Titelaufnahme

Titel
Erhebung literaturbasierter ergotherapeutischer Therapiemöglichkeiten bei Anorexie, Bulimie und Adipositas
Weitere Titel
Inquiry of occupational therapy options in cases of anorexia, bulimia and obesity, based on relevant literature
VerfasserFridrich, Barbara
Betreuer / BetreuerinMulzheim, Susanne
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Anorexie / Bulimie / Adipositas / Therapiemöglichkeiten
Schlagwörter (EN)occupational therapy / anorexia nervosa / bulimia nervosa / obesity / occupational therapy options
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Viele Menschen in Österreich leiden unter einer Anorexie, Bulimie oder Adipositas. Neben den Kosten, die dadurch für das Gesundheitssystem entstehen, haben die Erkrankungen auch Auswirkungen auf den Alltag, die Lebensqualität und die Partizipation der Betroffenen.

Ziel:

Das Ziel dieses Literaturreviews ist die Erhebung ergotherapeutischer Therapiemöglichkeiten bei Anorexie, Bulimie und Adipositas, da in Fachbüchern oder Artikeln wenig bis keine Therapieansätze für diese Essstörungen zu finden sind.

Methodik:

Um die Fragestellung - Welche literaturbasierten ergotherapeutischen Therapiemöglichkeiten bei Anorexie, Bulimie und Adipositas gibt es? - dieser Arbeit zu beantworten, wurde in den Datenbanken CINAHL, PubMed, Medline und der Thieme E-Book Library eine Literaturrecherche durchgeführt. Neun Studien und ein systematischer Review entsprachen den vorher definierten Ein- und Ausschlusskriterien. Die Studien wurden mit dem Mc Master Formular zur Bewertung qualitativer und quantitativer Studien sowie dem PRISMA Statement bewertet. Nach der Bewertung wurden die Studien einem Evidenzlevel zugeordnet.

Ergebnisse:

Bei der Literaturanalyse von Zeitschriftenartikel wurden zwei verschiedene Handlungsansätze identifiziert: Top-down und Bottom-up. Bei allen drei Essstörungen werden nach derzeitigem Wissensstand beim Top-Down Ansatz Alltagshandlungen wie zum Beispiel Einkaufen, Kochen und Essen in der Therapie durchgeführt. Beim Bottom-up Ansatz werden bei Bulimie und Anorexie überwiegend Maßnahmen durchgeführt, die das Körperbild und die Körperwahrnehmung verbessern. Bei Adipositas setzen die Maßnahmen einerseits an einem gesunden Lebensstil an, andererseits spielt die Ermöglichung und Sicherstellung der Partizipation eine wichtige Rolle.

Zusammenfassung:

Aus den Ergebnissen der Studien geht hervor, dass der Großteil der angewendeten Interventionen und Maßnahmen nicht evidenzbasiert sind, da die deren Wirksamkeit nicht durch Outcome-Messungen belegt wurden. Darüber hinaus weisen die analysierten Studien geringe Stichprobengrößen auf. Daraus folgt, dass auf dem Gebiet der Ergotherapie bei Anorexie, Bulimie und Adipositas weitere Forschung mit Outcome-Studien und größeren Stichproben notwendig ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Background:

Many people in Austria suffer from anorexia, bulimia or obesity. Besides the costs incurred for the Austrian health care system, these diseases largely affect the everyday life and the quality of living of the concerned persons.

Aim:

The aim of this literature review is the inquiry of occupational options in cases of anorexia, bulimia and obesity, since there are little to no therapeutic approaches for eating disorders in reference books or scientific articles.

Methods:

In order to deal with and answer the key question of this paper, some literature research was realized (data from CINAHL, PubMed, Medline and Thieme E-Book Library). After excluding data, which do not meet the predetermined criteria, there remain nine studies and one systematic review. The mentioned studies were evaluated by means of the Mc Master Form and the PRISMA Statement (both for evaluation of qualitative and quantitative studies). After validation phase the studies were assigned to their appropriate level of evidence.

Results:

Through this literature analysis of journal articles, there were identified two main approaches: the top-down and the bottom-up principles. According to the current level of knowledge, all of these disorders can be ameliorated, in case of top-down principle, by relearning everyday activities like shopping, cooking and eating. Within the bottom-up principle it is all about the correction of the body image and the body awareness, especially in cases of anorexia and bulimia. When it comes to obesity everything is about creating a healthy and well-balanced lifestyle, in order to enable and ensure participation.

Conclusions:

The results of these studies show that the majority of the applied interventions and measures are not evidence-based, since their efficiency could not be proven by any outcome measures. Furthermore, the mentioned studies could only present a low sample size and this indicates that there is an enormous capability for more research concerning occupational options in cases of anorexia, bulimia and obesity.