Titelaufnahme

Titel
Klinische Signifikanz von irregulären antierythrozytären Antikörpern unter besonderer Berücksichtigung der Avidität
Weitere Titel
Clinical significance of irregular antibodies with special focus on avidity
AutorInnenLeroch, Stephanie
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Irreguläre antierythrozytäre Antikörper / klinische Signifikanz / Avidität / HTLA / Immunhämatologie
Schlagwörter (EN)red cell antibodies / clinical significance / avidity / HTLA / immunohematology
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der klinischen Signifikanz irregulärer antierythrozytärer Antikörper mit besonderem Augenmerk auf die Avidität. Irreguläre Antikörper können bei Transfusionen mit Erythrozytenkonzentraten, welche das korrespondierende Antigen enthalten, hämolytische Transfusionsreaktionen verursachen, dies kann in manchen Fällen bis zum Tod führen. Seit der Entdeckung des ABO-Blutgruppensystems wird auf eine ABO-kompatible Transfusion geachtet, da es durch die Isoagglutinine zu schweren intravasalen Hämolysen kommen kann. Grundsätzlich wird für Transfusionen immer Blut, das bzgl. der (ir-)regulären Antikörper kompatibel ist ausgewählt. In seltenen Fällen, wenn es schwierig oder unmöglich ist, in angemessener Zeit kompatibles Blut zur Verfügung zu stellen wie z.B. bei multiplen Antikörperspezifitäten oder High Incidence Antigenes (HIA) werden davon Ausnahmen gemacht. Es weisen nicht alle Antikörper klinische Signifikanz auf und sind daher nicht transfusionsrelevant. Dies ist vor allem bei high incidence antigenes, welche mehr als 99% der Bevölkerung tragen, zu beachten, da hier antigennegative Konserven oft sehr schwierig oder nur mit Verzögerungen bereitzustellen sind. In der Literatur ist die klinische Signifikanz vieler Antikörper bereits beschrieben, allerdings gibt es auch Antikörper über die bis jetzt nur wenig bekannt ist. Verschiedene Eigenschaften der Antikörper, wie Reaktionstemperatur, Immunglobulinklasse und die Fähigkeit zur Komplementaktivierung geben Hinweise darauf, ob der Antikörper eine klinische Signifikanz aufweist oder nicht. Eine weitere Eigenschaft der irregulären antierythrozytären Antikörper ist die Avidität, welche ein Maß für die Bindungsstärke des gebundenen Antikörpers ist. Sie hängt von der Affinität der einzelnen Antigen-Antikörper-Bindungen, der Art des Antikörpers (IgG, IgM,) sowie der Antigendichte auf der Erythrozytenmembran ab. Es wird davon ausgegangen, dass Antikörper, welche in hohen Titerstufen nachweisbar sind auch im Hämagglutinationstest starke Reaktionen zeigen und hoch Avide sind. Eine Ausnahme bildet hier eine Gruppe von Antikörpern, sogenannte High Titer Low Avidity Antikörper (HTLA), die in hohen Titerstufen noch immer schwache Reaktionen zeigen, allerdings niedrig Avide sind und keine klinische Signifikanz aufweisen. Unter der Berücksichtigung aller Faktoren, kann die Avidität der antierythrozytären irregulären Antikörper zusätzlich einen wichtigen Hinweis auf die klinische Signifikanz geben.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with clinical significant irregular antibodies and the influence of their avidity. Irregular antibodies can cause severe hemolytic transfusion reactions and therefore it is essential to identify these. Since Landsteiner discovered the ABO-blood group system and the knowledge that they can cause severe intravascular hemolytic transfusion reactions, antigen negative blood has to be selected for transfusion. However, not all irregular antibodies are clinical significant. Antibodies against high frequency antigens can lead to difficulties providing compatible blood and should just be considered in case of clinical significance. Many antibodies are well described in literature but there are still antibodies which are not well investigated. Different characteristics of the antibodies can give a clue of the clinical importance, such as reaction temperature. This can be helpful for the decision if antigen negative blood is required or not. Another characteristic of the antibody is the avidity. The avidity is determined by the affinity of antigen-antibody-complex, the structure of the antibody (IgG, IgM) and the antigen dose on the red blood cell membrane. If an antibody is in high dilutions delectable, the reactions and avidity might be high. Otherwise there is a group of antibodies, High Titer Low Avidity (HTLA), which still shows weak reactions in high dilutions and is not clinical significant. With respect to all the other factors, the avidity of the antibody could be an additional hint for clinical significance of irregular antibodies.

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