Titelaufnahme

Titel
Ist das MALDI-TOF-Verfahren eine zuverlässige Methode für die Identifikation von Schimmelpilzen?
Weitere Titel
Is the MALDI-TOF- analysis a reliable method for the identification of moulds?
AutorInnenTeboulbi, Mohamed
GutachterDürschmied, Bernhard
Erschienen2015
Datum der AbgabeNovember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Massenspektrometrie / MALDI-TOF-MS / Aspergillus / Fusarium / Scedosporium / Mucorales
Schlagwörter (EN)Mass spectrometry / MALDI-TOF-MS / Aspergillus / Fusarium / Scedosporium / Mucorales
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit befasst sich mit der massenspektrometrischen Anaylse von potentiell pathogenen Schimmelpilzen. Die untersuchten Isolate wurden bereits in der Routine der Klinischen Mikrobiologie im AKH Wien mit konventionellen Methoden mittels morphologischer Bestimmung oder Sanger-Sequenzierung erfasst. Für die massenspektrometrische Analyse wurde ein Masenspektrometer der Bruker-Firma zum Einsatz gebracht. Als Referenzdatenbank diente die von der Firma selbst erstellte Fungal-Library, welche in dieser Studie evaluiert wird. Es wurden 137 Isolate untersucht, wobei 8 Schimmelpilzproben aus dieser Studie ausgeschlossen wurden, weil sie entweder in der Referenzdatenbank nicht vorhanden sind oder mit Standardmethoden nicht eindeutig bestimmt werden konnten. Das MALDI-TOF-Verfahren ergab für 98 Isolate ein mit den routinemäßig eingesetzten Methoden übereinstimmendes Ergebnis bis auf Speziesebene, welches einer rund 76 %igen Identifikationsrate entspricht. Berücksichtigt man nur die als korrekt ausgegebenen MALDI-Ergebnisse, so zeigt sich, dass 100 Proben auf Speziesebene bestimmt werden konnten und somit der Gesamtprozentsatz auf 77 % ansteigt. Bei den Gattungen Aspergillus sp. (81,1%) und Scedosporium sp. (100%) zeigt das MALDI-TOF-Verfahren eine hohe Effizienz, wobei Mucorales sp. (57%) und Fusarium sp. (62%) mit geringeren Identifikationsraten auf Speziesebene ausfallen. Die Gruppe der sonstigen Schimmelpilze wurde mit einer relativ hohen Rate von 74% auf Speziesebene erkannt. In dieser Studie zeigt sich, dass die eingesetzte Methode keine falsch identifizierten Isolate auf Gattungsebene aufweist. Jedoch traten einige Diskrepanzen auf Speziesebene auf.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the analysis of potentially pathogenic moulds using mass spectrometry. Fungal isolates were identified in the clinical microbiology laboratory of Vienna General Hospital, Austria, using standard morphological analysis or Sanger sequencing . The samples were then analysed in a mass spectrometer manufactured by Bruker and using that company's own reference fungal database (which was evaluated within the study). Of the 137 isolates examined, eight samples were rejected because they could not be clearly identified using standard techniques or were not available in the database. MALDI-TOF analysis matched the species-level results from conventional identification methods in 98 cases, equivalent to a 76% identification rate. This rate rose to 77% (100 isolates) when only taking account of only as correctly given MALDI- results. The efficiency of species-level identification using MALDI-TOF was higher for Aspergillus sp. (81.1%) and Scedosporium sp. (100%), but lower for Mucorales sp. (57%) and Fusarium sp. (62%). The equivalent figure for other moulds was relatively high at 74%. The method used produced no false results for fungal identification at the genus level, but some discrepancies arose at species level.

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