Titelaufnahme

Titel
Welche Bedeutung hat die Sekundäre Traumatisierung in der Sozialen Arbeit mit Flüchtlingen?
Weitere Titel
What is the significance of secondary traumatization in the social work with refugees?
VerfasserDangl, Anna
GutachterStangl, Michaela
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Sekundäre Traumatisierung / Psychotraumatologie / Soziale Arbeit mit Flüchtlingen / Traumatisierte Flüchtlinge
Schlagwörter (EN)Secondary traumatization / Psychotraumatology / Social work with refugees / traumatized refugees
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird die Bedeutung der Sekundären Traumatisierung bei Sozialarbeiter*innen in der Flüchtlingsarbeit diskutiert. Flüchtlinge erleben in ihrem Herkunftsland sowie auf der Flucht traumatische Ereignisse. Die deprivierenden Lebensumstände und der unsichere Aufenthaltsstatus im Aufnahmeland stellen oftmals eine weitere traumatische Erfahrung dar. Die Soziale Arbeit übernimmt in vielen Fällen die Betreuung und Beratung von Flüchtlingen und kommt somit in Berührung mit den traumatischen Erlebnissen und Belastungen der Klient*innen. Die Konfrontation mit dem Trauma sowie die spezifischen Herausforderungen in der Flüchtlingshilfe können bei den Sozialarbeiter*innen sekundäre traumatische Symptome bedingen. Nach einem kurzen Überblick über die Psychotraumatologie und den Zusammenhang zwischen Flucht und Trauma, werden die spezifischen Herausforderungen in der Sozialen Arbeit mit Flüchtlingen diskutiert. Anschließend wird eine theoretische Übersicht über die Konzepte der Sekundären Traumatisierung gegeben und die Risiken in der Sozialen Arbeit mit Flüchtlingen herausgearbeitet. Zuletzt wird die Wichtigkeit von adäquaten Bewältigungsstrategien und Präventionsmaßnahmen für die einzelne Sozialarbeiter*innen diskutiert, welche das Risiko einer Sekundären Traumatisierung minimieren und die psychische Gesundheit der Professionist*innen fördern. Bei der Bereitstellung der Versorgungsstrukturen für die Mitarbeiter*innen nehmen die Hilfsorganisationen sowie die Profession der Sozialen Arbeit eine bedeutende Rolle ein.

Zusammenfassung (Englisch)

The following thesis focuses on the relevance of secondary traumatization in the social work with refugees. Refugees mostly experience traumatic events in their country of origin and during their flight. The depriving living conditions and the unsure residence permit in the host country are often further traumatizations. In most of the cases social work is responsible for the care and counselling of refugees. Consequently social workers are confronted with the traumatic events and the distress of their clients. This can cause reactions of distress and of secondary trauma symptoms by the professionals. After an overview of psychotraumatology and the connection between flight and trauma, the challenges in the work with refugees in the social and political framework are described. Furthermore the paper discusses the theoretical concepts of secondary traumatization and presents afterwards the reasons for suffering from secondary traumatization in the context of the work with refugees. Finally the importance of preventive strategies for the social workers is discussed, which minimise the risk of suffering from secondary traumatization and support the mental health. Therefore social institutions as well as the profession of social work itself play a central role in providing possibilities for the prevention.