Titelaufnahme

Titel
Die Anwendung der Handlungsorientierten Diagnostik und Therapie (HoDT) im ergotherapeutischen Prozess: Interviews aus der österreichischen Praxis
Weitere Titel
Implementations of the Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie (HoDT) in the occupational therapy process: Interviews with Austrian practitioners
VerfasserGruber, Theresa
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie / HoDT / ergotherapeutischer Prozess / Anwendung in der österreichischen Praxis / semistrukturiertes Interview / qualitative Inhaltsanalyse
Schlagwörter (EN)Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie / HoDT / occupational therapy process / implementations in Austrian practice / semistructured interview / qualitative content analysis
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie (HoDT) ist ein ergotherapiebasierendes, klientInnenzentriertes Konzept, das für erwachsene PatientInnen mit neuropsychologischen Störungen in Deutschland entwickelt wurde. Dort findet die HoDT in der Praxis Anwendung und es existieren Erhebungen diesbezüglich.

Ziel: Das Ziel dieser qualitativen Erhebung ist es, die Beeinflussung auf den individuellen Arbeitsalltag von österreichischen HoDT-AnwenderInnen aufzuzeigen. Dies wird anhand des ergotherapeutischen Prozesses bei neurologischen PatientInnen analysiert und untereinander verglichen.

Methode: Basierend auf den Erkenntnissen einer Literaturrecherche wurde für die Durchführung von drei semistrukturierten Interviews mit HoDT-AnwenderInnen im Raum Wien ein Interviewleitfaden entwickelt. Dieser umfasst Fragen zur Anwendung der HoDT anhand des ergotherapeutischen Prozesses sowie zur Beeinflussung des therapeutischen Arbeitens. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass Veränderungen im ergotherapeutischen Prozess seit dem HoDT-Kurs besonders in der Zielsetzung und Intervention durch ein klientInnenzentrierteres Vorgehen erkennbar sind. Alle Interviewpartnerinnen führen die Prinzipien „Awarenesserarbeitung“ und „Reduktion von Anforderungen“ aus. Besonders hat sich die therapeutische Haltung durch die Beachtung von Kapazitäten und Rehabilitation in drei Feldern, das Hinterfragen von Bedürfnissen und das Verständnis für lerntheoretische Kenntnisse sowie die Handlungslogik verändert. Des Weiteren fühlen sich die Interviewpartnerinnen kompetenter im transparenten Vermitteln von Inhalten an PatientInnen, Angehörige und KollegInnen des interdisziplinären Teams.

Schlussfolgerung: Die HoDT beeinflusst den ergotherapeutischen Prozess und die therapeutische Haltung bedeutend. Weitere Erhebungen sind notwendig, um die Beeinflussung der HoDT auf den ergotherapeutischen Prozess sowie das therapeutische Arbeiten in der österreichischen Praxis in verschiedenen Fachbereichen außerhalb der Neurologie und dem intramuralen Bereich darzustellen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The “Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie” (HoDT) is an occupational therapy-based, client-centred concept that was developed for adults with neuropsychological disorders. Existing literature is referring to the implemention of the HoDT in the German practice.

Aim of this qualitative survey is to demonstrate, analyse and compare the impact in everyday work with neurological patients of Austrian HoDT-practitioners based on the occupational therapy process.

Methods: Based on the findings of a literature research, a semistructured interview guide was developed to conduct the interviews with three HoDT-practitioners in and around Vienna. The interview guide contains questions about the implementation of the HoDT based on the occupational therapy process and the impact on therapeutic attitudes. Data was analysed with the qualitative content analysis of Mayring.

The results of the interview demonstrate transitions in “goal setting” and “intervention” of the occupational therapy process since the HoDT-practitioners pay more attention to a client-centred approach. All participants perform the principle “awarenessdevelopment” and “reduction of challenges”. Especially the therapeutic attitude has changed through more attention on the capacities of patients, working in rehabilitation fields, questioning needs and comprehension of learning theories as well as logic of perfomance. Furthermore, the participants feel more competent in conveying information transparently to patients, caregivers and colleagues.

Conclusions: The HoDT influence the occupational therapy process as well as therapeutic attitudes. More research is necessary to demonstrate the influence of the HoDT on the occupational therapy process and therapeutic attitudes on the Austrian practice in different fields and the intramural sector.