Titelaufnahme

Titel
"Brückentiere".Tiere als Vermittler d. Beziehung zwischen SozialpädagogInnen u. unsicher sowie desorganisiert gebundenen Kindern in Fremdunterbringung
Weitere Titel
“Bridge-Animals” as mediators of the relationship between social workers and insecure and disorganized bound children in foreign accommodation
VerfasserKögler, Sina Sophie
Betreuer / BetreuerinKaiser, Beatrix
Erschienen2016
Datum der AbgabeSeptember 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kinder in Fremdunterbringung / Bindungsstörungen / Beziehung / Tiergestützte Intervention / Sozialpädagogik
Schlagwörter (EN)Children growing up within a social-pedagogical institution / Attachment disorders / Relationship / Animal Assisted Therapy / Social-pedagogy
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Annahme, dass Tiere eine vielfach positive Wirkung auf Kinder haben. Vor allem im Bereich der therapeutischen Arbeit mit Kindern wird die tiergestützte Intervention bereits häufig eingesetzt, um einen ersten Kontakt zwischen Kind und Therapeutin herzustellen und einen ersten Zugang zum Kind zu bekommen. Die tiergestützte Intervention erscheint vor allem dann als eine sehr hilfreiche Unterstützung, wenn das Kind Bindungsstörungen aufweist, was sehr häufig bei Kindern in Fremdunterbringung der Fall ist. Das Ziel der pädagogischen Arbeit, eine Beziehung aufzubauen und die Entwicklung und Verselbstständigung des Kindes zu fördern, wird dadurch deutlich erschwert, da der auf negativen Bindungserfahrungen basierende Schutzmechanismus durch Übertragung auch das fehlende Vertrauen gegenüber anderen Menschen beeinflusst. Der Bindungsmechanismus ist aber ein wichtiger Faktor für die gesamte weitere Entwicklung. Der Aufbau einer sicheren Bindung gilt daher als besonders erstrebenswertes Ziel, um dem Kind die bestmögliche Entwicklung zu sichern. Tiere weisen hierbei die Eigenschaft auf, als unabhängig von gefestigten maladaptiven Bindungsmustern wahrgenommen zu werden. Sie übernehmen schnell die Funktion als „Vertrauenspersonen“ mit Bindungs- und Fürsorgecharakter, wobei sie unter anderem auch primäre Bindungsstrategien bei Kindern mit Bindungsstörungen aktivieren. Diese positive Verstärkung ermöglicht den Sozialpädagoginnen einen besseren Zugang. In Folge kann über eine sichere Tier-Kind-Bindung eine sichere Pädagoginnen-Kind-Bindung aufgebaut werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor thesis deals with the assumption that animals have a multiple positive effect on children. Especially within a therapeutic setting, the Animal Assisted Therapy is already used often for making a first contact between the social-pedagogue and the child and getting access to the child. The Animal Assisted Therapy seems to be an especially helpful support if the child shows an attachment disorder. Often this is the case for children who grow up in a social-pedagogical institution. The pedagogical target of building up a relationship and promoting the child’s development as well as the transition of independence gets clearly difficult to reach because due to a transmission the defensive mechanism which is based on negative attachment experiences also influences a lack of trust in other people. However, the attachment-mechanism is a decisive factor for the further development. Therefore, the construction of a safe bonding is a particularly important target to reach for enabling the optimal development for the child. Animals provide the particular quality of being perceived independent from established maladaptive patterns of attachment. Also, they are quickly assumed the function as “confident” with bond and care character and activate primary bonding strategies of children with attachment disorders. This positive reinforcement enables better access for the social pedagogues. As a result, a safe bonding between an animal and a child leads to the construction a safe pedagogues-child-bonding.