Titelaufnahme

Titel
Traumapädagogik - Interventionen für Kinder und Jugendliche mit Komplextraumatisierung in stationären Einrichtungen
Weitere Titel
Trauma pedagogy - Interventions for children and Teenagers with complex traumatization in stationary accomodation
VerfasserSisko, Carmen
GutachterKaiser, Beatrix
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Trauma / Traumapädagogik / Kinder und Jugendliche
Schlagwörter (EN)Trauma / Trauma pedagogy / Children and adolescents
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit setzt im Zuge von Literaturrecherche mit dem Bereichen Trauma und Traumapädagogik auseinander, nimmt Bezug auf Hintergründe und Bezüge traumatisierter Kinder und Jugendlicher in Fremdunterbringung und beleuchtet für diese nötige grundlegende Interventionen. Weiters wird auf Ansprüche an Betreuende eingegangen, um deren optimale Begleitungskapazität ausschöpfen zu können. Kinder und Jugendliche in stationären Unterbringungen haben meist traumatiserende Erfahrungen in ihrer Biographie aufzuweisen. Aus den in der Kindheit erfahreren Komplextraumatisierungen entstehen Verhaltensmuster, die für traumaunerfahrene Personen unnachvollziehbar sind. Betroffene sprengen den Rahmen der Alltagspädagogik und werden in weiterer Folge des Öfteren als nicht zu haltendes Klientel stigmatisiert. Sie bedürfen eines Umfelds, welches durch traumaspezifisches Wissen dafür sensibilisert ist, ihr Verhalten mit Affektdurchbrüchen als notwendige Überlebensstrategien in ihrer Vergangenheit zu werten, wodurch eine wohlwollende und wertschätzende Haltung ihnen gegenüber etabliert werden kann. Aufgrund dessen befasst sich die hier vorgestellte Arbeit mit der Notwendigkeit klinischer Kompetenzen der Professionist*innen, welche in der stationären Jugendhilfe tätig sind und postuliert Möglichkeiten, selbst- und fremdgefährdende, delinquente oder auch ständig abgängige Minderjährige möglichst ressourcenorientiert begleiten zu können. Des Weiteren versucht die Autorin dafür zu sensibilisieren, welche besonderen Bedürfnisse traumatisierte Kinder und Jugendliche haben und von welcher Relevanz im Alltag gesetze Grundinterventionen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The hereby introduced thesis on hand discusses the areas of trauma and trauma pedagogy, refers to backgrounds of traumatized children and adolescents in out of home care and stationary accomodations and examines the necessary basic measures of interventions for them. It also responds to the demands to professionals who are working in such accomodations and are handling traumatized young people as to tap their ful potential regarding their companionship to the traumatized. Children and adolescents in stationary placements often have suffered from traumatizing events in their pasts and because of these early complex traumatic experiences they have developed behavioral patterns which are not comprehensible to persons who are not educated in the field of trauma and trauma pedagogy. Affected inpatients break the mold of conventional daily routine pedagogy and hence sooner or later become stigmatized as unsustainable. They are in need of a setting which provides traumaspecific knowledge and thus is sensitized for the fact that their behavior with their affect onsets are necessary survival strategies from their pasts. Such a setting can establish a benevolent and appreciative attidude towards them. As a result this paper considers the necessity of clinical expertise of the professionals working in stationary settings and postulates means to accompany in a resource-oriented manner self-endangering, imperiling, delinquent or also often missing minors. Furthermore the author tries to sensitize what special necessities traumatized children and adolescents have and what relevance basic measures of intevention have for their daily lives.