Bibliographic Metadata

Title
Qualitätssicherung im Work-integrated learning-Umfeld
Additional Titles
Quality Assurence in the Work-integrated Learning Environment
AuthorRoth, Lehel
Thesis advisorEder, Angelika
Published2016
Date of SubmissionMarch 2016
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die Ausbildung lässt sich in zwei Bereiche einteilen: der theoretische und praktische Unterricht an der Fachhochschule und mehrere Praktika, bei denen die Studenten und die Studentinnen unter Supervision direkt an Patienten / Patientinnen arbeiten können.

Durch die Akademisierung in Österreich kam es zu zahlreichen Veränderungen, durch die auch die Praktikumsstellen betroffen sind. In der Studie „Wie denken die Physiotherapeuten in den Praktikumsstellen über die Ausbildung an der Fachhochschule?“ an der FH Johanneum Graz wurde gefolgert, dass das die Praktikumsstellen über die Veränderungen in der Ausbildung – von Akademie zu Fachhochschule – erst mit dem Start der ersten Jahrgänge informiert wurden. Es lässt sich rückschließen, das die Information für so einen einschneidenden Veränderungsprozess zu spät erfolgt und der Informationsmangel und der Verlust an Mitgestaltung die Haltung der Praktikumsstellen negativ mitbestimmten. Daher sei es notwendig mit Transparenz und Kommunikation die Praktikumsstellen als Interessensgruppe der Ausbildung kooperativ und aktiv in den Prozess einzubinden.

Ziel dieser Arbeit ist es mit Hilfe einer grundlegenden Literaturrecherche die relevanten Informationen der Professionsentwicklung und Methoden von Seiten der theoretischen Ausbildung in Bezug auf Work-integrated learning (WIL) darzustellen und an Hand der qualitativen Forschungsmethode von Experteninterviews mit den zuständigen Koordinatoren / Koordinatorinnen des Studienganges Physiotherapie am FH Campus Wien aus den Ressorts theoretische Ausbildung, praktische Ausbildung, Studiengangskommunikation & Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätsarbeit soll die zentrale Fragestellung erörtert werden. Die erhobenen Daten werden nach der Transkription mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring interpretiert und diskutiert werden, und in weiterer Folge werden diese Daten mittels einer Daten-Triangulation in Zusammenhang gebracht und mit bestehender Literatur verglichen.

Der WCPT hat 2011 Richtlinien für die klinische Ausbildungskomponente festgelegt, welche im Folgenden auszugsweise erläutert werden. In diesen Richtlinien werden in 4 Kapitel Empfehlungen an den Vertrag, die Erwartung an den Koordinator / die Koordinatorin der klinischen / praktischen Ausbildung, die Erwartung an den Praktikumsanleiter / die Praktikumsanleiterin und die Erwartungen an die Studierenden gestellt.

Der Koordinator / die Koordinatorin für die klinische / praktische Ausbildung als auch der / die klinischen Praktikumsanleiter / Praktikumsanleiterin fördern und beraten als Mentoren die Studierenden um auf ein praktisches Niveau entsprechend ihrer akademischen Ausbildung zu gelangen.

Als Mittel zur Bewältigung der Sorgen in der Studentenentwicklung, gibt es ein Interesse an der Förderung des universitären Lernens, welches weniger didaktisch und dafür mehr partizipativ und an der „realen Welt“ orientiert ist. Diese Art des Lernens wird Workintegrated Learning genannt. Der Begriff beschreibt im speziellen ein Konzept für die Karriere-fokussierte Ausbildung, welche sowohl Lernen im Klassenzimmer als auch in der praktischen Arbeitswelt vereint um der berufliche Qualifikation zu entsprechen.