Titelaufnahme

Titel
Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit-Professionalisierungsprojekt oder Derivat des New Public Management?
Weitere Titel
Impact orientation in social work – A project for professionalism or a derivative of the New Public Management?
VerfasserNosko-Wittmann, Birgit
Betreuer / BetreuerinKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit / New Public Management / Evidence-Based-Practice / Effective Citizen / Transformation des Sozialen / Repolitisierung von Sozialer Arbeit
Schlagwörter (EN)impact orientation in social work / New PublicManagement / Evidence-Based-Practice / Effective Citizen / social transformationprocess / political re-organisation of social work
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die derzeitige Konjunktur der Wirkungsorientierung hängt damit zusammen, dass vermehrt von Sozialer Arbeit verlangt wird, in Zeiten leerer Staatskassen Effektivität und Effizienz ihrer Leistungen zu beweisen. (vgl. Polutta et al. 2010, 9). Die fachliche Debatte wird dabei immer mehr mit einem verwaltungstechnischen und politischen Programm verknüpft, das zu einer an Kosten-Nutzen-Kriterien-orientierten Steuerung von öffentlichen Leistungen führt. Dieses Reformkonzept richtet sich neben der Wissenschaft an alle verantwortlichen Akteur_innen sozialpolitischen Handelns: Politik, Verwaltung, Träger, Professionelle und die Nutzer_innen sozialer Arbeit. Wirkungsorientierte Steuerung verbindet somit Politik-, Verwaltungs- und Gesellschaftsreform mit Elementen des New Public Management. Auch wenn sich die Frage nach Wirkung analytisch in Diskurse um Professionalität, um Forschungsparadigmen und um Marktorientierung bzw. Neue Steuerungsmodelle unterscheiden lässt, so gibt es dennoch Verschränkungen und Schnittflächen, die in dieser Arbeit nachgezeichnet werden sollen, wobei auf Grund der Vielfalt nur einzelne Diskurslinien ausschnitthaft skizziert werden. Nachdem in der Wirkungsforschung „Evidence-Based Practice“ breit diskutiert wird, folgt eine Auseinandersetzung bezüglich der dahinter liegenden Forschungslogik und Konsequenzen für die sozialarbeiterische Praxis. Aus professioneller wie disziplinärer Sicht werden neben der Kritik mit diesem Ansatz aber auch Hoffnungen verbunden, die empirische Basis für die Soziale Arbeit substantiell zu erweitern und so die Professionalisierung voran zu treiben. In der vorliegenden Arbeit wird zusätzlich den Fragen nachgegangen, welche Hintergründe und Logiken der Wirkungsorientierung zu Grunde liegen und welches Ziel, welcher Nutzen gesamtgesellschaftlich gesehen durch die politische Steuerung angestrebt wird. Die Figur des „Effective Citizen“ und deren Implikationen für die Soziale Arbeit werden dabei veranschaulicht. Abschließend werden Perspektiven für einen konstruktiven Umgang mit dem komplexen Thema der Wirkungsorientierung für die Soziale Arbeit aufgezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

The current economic activity of an impact orientation is associated with an increase of demand on social work, which in times of empty treasuries is supposed to prove the effectiveness and efficiency of its achievements (Polutta et al. 2010, 9). The technical debate will be more and more associated with an administrative and political programme that leads to a regulation of public activities, which is oriented to cost-benefit criteria. This concept of reform beside science addresses itself also to all responsible stakeholders of socio-political actions: politic, administration, provider, professionals and users of social work. A regulation of impact orientation thus connects the reform of politic, administration and society with elements of the „new public management“. Even if it is possible to analytically differentiate the query about impact in discourses about professionalism, research paradigms and orientation of the market or new models of regulation, nevertheless there are interleaving and intersections that should be retraced in this work, whereupon, due to the diversity, only single lines of discourse can be drafted. After the research of impact was widely debated as an “evidence based practice”, the result was an examination regarding the logic of research lying behind and the consequences for the practice of social work. Based on a professional and disciplinary view, beside the criticism this approach is also connected with the hope of amplifying substantially the empirical basis for social work and thus promoting the professionalism. The present work follows the question about which background and logic of impact orientation are basic as well as which goal and profit are striven through the political regulation seen from the society as a whole. In this process, the work illustrates the figure of the “effective citizen” and its implication for the social work. In conclusion, it also presents the perspectives for a constructive way to deal with the extensive subject of impact orientation.