Titelaufnahme

Titel
Ausschreibung und Vergabe von kreativ-schöpferischen Planungsleistungen nach dem BVergG 2006 am Beispiel Städtebau des Hauptbahnhof Wien
Weitere Titel
Tendering and placing of creative planning services with the BVergG 2006 based on the example of urban construction in the area of Hauptbahnhof Wien
VerfasserDörflinger, Maximilian
Betreuer / BetreuerinGräber, Manfred
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ausschreibung / Geistige Dienstleistungen / Hauptbahnhof Wien / Preisgericht / Vergabe / Vergaberecht / Vergabeverfahren / Wettbewerb
Schlagwörter (EN)Tendering / Intellectual services / Vienna Central Station / Jury / Placing / Public Procurement Law / Competitive Tendering Procedure / Competition
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit handelt von generellen verfahrenstechnischen Möglichkeiten, künstlerisch-schöpferische Planungsleistungen, oder auch komplexe geistige Dienstleistungen im Allgemeinen, nach Bundesvergabegesetz 2006 auszu-schreiben und zu vergeben.

Es stellt sich die Frage, ob in Bezug auf diese Leistungen, insbesondere jene, deren Qualität sich stark aus der subjektiven Wahrnehmung des Betrachters ableiten lässt (z.B. Architektur und Städtebau), die Umsetzung und Einhaltung der Grundsätze des Vergaberechts (Diskriminierungsverbot, fairer Wettbewerb, Transparenz, angemessene Preise, ...) lückenlos sicherzustellen ist. In weiterer Folge soll betrachtet werden, ob es sinnvoll ist, für diese andere Regelungen festzulegen.

Dabei soll besonders auf die Vergabe in Form eines Wettbewerbs eingegangen werden und ein Überblick darüber gegeben werden, wie der Auslober und andere Stakeholder, auf den Ausgang eines Wettbewerbsverfahrens, insbesondere im Rahmen der Tätigkeit des Preisgerichtes, der Erstellung der Auslobung und Formulierung der Aufgabenstellung, sowie der Wahl verfahrenstechnischer Parameter, wie die Verfahrenswahl, -stufigkeit, Preisgeld, Besetzung des Preisgerichts und gegebenenfalls der Teilnehmer subjektiv lenkend Einfluss nehmen könnten und dies zumindest unterbewusst immer tun – was in der Natur der Sache liegt.

Dabei soll das Expertenverfahren Masterplan Städtebau (2004), welches im Rahmen der Projektentwicklung des Hauptbahnhof Wien, als Expertenverfahren mit anschließendem Verhandlungsverfahren durchgeführt wurde, in Form einer kurzen Fallstudie analysiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with general procedural possibilities to tender and place creative design services, or even complex intellectual services in general, with the Bundesvergabegesetz 2006 (Federal Acquisition Regulation for Austria).

The question is raised whether in regard to these services, especially those whose quality can mainly be derived from the subjective perception of the observer (such as architecture and urban construction), the implementation and observance of the principles of public procurement law (non-discrimination, fair competition, transparency, adequate prices,..) can be ensured. Subsequently, it will be considered if it is useful to define other regulations in this field.

The aim is, to investigate particularly the placing in form of a competition and to give an overview, how the Promoter and other Stakeholder can direct subjectively influence the outcome of a competitive process. Especially with the activities of the jury, the creation of the competition brief and formulation of the assignment, as well as the choice of process parameters such as the competitive tendering procedure, the prize money, the cast of the jury and the participants.They can influence the outcome and at least if this is always done subconsciously - what is in the nature of things.

Finally the tendering of the Masterplan Stadtteil (2004), which was part of the project development phase of the project Vienna Central Station, and was carried out as an Expertenverfahren followed by a negotiated procedure, will be analyzed in form of a short case study.