Titelaufnahme

Titel
Antimikrobielle Wirkung verschiedener Antibiotika auf Streptococcus pneumoniae und andere Streptokokken, Resistenzphänomene und Sensibilitätsprüfung
Weitere Titel
Antimicrobial effect of different antibiotics on Streptococcus pneumoniae and other streptococci, resistance phenomena and susceptibility testing
VerfasserSchmalzbauer, Belinda
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Streptokokken / Pneumokokken / Antimikrobielle Wirkung / Antibiotikaresistenzen / Empfindlichkeitsprüfung
Schlagwörter (EN)Streptococci / Pneumococci / Antimicrobial Effect / Antimicrobial resistance / Susceptibility testing
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Literaturarbeit geht es um die Relevanz der Antibiotikaresistenzen in Bezug auf Streptokokken. Streptokokken sind Mikroorgansimen, die lebensbedrohliche Krankheiten verursachen können.

Vor allem bei Streptococcus pneumoniae, dem Erreger der Pneumonie, der durch seine hohe Morbidität und Mortalität weltweit einen gefürchteten Infektionskeim darstellt, gilt die nachlassende Sensibilität gegenüber vieler antimikrobieller Substanzen als sehr problematisch. Weitere relevante Spezies sind S. pyogenes, der Erreger von Scharlach, Angina und Weichteilinfektionen, S. agalactiae, der Meningitis und Sepsis bei Neugeborenen hervorruft, sowie die Endokarditis verursachenden Viridans-Streptokokken.

Antimikrobielle Substanzen haben verschieden Wirkmechanismen und werden so gezielt eingesetzt. Resistenzen gegenüber Antibiotika können aus unterschiedlichen Gründen entstehen. Sie treten entweder durch genetisch bedingte Unempfindlichkeit gegenüber bestimmter Substanzen auf, oder sie entstehen durch Genmutation und Genübertragung.

Besonders häufige Resistenzgene sind mef, erm und tet. Vor allem auf genetischer Ebene ist es von großem Interesse über die Ursachen der abnehmenden Empfindlichkeiten Bescheid zu wissen. Nur wenn die Resistenzmechanismen vollständig verstanden werden, kann an Substanzen geforscht werden, um jene zu unterbinden. Beobachtete Phänomene bei Antibiotikaresistenzen von Streptokokken sind zum Beispiel aktive Effluxpumpen, Modifikationen der Zielbindungsstellen oder veränderte Stoffwechselwege.

Epidemiologisch ist das Vorkommen von Antibiotikaresistenzen bei Streptokokken in Europa sehr unterschiedlich. Es zeigt sich überwiegend in südlichen und südöstlichen europäischen Ländern ein gehäuftes Auftreten dieser Phänomene.

Mikrobiologische Nachweismethoden zur Sensibilitätsprüfung von Bakterien können manuell oder automatisiert stattfinden. Zu den in der Routine verwendeten Methoden zählen der Plättchendiffusionstest, Gradiententest und der Bouillonverdünnungstest. Durch automatisierte Systeme ist es möglich Inkubationszeiten sehr gering zu halten.

Zusammenfassung (Englisch)

This literature study shows the relevance of antimicrobial resistance related to streptococci. Streptococci are microorganisms that can cause life-threatening diseases.

Especially Streptococcus pneumoniae, the causative organism of pneumonia, is a formidable species with high morbidity and mortality. The decreased susceptibility of S. pneumoniae against antimicrobial substances is extremely problematic.

Other relevant species are S. pyogenes, the causative organism of scarlet fever, angina and soft tissue infections, S. agalactiae, which induces meningitis and sepsis in new-born, and the endocarditis-causing viridans streptococci.

Antimicrobial substances show different mechanisms to have a certain effect on bacteria. Resistances against antibiotics can have diverse reasons. Either they can have a natural genetic non-susceptibility against certain substances, or they can develop through genetic mutation or genetic transfer. Very common resistance genes are mef, erm and tet.

Especially on the genetic level there is a big interest to understand the basic causes of decreasing susceptibilities. Observed phenomena are for example active efflux, modification of target binding site and modified metabolisms. Only if the mechanisms behind are fully understood substances against those can be developed.

The epidemiology shows that most of the antimicrobial resistances of streptococci occur in south and south-east European countries.

Microbiological methods for susceptibility testing of bacteria can either be manual or automatically. The manual methods used in routine are the disk diffusion test, Etest and broth dilution test. An automatically microdilution test can reduce the incubation time.