Bibliographic Metadata

Title
Rehabilitation nach vorderer Kreuzbandruptur – Ein Vergleich der aktiven und passiven Assessments im physiotherapeutischen Prozess.
Additional Titles
Rehabilitation after anterior cruciate ligament ruptures - a comparison of aktive versus passive assessments in the physiotherapeutic process.
AuthorKapl, Matthias
Thesis advisorReicher, Eva
Published2016
Date of SubmissionMarch 2016
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Das Ziel der vorliegenden nicht-empirischen Forschungsarbeit ist es den aktuellen Stand der Wissenschaft bezüglich der Befunderhebung von Kniegelenksinstabilitäten, anhand der gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen der Literaturrecherche, aufzuzeigen.

Im Rahmen der Bachelorarbeit wurden speziell die anatomischen, sowie biomechanischen und neuromuskulären Gegebenheiten des vorderen Kreuzbandes beschrieben um eine Basis für die weiterführenden Kapiteln und im weiteren Sinne für die Bachelorarbeit 2 zu schaffen. Weiters behandelt diese Forschungsarbeit die Pathomechanik von Rupturen des vorderen Kreuzbandes, da diese einen wesentlichen Einfluss auf die Auswahl der Assessments haben.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der aktuellen Literaturrecherche, ist besonders die Komplexität der Knieinstabilität, als Folge einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes, welche einerseits auf mechanische Hintergründe und andererseits auf propriozeptive beziehungsweise neuromuskuläre Defizite zurückzuführen ist, hervorzuheben.

Auf Basis dieses Hintergrundes wird in der aktuellen Literatur eine Differenzierung in eine mechanische und eine funktionelle Instabilität getroffen. Bedingt durch diese Unterscheidung ist die Suffizienz von passiven Assessments zur ganzheitlichen Beurteilung der Kniegelenksstabilität kritisch zu hinterfragen.

In der aktuellen Literatur gibt es eine Vielzahl an passiven Testungen zur Beurteilung der Stabilität des Kniegelenks, welche durch gezielten Stress auf das vordere Kreuzband, beziehungsweise die Kreuzbandplastik versuchen die Problematik, im Sinne einer Instabilität, zu reproduzieren und so Aussagen über die passive Sicherung des Kniegelenks treffen zu können. Diese Assessments sind im Bezug auf die Gütekriterien, in der aktuellen Literatur gründlich erforscht, was sich durch die Fülle der Studien in den Online-Datenbanken zeigt.

Dem gegenüber ist die Anzahl an standardisierten, funktionellen Assessments, welche neben der ligamentösen Suffizienz zusätzlich die neuromuskulären Aspekte testen und so Aussagen über die funktionelle Stabilität des Kniegelenks erlauben, vergleichbar gering. Eben dieser Mangel an standardisierten Tests wird in der Studie von Hildebrandt et al. als Anstoß für die Entwicklung einer Testbatterie zur Beurteilung der funktionellen Stabilität angeführt.

Im Rahmen der Literaturrecherche, der Bachelorarbeit 1, konnten keine Studien gefunden werden, welche funktionelle und passive Assessments anhand der Gütekriterien vergleichen.

Ziel der Bachelorarbeit 2 ist es sowohl die effektivsten, aktiven Testverfahren, als auch die gängigsten passiven Assessments, im Rahmen des physiotherapeutischen Prozesses, im Zuge einer weiterführenden Literaturrecherche zu finden und nachfolgend die Vor- beziehungsweise Nachteile dieser, anhand eines Vergleiches der Gütekriterien der empirischen Forschung, darzustellen.