Titelaufnahme

Titel
Otto Wagners architektonische Vorhaben im Vergleich zur baulichen Realisierung am Beispiel der Wiener Postsparkasse
Weitere Titel
Otto Wagners architectural intent in comparison to the implementation of the building using the example of the Austrian Postal Savings Bank
VerfasserLeimstättner, Daniel
Betreuer / BetreuerinPotucek, Alexander
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Architektur / Ausführungsplanung / Bankgebäude / Entwurfsplanung / K. u. K. Österreichische Postsparkasse / Otto Wagner
Schlagwörter (EN)architecture / Implementation planning / bank building / Draught planning / Imperial and Royal Austrian Postal Savings Bank / Otto Wagner
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der finalen Realisierung eines Gebäudes geht ein Planungsprozess voraus. Ein einmal geplantes Gebäude findet nicht immer unverändert Umsetzung. Oftmals kommt es bereits in der Entwurfsphase zu Änderungen, aber auch die finalen Einreichpläne können Unterschiede zur tatsächlichen Umsetzung aufweisen.

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich am Beispiel der, von Otto Wagner entworfenen, Wiener Postsparkasse mit den konzeptionellen und architektonischen Unterschieden zwischen der Entwurfs-, Einreich- und Ausführungsplanung sowie der Realisierung des Gebäudes.

In den Jahren 1904-1906 wurde die Postsparkasse am heutigen Dr. Georg-Coch-Platz am Stubenring auf einer Fläche von 5.446m² mit einem Gesamtpreis von 3.000.000 Kronen realisiert.

Erste Überlegungen zum Gebäude wurden von Wagner bereits 1893 während seinem Entwurf zur Regulierung des Stubenviertels angestellt. Die erfolgreiche Wettbewerbsteilnahme zum Neubau der K. u. K. Postsparkasse bedingte jedoch eine tiefergehende Planung.

Vergleiche der verschiedensten Planungsphasen Wagners zeigen, dass die Durcharbeitung des Entwurfs Änderungen hinsichtlich der inneren Erschließungswege mit sich gebracht haben, wobei der Grundriss des Gebäudes nur wenig verändert wurde. Das Entfallen einer massiven Eisen-Glas-Konstruktion im Innenhof als Überdachung eines Kassensaals hat sich als weitreichendste Veränderung im Entwurfsprozess herausgestellt. Diese Veränderung hatte in weiterer Folge Auswirkungen auf die ästhetische Gestaltung der Postsparkasse. Die Verzierungen an der Fassade und am Dach des Hauses sind einem stetigen Wandel unterlegen. Sie wurden laufend an einen anderen Ort projektiert bzw. umgestaltet. Schlussendlich ist im Vergleich zur Wettbewerbseinreichung eine schlichtere Fassade zur Ausführung gekommen und die majestätische Dachverzierung komplett entfallen.

Zusammenfassung (Englisch)

The final realization of a building is preceded by a planning process. Not always a planned building is constructed unchanged. Often it gets already changed in the design phase, but also the final designs will vary compared to the actual building.

This bachelor thesis deals with the conceptual and architectural differences between the design phase, the submission and detailed design as well as with the final construction of the building on basis of Otto Wagners savings bank (called “Postsparkasse”) in Vienna.

During 1904-1906, the Postsparkasse was built at today’s Dr. Georg-Coch-Platz on an area of 5.446m² for a total price of 3,000,000 crowns.

First planning’s and reflections on the building were made by Wagner in 1893 during his plan to regulate the Stubenviertel. However, the successful participation in the competition for the new building of the K. u. K. Postsparkasse needed a deeper planning.

Comparisons of the various planning phases show that the planning process brought changes concerning the corridors and routes inside the building, whereas the ground plan only were altered slightly. The elimination of an iron-glass construction settled in the courtyard as a roofing of one cash hall turned out to be major change during the design process.

This change had also an impact on the aesthetic design of the Postsparkasse. The ornaments on the facade and the roof of the house were changed ongoing. They were continuously transformed or projected to another place. Finally, compared to the competition submission a plainer facade was realized and the roof embellishment was completely eliminated.