Titelaufnahme

Titel
Wenn Fäuste sprechen. Welche Einflüsse bedingen häusliche Gewalt? Welche Handlungsmöglichkeiten hat die Soziale Arbeit?
Weitere Titel
When Fists Talk. Which factors cause domestic violence? Which possible courses of action arise for the social work?
VerfasserKandler, Johanna
Betreuer / BetreuerinFrauscher, Silvia
Erschienen2016
Datum der AbgabeApril 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Häusliche Gewalt / Entstehung / Handlungsmöglichkeiten / Soziale Arbeit
Schlagwörter (EN)domestic violence / factors / courses of action / social work
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich zum einen mit der Frage, welche Einflüsse im Laufe des Sozialisationsprozesses auf eine Person einwirken können, sodass diese im Erwachsenenalter ein gewalttätiges Verhalten im häuslichen Kontext an den Tag legt. Zum anderen stellt sich auch die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten die Soziale Arbeit in diesem Zusammenhang vorweisen kann.

Zur Beantwortung der ersten Frage werden psychologische, neurobiologische und sozioökonomische Erklärungsmodelle vorgestellt. Dabei geht hervor, dass die Erziehung die wichtigste Rolle bei der Entstehung gewalttätigen Verhaltens spielen kann. Ob ein Kind Gewalt ausschließlich miterlebt oder ob es selbst zum Opfer wird, spielt bezüglich der Weitergabe von Gewalt innerhalb der Generationen beinahe keine Rolle.

In Hinblick auf die Handlungsmöglichkeiten gibt es sowohl präventive als auch intervenierende Angebote. Als österreichweites Präventionsprogramm wird die Initiative „Weiße Feder“ des Bundeministeriums für Bildung und Frauen genannt. Ziel dieser Initiative ist die Verhinderung der Entstehung von Gewalt in Kindergärten und Schulen. Schulsozialarbeit leistet im Rahmen dieser Initiative einen wichtigen Beitrag leistet.

Den Interventionen bei Gewalt in Paarbeziehungen liegt unter anderem das Gewaltschutzgesetz zugrunde. Diese gesetzliche Grundlage definiert die Handlungsmöglichkeiten der Justiz, der Polizei und der Sozialarbeit und war auch der Beginn der Entwicklung von Konzepten für Anti-Gewalt-Trainings, welche österreichweit für Täter*innen angeboten werden. Als Pionier dieser Art gilt das Wiener Anti-Gewalt-Programm, welches abschließend vorgestellt wird. Es zeigte sich, dass die Sozialarbeit bereits mannigfaltige Angebote gesetzt hat, wenngleich es eines weiteren Ausbaues dieser Angebote bedarf.

Zusammenfassung (Englisch)

This Bachelor thesis deals with two main questions. The first question is about which factors during the process of socialization influence a person to have daily violent behavior in the domestic context. The second question discusses the different possibilities of action that social workers have in cases of domestic violence.

In order to answer to the first question, psychological, neurobiological, and socio-economic theories and discussions will be presented. It will be clear that education plays the most important role in the development of violent behavior. Whether a child only witnessed violence or whether the child is the victim, the child’s involvement plays almost no role in the passing on of violence within generations.

Concerning the answer to the second question, social workers have the possibility to prevent or intervene in cases of domestic violence. Regarding prevention, the Federal Ministry of Education and Women will launch an Austrian-wide domestic violence prevention program called the “Weiße Feder”. The aim of this initiative will be to prevent the emergence of violence in kindergartens and schools. This will emphasize the importance of social workers’ contributions in schools.

In cases of domestic violence within romantic relationships, how social workers intervene is based primarily around the Violence Protection Act. This legal foundation defines the capabilities of the judiciary, the police and social workers. It also was the basis for the development of anti-violence training, and such anti-violence trainings are now offered throughout Austria for perpetrators. For example, the “Wiener-Anti-Gewalt Programm” will be presented as one of the pioneering programs. In conclusion, social workers have already established ways in preventing or intervening in cases of domestic violence; however, further improvement is required.