Titelaufnahme

Titel
Anwendung des Flotationsverfahrens zum Nachweis endoparasitärer Objekte bei Tieren : Ein Methodenvergleich
Weitere Titel
Application of the flotation for the detection of endoparasitic objects in animals A method comparison
VerfasserHutterer, Melanie
Betreuer / BetreuerinSchnabl, Christine
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Flotationsverfahren / Methodenvergleich / Endoparasitäre Objekte / Parasitäre Erkrankungen / Probenkonservierung / SAF-Lösung
Schlagwörter (EN)Flotation / Method comparison / Endoparasitic objects / Parasitic diseases / Conservation of samples / SAF solution
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Forschungsarbeit beschäftigt sich mit einem praktischen Methodenvergleich sowie einem Vorher-Nachher-Vergleich zwischen frischen und konservierten Proben auf dem Gebiet der Flotation. Die Übertragung, Auswirkung und Behandlung einiger Parasitosen wurde für die Vollständigkeit dieser Arbeit ebenfalls beschrieben.

Für den Methodenvergleich wurden bereits in einer ersten Arbeit diverse Flotationslösungen mit Vor- und Nachteilen erläutert sowie verschiedene Rotationsgeschwindigkeiten und –zeiten für die Zentrifugation beschrieben. Durch Kombination dieser Aspekte lagen mehrere Methoden vor, welche gegeneinander ausgetestet wurden, dies führte zu einem besseren Überblick der Anwendungsmöglichkeiten für definierte Parasitenarten. Für den Vorher-Nachher-Vergleich wurden 110 bereits analysierte Proben nach einer Konservierung mit SAF erneut aufbereitet. Eine erneute Detektion gab die Möglichkeit zu erkennen, wie sich die Konservierung auf die Ergebnisse der Kotproben auswirkte.

Um den Methodenvergleich des Flotationsverfahrens durchzuführen, wurden insgesamt 154 frische Kotproben der Gruppen Wiederkäuer, Huftiere, Geflügel und Fleischfresser gesammelt und untersucht. Bei 60 (39%) dieser Proben wurden endoparasitäre Objekte detektiert. Diese Proben wurden mit diversen anderen Methoden erneut aufbereitet und analysiert. Die Ergebnisse zeigten, dass Methoden mit Salzlösungen in einigen Fällen zu schlechteren Ergebnissen führten, als Methoden mit Zuckerlösungen. Die modifizierte Deckglasmethode konnte sich vor allem bei Parasitenarten wie Kokzidien sowie Capillaria schlechter den anderen Methoden gegenüber durchsetzen. In den meisten Fällen erbrachten Methoden mit zuckerbasierenden Lösungen sehr gute Ergebnisse. Eine Methode, die allen anderen Methoden gegenüber eindeutig überlegen ist, konnte jedoch nicht detektiert werden.

Für den Vorher-Nachher-Vergleich, um die Auswirkung des Konservierungsmittels SAF zu ermitteln, wurden 110 bereits untersuchte Proben nach der Fixierung erneut aufbereitet. Es wurde ein Punktesystem pro Probe, pro Befallsgrad der Parasitenarten erstellt, um den Einfluss der Lösung darzustellen. Vor der Konservierung war die Gesamtpunktezahl 361. Diese fiel nach der Konservierung auf 210 ab. Dies entspricht einem Verlust von 42%. Die Proben wurden in Monats-Gruppen eingeteilt, je nachdem wie lange diese konserviert waren. Nach 3, 4, 5, 13 und 14 Monaten konnten signifikante Verschlechterungen der Ergebnisse festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the present bachelor thesis, a comparative evaluation of flotation methods was performed. The analyses included a practical method comparison and a comparison between fresh and fixed samples as well. Moreover, the transmission, impact and treatment of selected parasitic diseases were also discussed.

Different flotation solutions, rotation speeds and times for centrifugation including their advantages and disadvantages were already described in a previous bachelor thesis. By combining these aspects several novel methods were created. Their comparative testing lead to an improved overview of optimal methods for the different parasite species. For the pre-post comparison 110 previously evaluated samples were reanalyzed after conservation. The reanalysis provided an opportunity to observe effects of preservatives on the results of stool samples.

To perform a comparison of flotation methods, a total of 154 fresh faecal samples of different species (ruminants, hoofed animals, poultry and carnivores) were collected and analyzed. In 60 (39%) of these samples, endoparasitic objects were detected. These samples were reprocessed with several other methods. The results showed that methods employing salt solutions led to worse results in some cases than methods using sugar solutions. The modified coverslip method yielded poor results in the parasitic groups of coccidia and capillaria. In most cases, techniques based upon sugar-based solutions revealed very good results. None of the used methods could be confirmed as clearly superior results over others.

For the comparison between fresh and fixed samples to determine the effect of the fixative SAF-solution, 110 previously examined samples were reanalyzed after fixation. To evaluate the influence of the SAF-solution, a scoring system was created. Prior to preservation, the total score was 361. This score decreased to 210 (58%) after conservation. The samples were divided into groups according to the duration of the conservation. After 3, 4, 5, 13 and 14 months, significant differences could be found.