in dem untersuchten Gebiet, im Untersuchungs-zeitraum 2013 und 2014, nicht präsent waren.

Zusammenfassung (Englisch)

A range of factors (e.g. climate change, trade and people/pet movement) have major impacts on the distribution of invertebrate vectors (e.g. mosquitoes), invasive pathogens (e.g. Dirofilaria repens) and their vertebrate hosts (humans, pets, livestock and wild animals). This is leading to an emergence and spread of vector-borne infections. First findings of D. repens in mosquitoes in Burgenland in 2012 indicate that this parasite invaded Austria. However, there is virtually no information about the parasite fauna transmitted by mosquitoes in metropolitan Vienna.

Within this study more than 8,500 mosquitoes were caught in 2014 at three different sampling sites in Vienna (e.g. at the Lobau area), using specialized traps equipped with carbon dioxide. Mosquitoes were specified according to morphological characteristics, pooled and homogenized. After DNA extraction each pool was screened for the presence of DNA of filarioid helminths and Plasmodium spp. using molecular tools.

DNA of several vector borne parasitic pathogens was examined within this study – e.g. avian malaria. Furthermore the results of the 2013 surveillance are compared with the results of 2014. Neither D. repens nor D. immitis were found in mosquitoes in metropolitan Vienna - indicating that these parasites were not present in the examined area during the investigation period in 2013 and 2014.