Titelaufnahme

Titel
Die Betreuung von Frauen mit Gehörlosigkeit
Weitere Titel
The care of deaf women
VerfasserBrandstätter, Nora
Betreuer / BetreuerinHeinzl, Silke
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gehörlosigkeit / Gebärdensprache / Kommunikation / Medizinische Versorgung / Gehörlose/r PatientIn
Schlagwörter (EN)Deafness / Sign language / Communication / Health care / Deaf patient
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Betreuung von Frauen mit Gehörlosigkeit in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett. Um als Hebamme sensibel in der Betreuung gehörloser Frauen agieren zu können, ist ein umfassendes Wissen über die Hürden, mit welchen gehörlose Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen konfrontiert sind, und wie eine adäquate Betreuung garantiert werden kann, von großer Wichtigkeit. Im Rahmen der Literaturrecherche wurden deshalb Antworten auf die Forschungsfragen: „Mit welchen Problemen sind gehörlose Frauen in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett konfrontiert?“ und „Welche Methoden stehen der Hebamme zur Verfügung, um die Betreuung gehörloser Frauen zu optimieren?“. erarbeitet. Die Literaturrecherche ergab, dass gehörlose Frauen einen verminderten Zugriff zu Informationen und medizinischem Angebot haben. Darüber hinaus sind sie häufig mit Missverständnissen, Fehlinterpretationen und einer mangelnden Integration ins Gesundheitssystem konfrontiert, die einerseits psychosoziale Auswirkungen haben, andererseits aber auch zu physische Konsequenzen führen. Es kristallisierte sich in zahlreichen Studien heraus, dass die grundsätzliche Benachteiligung Folge einer inkorrekten Kommunikation ist. Weiters wurden im Rahmen der Bachelorarbeit diverse kommunikative Methoden recherchiert. Es zeigte sich, dass die Gebärdensprache eine optimale und zufriedenstellende Kommunikation ermöglicht. Des Weiteren führen die Bereitstellung speziell adaptierter Angebote, wie Geburtsvorbereitung und kontinuierliche Betreuung, ebenso wie die Anpassung von Information und Krankenhaussetting an die Fähigkeiten gehörloser Patientinnen zu einer qualitativ besseren Betreuung.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor thesis discusses the topic of deaf women in the phase of pregnancy, birth and the postpartum period. Caretaking of deaf women can be a challenge for midwives in regard to the knowledge that is necessary to provide a sensible service. Throughout the literature review the prevailing question was “With which specific problems are deaf women confronted during the complete process of pregnancy, giving birth and the postpartum period?“ and „What are possible ways that midwives can improve care for deaf women?” The literature review demonstrates that deaf women are faced with specific problems unknown to other women. First, they have fewer access to information and thus medical supply. Second, they face problems such as misunderstandings, misinterpretation and insufficient integration into the healthcare system. Therefore, they suffer more frequently from psychosocial and physical conditions than the average. This is, as the literature discusses, caused by a fundamental discrimination based upon incorrect communication. In this context the thesis discusses various communication channels and concludes, that sign language could be utilized to achieve a better quality of communication between patients and midwives. Additionally, would the provision of adapted ante-natal preparation classes, continuity of care and a rethinking of the information setting in hospitals, enhance the quality of caregiving for deaf women.