Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen von Präventionsprogrammen auf ACL Verletzungen im Fußball
Weitere Titel
The outcome of ACL injury prevention at football
VerfasserSchöny, Stephanie
GutachterZajicek, Monika
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Verletzungen des vorderen Kreuzbandes sind im Fußball sehr häufig anzutreffen, da dieser Sport eine sehr hohe Intensität hat. Frauen sind davon 2-3 Mal häufiger betroffen, als Männer. Bei der Entstehung einer ACL Ruptur wirken viele Faktoren und Mechanismen ein. Zu diesen zählen extrinsische Kräfte, wie beispielsweise Kontakt mit dem Gegner oder der Gegnerin, das Tor, ein unzureichendes Aufwärmprogramm oder das Schuhwerk. Der Anteil von Verletzungen dieser Art beträgt 30%, die übrigen 70% entstehen durch kontaktlose Mechanismen. Dazu gehören unter anderem schnelle Richtungswechsel und die Landung nach Sprüngen, sowie die neuromuskuläre Kontrolle und Muskelaktivitäten. Die physische und psychische Ermüdung steht mit Verletzungen aufgrund internistischer Faktoren in engem Zusammenhang. Dahingegen spielen anatomische Voraussetzungen und Hormone eine geringere Rolle.

Ein wichtiger Beitrag zur Verletzungsprävention ist auch die Bewegungskontrolle. Jede Bewegung durchläuft vor der Ausführung einige Prozesse im zentralen Nervensystem. Öfters wiederholte Bewegungsabläufe werden im motorischen Gedächtnis abgespeichert. Im Training sollte man auch immer wieder Störfaktoren miteinbeziehen, um das Gehirn auch darauf zu schulen. Zudem ist die Propriozeption wichtig, welche die Verantwortung für die Kniestabilität trägt. Bei einem Ermüdungszustand kann es zu inadäquaten Regulationen kommen und weiterführend zu Verletzungen.

Um diese essentiellen Mechanismen zu schulen und negative Einwirkungen zu relativieren, stehen Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen vielfache Präventionsansätze zu Verfügung. Einige davon haben ähnliche Ansätze, wie Übungen für die Rumpfstabilität, Kräftigung der sportartspezifischen Muskulatur, dynamische Stabilisationsarbeit, Gleichgewichtstraining und ein ganzheitliches Aufwärmprogramm. Diese Arbeit befasst sich mit zwei Präventionsprogrammen und stellt diese Gegenüber, um eine Aussage darüber zu treffen, welche Signifikanz und Wirksamkeit die Programme bei der Prävention von ACL-Rupturen haben. Die erste Präventionkonzept trägt den Namen PEP (Prevent Injury, Enhance Performance) und besteht aus den Komponenten Aufwärmen, Krafttraining, Psyometrie, Gewandtheit und Dehnung. Dem Gegenüber steht FIFA 11+, welches im Gegensatz zu PEP nicht speziell gegen ACL Rupturen ausgelegt ist, sondern eher einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt. Es hat drei Teile, wobei zwei aus Laufübungen bestehen und eine aus Übungen für Kraft, Plyometrie und Gleichgewicht.

Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine nicht-empirische Forschungsarbeit. Die Literatursuche wurde in verschiedenen Datenbanken, elektronischen Zeitschriftenbibliotheken, in der Bibliothek der FH Campus Wien und im World Wide Web durchgeführt. Zur Strukturierung wurde das PICO-Modell herangezogen und die Auswahl der Literatur in einem Flowchart grafisch dargestellt. Die Bachelorarbeit 2 beschäftigt sich mit der Beantwortung der zentralen Forschungsfrage, welche Auswirkungen Präventionsprogrammen auf ACL Verletzungen im Fußball haben.