Titelaufnahme

Titel
Wie sich übergewichtige Volksschulkinder wahrnehmen - Eine vergleichende Gegenüberstellung von Körperbildzeichnungen und standardisierten Fotos
Weitere Titel
Self perception of overweight children in elementary school - A contrasting juxtaposition of kbz and standardised photographs
VerfasserFritz, Mikko Juhani
Betreuer / BetreuerinJelem-Zdrazil, Elisabeth
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemaufriss

Auf der Welt gibt es rund eine Milliarde übergewichtige Menschen, davon sind etwa 300 Millionen Menschen adipös. Weltweit sind 22 Millionen Kinder unter fünf Jahren adipös. Unter den fünf bis 17-jährigen sind 155 Millionen (7,3%) übergewichtig, darunter circa 40 Millionen (2,7%) adipöse Kinder. Amerika und Europa führen die weltweiten Statistiken betreffend Übergewicht an. Adipositas tritt vermehrt bereits im Kindesalter auf, was grundlegenden Einfluss auf die Ausprägung des individuellen Lebensstils hat und somit im Erwachsenenalter diverse körperliche Begleit- und Folgeerscheinungen nach sich zieht. Aufgrund der häufigen Persistenz von Übergewicht durch die Adoleszenz gilt es, besondere Aufmerksamkeit auf präventive Therapiemaßnahmen im Kindesalter zu legen. Dadurch werden positive Effekte auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, Vitalität sowie Mobilität der Betroffenen erreicht. Gegensteuernde Maßnahmen verfolgen den Ansatz, die körperliche Gesundheit der Betroffenen zu fördern sowie die psychische Komponente der Erkrankung in eine positive Richtung zu lenken. Übergewichtigen muss mittels Kontakt, Nähe, Befriedigung im sozialen Bereich und Hilfe bei der Überwindung von Frustrationen geholfen werden, deren Beschwerden, die meist psychischer Natur sind, zu bessern. Durch die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche lassen sich von beiden Seiten positive Inputs setzen, welche bei richtiger Anwendung den Gegenpart ebenfalls günstig beeinflussen. Das Ziel dieser Arbeit ist, anhand angefertigter Körperbildzeichnungen nach Jelem zu untersuchen, ob Kinder im Volksschulalter ihr Übergewicht abbilden, oder die Proportionen des Körperschemas idealisiert darstellen. Als Realitätsvergleich zu den Körperbildzeichnungen werden Körperumrisse standardisierter Fotos dieser Kinder in Dorsalansicht herangezogen, welche die tatsächlichen Körperproportionen der Kinder zeigen. Des Weiteren wird untersucht, ob sich die Körperbildzeichnungen der Mädchen und Jungen in Bezug auf eine realistische Ausführung ihrer Körpergröße und Körperproportionen unterscheiden. Anschließend wird die emotionale Komponente - anhand formaler Kriterien der Körperbildzeichnungen nach Jelem - mithilfe der Analyse des farblichen Aspekts der einzelnen Körperbildzeichnungen interpretiert.

Zentrale Fragestellung

Bilden übergewichtige Volksschulkinder in Körperbildzeichnungen nach Jelem ihre Körperlichkeit in Bezug auf ihre Körperausdehnung ab?

Unterfragen

Gibt es für übergewichtige Kinder generell charakteristisch vermehrt ausgedehnte Körperbereiche?

Welche Parameter lassen sich für eine diesbezügliche Erhebung festlegen?

Werden die Proportionen die für Übergewicht typisch und relevant sind in den Körperbildzeichnungen nach Jelem realistisch dargestellt?

In welcher Weise unterscheiden sich die unrealistischen Zeichnungen von den realistischen Zeichnungen?

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede?

Was lässt sich anhand der Körperbildzeichnungen nach Jelem mittels dem Parameter „Farbe“ über die emotionale Befindlichkeit eines Kindes sagen?