Titelaufnahme

Titel
Seikkula neuer Basaglia? Besteht ein Änderungsbedarf in der Sozialpsychiatrie?
Weitere Titel
Is Seikkula the new Basaglia? Is there need for a change in the social psychiatry?
VerfasserFeichtinger, Simone
Betreuer / BetreuerinLehr, Bernhard
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Franco Basaglia / Dr. Jaakko Seikkula / Psychiatriereformen / Sozialpsychiatrie / Offener Dialog / Kritik / Änderungsbedarf / Alternativen
Schlagwörter (EN)Mr Franco Basaglia / Dr. Jaakko Seikkula / Reforms / Social psychiatry / Open Dialogue / Criticism / Need for change / Alternatives
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Psychiatriereformen in den verschiedenen Ländern haben zu jenem System der Sozialpsychiatrie geführt, wie wir es heute kennen. Damals hat Franco Basaglia, ein italienischer Psychiater, die psychiatrischen Großkrankenhäuser geschlossen und somit für viel Aufregung gesorgt. Heute stellt Dr. Jaakko Seikkula, Pionier des „Offenen Dialogs“, in ähnlicher Weise die Sinnhaftigkeit von Krankheitsbegriffen infrage. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der Frage, ob Seikkula als neuer Basaglia gesehen werden kann und ob ein Änderungsbedarf in der Sozialpsychiatrie besteht.

Um diese Fragen beantworten zu können, wird in der vorliegenden Arbeit zu Beginn ein Blick in die Vergangenheit geworfen und die Psychiatriereformen in den Ländern Italien, Deutschland und Österreich dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit werden Elemente der gegenwärtigen Sozialpsychiatrie erläutert und kritisch hinterfragt. Weiters werden Forderungen, welche SozialpsychiatriekritikerInnen für die Zukunft der Sozialpsychiatrie haben, aufgezeigt. Das letzte Kapitel widmet sich dem „Offenen Dialog“ als Alternative zum traditionellen Behandlungsprozess. Hierbei liegt der Fokus auf den Prinzipien des „Offenen Dialogs“ und wie diese in die Praxis umzusetzen sind. Durch die Darstellung der Forschungsergebnisse dieses Konzeptes, soll die Effektivität dieser Alternative deutlich gemacht werden und dazu angeregt werden, zukünftig vermehrt über Alternativen nachzudenken.

Zusammenfassung (Englisch)

The contemporary system of social psychiatry is the result of various reforms in this area. Back then, an Italian psychiatrist, Mr Franco Basaglia, has caused a stir by shutting down major hospitals. Nowadays, Dr. Jaakko Seikkula, who has invented the „open dialogue“, is questioning, in a similar way to Basaglia, the meaningfulness of psychiatric diseases. Therefore, this thesis aims at finding out if Seikkula can be seen as a new Basaglia as well as if there is actually a need for changing the social psychiatry.

First of all, in order to answer the research question, the different changes in the psychiatry systems in selected countries, namely Austria, Germany and Italy, are shown. In the second chapter, the thesis moves on with depicting, analyzing and critically questioning today’s social psychiatry. Moreover, the thesis reveals what critics of the present system are demanding for the future. Finally, an interesting alternative to the traditional care process, the „open dialogue“, is presented. The focus of this chapter is set on explaining the principles of this dialogue as well as showing its implementation in practice. In order to depict the effectiveness of this new concept and at the same time encourage people to consider alternatives more extensively, research results in this area are included.