Titelaufnahme

Titel
uPAR als mögliches Target in der Tumorangiogenese-Hemmung : Detektion von CD31-positiven Gefäßen und vaskulären Mimikry am RIP-Tag2 Mausmodell
Weitere Titel
uPAR as a target in the inhibition of the tumour angiogenesis Detection of CD31-positive vessels and vasculogenic mimicry on RIP-Tag2 mouse model
VerfasserWimmer, Lisa
GutachterGstinig, Karin
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Tumorangiogenese / Vaskuläre Mimikry / Urokinase-Rezeptor (uPAR) / RIP-Tag2 Mausmodell / PAS / CD31
Schlagwörter (EN)tumour angiogenesis / vasculogenic mimicry / urokinase receptor (uPAR) / RIP-Tag2 mouse model / PAS / CD31
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Nach derzeitigen Kenntnissen ist das VEGF/-VEGF-Rezeptor-System das wichtigste System zur Regulation der Angiogenese. Für den Bereich der Onkologie bedeutet das Möglichkeiten, gezielt das Tumorwachstum durch Inhibition der Liganden und der Rezeptoren zu blockieren. Darüber hinaus spielen weitere Systeme in der Tumorangiogenese eine große Rolle und stellen so alternative Therapiemöglichkeiten dar. Aus diesem Grund wird in dieser Arbeit die Frage nach der Rolle des Urokinase-Rezeptors in der Tumorangiogenese untersucht. Die Hemmung des uPAR-Systems verhindert oder reduziert das Tumorwachstum und die Metastasenbildung in Tiermodellen. Es gibt zahlreiche Studien die erhöhte uPAR Levels mit schlechten Prognosen in Verbindung bringen.

Den zweiten wichtigen Aspekt der Arbeit stellt das Phänomen der vaskulären Mimikry dar. Vaskuläre Mimikry wird von Tumorzellen, anstelle von Endothelzellen gebildet. Die Präsenz von vaskulären Mimikry-Strukturen im Tumorgewebe von PatientInnen wird mit einer schlechten klinischen Prognose in Verbindung gebracht.

In dieser Arbeit wird das RIP-Tag2 Mausmodell verwendet. Untersucht wird das Pankreasgewebe von zwei Versuchsgruppen, Urokinase-Rezeptor Wildtyp (uPAR +/+) und Urokinase-Rezeptor knock-out (uPAR -/-) Mäusen. Durch Doppelfärbung an Paraffinschnitten (endothelspezifisches CD31 und PAS) kann der Anteil der endothelialen Gefäße und der vaskulären Mimikry an der Tumorvaskularisation dargestellt werden. Die Aufnahme der gefärbten Schnitte erfolgt am Tissue Gnostics System TissueFAXS und die automatisierte quantitative Auswertung mit der Software HistoQuest.

Es konnte gezeigt werden, dass auch andere Strukturen an der Gefäßbildung in Tumoren beteiligt sind. Man kann Subtypen der vaskulären Mimikry unterscheiden. Außerdem wurde in dieser Arbeit durch quantitative Flächenanalyse festgestellt, dass der Anteil von CD31 in der uPAR -/- Gruppe niedriger war als jener in der uPAR +/+ Gruppe. Im Gegensatz dazu ist zwischen dem Anteil von PAS in der uPAR -/- Gruppe und dem Anteil von PAS in der uPAR +/+ Gruppe kein statistisch signifikanter Unterschied erkennbar.

Zusammenfassung (Englisch)

In the light of today’s knowledge the VEGF/-VEGF-receptor-system is known as the most important system for the regulation of angiogenesis. For the field of oncology this poses the opportunity to specifically block tumour growth by inhibiting ligands and receptors. But also other systems play a significant role in the angiogenesis of tumours and constitute additional potential methods of therapy. For this reason this thesis will explicitly examine the role of the urokinase receptor for the angiogenesis of tumours. The inhibition of the uPAR system prevented or reduced the tumour growth and metastasis in animal models. Numerous studies suggest that increased uPAR levels are related to a poor prognosis.

The second important aspect which was examined in this paper was the phenomenon of vasculogenic mimicry. Tumour cells produce vasculogenic mimicry instead of endothelial cells, which would make an antiangiogenesis therapy ineffective. The presence of vasculogenic mimicry structures in patient’s tumour tissues is associated with a poor clinical prognosis and suggests a supportive involvement of these cells in a tumour’s growth.

In this thesis the RIP-Tag2 mouse model is used. The pancreatic tissue is examined by two test groups, Urokinase receptor wild type (uPAR +/+) and Urokinase receptor knockout (uPAR -/-) mice. The ratio of the endothelial vessels and the vasculogenic mimicry in tumour vascularisation can be shown with double staining (endothelial specific CD31 and PAS) on paraffin slides. The evaluation of the stained slides was made with the TissueGnostics System TissueFAXS and the automatic quantitative analysis with the software HistoQuest.

It was demonstrated that other structures are involved in the tumour angiogenesis and that a differentiation of subtypes of vasculogenic mimicry is possible. Moreover it was discovered that the ratio of CD31 was lower in the uPAR -/- group than in the uPAR +/+ group. In contrast there is no clear difference between the ratio of PAS in the uPAR +/+ group and in the uPAR -/- group.