Titelaufnahme

Titel
U(E)MFassend: Die ergotherapeutische Betreuung von Kindern & Jugendlichen mit umschriebenen Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen in Österreich
Weitere Titel
Widespread: Treatment offered by occupational therapy for children and adolescents with a developmental coordination disorder in Austria
VerfasserDolezal, Danielle
Betreuer / BetreuerinSchönthaler, Erna
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Betreuung / Kinder / Jugendliche / UEMF / Österreich
Schlagwörter (EN)occupational therapy / treatment / children / adolescents / DCD / Austria
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund und Ziel: Kinder und Jugendliche mit einer umschriebenen Entwicklungsstörung motorischer Funktionen (UEMF) erleben sich in ihren alltäglichen, wertvollen Betätigungen oftmals als eingeschränkt. Die Aufgabe der ErgotherapeutInnen ist es, die Alltagsperformanz dieser Kinder und Jugendlicher dahingehend zu steigern, dass sie Aktivitäten in den Lebensbereichen (Freizeit, Produktivität, Erholung, Selbsterhaltung) selbständig meistern können und dadurch nicht die Gefahr von sozialer Isolation oder einem verminderten Selbstwertgefühl besteht. Diese empirische Arbeit mit Querschnittsforschungs- Design verfolgt das Ziel die ergotherapeutische Betreuung bei Kindern und Jugendlichen mit UEMF in der ergotherapeutischen Praxis in Österreich zu erheben sowie zu vergleichen.

Methodik: Die Erhebung erfolgte mit einem Online- Fragebogen, welcher aus 35 Fragen bestand. Nach einer Pretest-Phase wurde dieser mit einer Begleit- E-Mail an die Landesgruppen und Arbeitskreise des Berufsverbandes geschickt, wobei dies mit der Bitte um Weiterleitung des E-Mails erfolgte (Schneeballprinzip). Die Auswertung der erhobenen Daten wurde mit dem SPSS-Programm durchgeführt.

Ergebnisse: Die Befundung erfolgt durch Einsatz von standardisierten motorischen Assessments (83,8 %) sowie standardisierten Assessments zur Erhebung von Alltagsfertigkeiten (61,2 %). Die Ziele werden mit Zielsetzungsinstrumenten (67,6 %) bei 71,6 % ErgotherapeutInnen unter Einbezug der Erziehungsberechtigen und des Kindes/Jugendlichen formuliert. Die angewandten Interventionsformen weisen eine hohe Übereinstimmung untereinander auf, wobei die Förderung von Alltagsfertigkeiten das höchste zeitliche Ausmaß einnimmt. In Hinblick auf die Anwendung von Konzepten wird eine deutliche Tendenz zur „Sensorische Integration“ (66,7 %) sowie dem „Cognitive- Orientation-to daily-occupational performance“ (44,4 %) deutlich. 66,7 %ErgotherapeutInnen geben häufig oder immer Heimübungsprogramme für Kinder und Jugendliche mit UEMF auf. Die Evaluation wird durch Beobachtung und Befragung (96,8 %) sowie mit Einsatz von Assessments (71,4 %) ausgeführt.

Conclusio: Allgemein existieren bereits große Ähnlichkeiten hinsichtlich der Befundung, Zielsetzung, Intervention, Evaluation etc., die sich auch mit den Empfehlungen der Deutsch-Schweizerischen Leitlinie decken.

Zusammenfassung (Englisch)

Background and aim: Children and adolescents with a developmental coordination disorder are often limited in their precious occupations in daily life. The assignment of occupational therapists is the improvement of the daily performance that children and adolescents are independent in their spheres of life (leisure, productivity, recovery and self-preservation) and do not suffer from social isolation or reduced self- esteem. The aim of this empirical work is to ascertain and compare the occupational therapy treatment on children and adolescents in Austria through a cross-section-design.

Methods: This survey consists of 35 questions. After some pre-tests the online-questionnaire was sent to all work groups of the professional association attached to an e-mail with the request of redirection (snowball principle). The analysis of the facts was done using the SPSS-program.

Results: Standardized, motoric tests (83,8 %) are used in the diagnosis as well as tests for daily activities (61,2 %). Goals are made through goal-instruments (67,6 %) and 71,6 % of the occupational therapists frame goals together with children/adolescents and parents. The interventions of the occupational therapists are similar to each other, but interventions referring to activities in the daily life are used the most. Concerning concepts there is a tendency to the “Sensory Integration (66,7%) and the “Cognitive- Orientation- to daily-occupational performance” (44,4 %). Occupational therapists often assign special tasks to children and adolescents. The evaluation is conducted through observation and inquiry (96,8 %) and through assessments (71,4 %).

Conclusion: Generally speaking, the analysis of the data shows a lot of similarities concerning the occupational therapists´ diagnoses, interventions etc., which match the recommendations of the German- Swiss guideline.