Titelaufnahme

Titel
Hörende Eltern hörgeschädigter Säuglinge. Welche Möglichkeiten hat die Soziale Arbeit, um Eltern mit einem hörgeschädigten Säugling zu unterstützen?
Weitere Titel
Hearing parents of hearing impaired infants. What possibilities can social work offer to Support parents of hearing impaired infants?
VerfasserVelissaris, Melina
Betreuer / BetreuerinTegel, Marlies
Erschienen2016
Datum der AbgabeDezember 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Hörschädigung / Klinische Sozialarbeit / Trauerprozess
Schlagwörter (EN)hearing impairment / clinical socialwork / griefing process
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In Österreich werden jährlich ein bis zwei von 1.000 Säuglingen mit einer Hörschädigung geboren. Ungefähr 90 Prozent der hörgeschädigten Kinder leben bei hörenden Eltern. Die Diagnose der Hörschädigung löst bei hörenden Eltern oft eine Lebenskrise aus, da sie mit dieser Situation überfordert sind und Gefühle der Hilflosigkeit empfinden. Die Betroffenen müssen ihre Trauer über den Verlust eines „gesunden“ Kindes verarbeiten und ein neues Lebenskonzept finden. Der Verlauf des Trauerprozesses nach Verena Kast (1989) und Erika Schuchardt (1996) soll verständlich machen, welche Phasen die Eltern durchleben.

Eine professionelle Begleitung der Trauerarbeit ist Vorbereitung auf die Annahme des Schicksals und erweckt Selbstvertrauen und Selbstachtung, um ein neues Lebensmuster zu gestalten. Die Aufgabe klinischer Sozialarbeit ist es, Selbsthilfekräfte und Eigenaktivität der Eltern zu unterstützen und Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Sie begleitet die Klient_innen teilnehmend, indem sie auf Ressourcenaktivierung abzielt und Handlungshilfen zur Problemlösung anbietet.

Zusammenfassung (Englisch)

Each year in Austria one or two out of every 1,000 infants are born aurally handicapped. Of these approximately 90% live with hearing parents. A diagnosis of “hearing impaired“ can often trigger a crisis for the hearing parents of the child, leaving them feeling helpless and overwhelmed by the situation. The parties involved have to overcome their grief for the loss of their “healthy“ child, and try to find a new concept of life. According to Verena Kast (1989) and Erika Schuchardt (1996), there are several key stages in the grieving process that parents have to go through.

A key component of grief work is preparation for the acceptance of this new destiny and the awakening of self-confidence and self-respect for the creation of a new life pattern. The task of clinical social work is to support the self-help and self-activity of the parents, and to give them an outlook on the future. They aid clients by taking advantage of resource activation and providing action aids for problem solving.