Titelaufnahme

Titel
Einer für alle, alle für einen - Dem Sentinel Lymphknoten auf der Spur
Weitere Titel
One for all, all for one - to the sentinel lymph node on the track
VerfasserSaliger, Sandra
Betreuer / BetreuerinKarlhuber, Barbara
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bei der Entfernung von Lymphknoten während der Brustoperation können Lymphbahnen

unterbrochen werden, wodurch das Risiko für die Entwicklung eines Lymphödems steigt.

Ein Lymphödem bedeutet für PatientInnen eine Begleiterscheinung, die sie in allen

Bereichen des Lebens beeinträchtigt. Mithilfe verschiedener Therapiemöglichkeiten können

Komplikationen und das Fortschreiten der Erkrankung vermieden werden, um die

Lebensqualität aufrechtzuerhalten. Durch eine Sentinel-Node-Entfernung (Sentinel-Node-

Biopsie), die bei einer Brustoperation als Standardverfahren für den histologischen axillären

Lymphknotenstatus gilt, kann direkt bei der Operation geprüft werden, ob dieser

Lymphknoten befallen ist und ob weitere entfernt werden müssen. Mit einer solchen

Sentinel-Node-Biopsie sollen den Frauen die unangenehmen Folgen eines Lymphödems -

bei gleichbleibendem Operationserfolg - erspart werden. Für diese Operationstechnik muss

der Wächter- (Sentinel-) Lymphknoten dargestellt werden. Für die Darstellung der axillären

Lymphknoten gibt es verschiedene Möglichkeiten, die entweder präoperativ oder

intraoperativ erfolgen können. So kann etwa zunächst ein Radiokolloid verabreicht werden

oder es erfolgt direkt bei der Operation eine Injektion mit einem Farbstoff. Kombinierte

Verfahren mit Farbe und Radiokolloid sind ebenfalls möglich. Die Szintigraphie

identifiziert dabei den Wächter-Lymphknoten, der durch eine radioaktive Markierung und

mithilfe einer Gamma-Handmesssonde vom Operateur zu lokalisieren ist. Die Sentinel-

Node-Szintigraphie kann keinen Aufschluss über einen tumorösen Befall geben. Erst durch

die histopathologische Aufarbeitung können nähere Schlüsse zu einem Tumorbefall

gezogen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In the removal of lymph nodes during breast surgery lymphatics can be interrupted which

increases the risk of developing lymphedema. Lymphedema is a side effect that interferes

with many aspects of the patient’s everyday life. There are various treatment options

available for preventing complications and the progression of the disease so that a high

quality of life can be maintained. A sentinel node removal (sentinel node biopsy), which is

considered the standard method for the histological axillary lymph node status in breast

surgery, can help determine directly during the operation whether these lymph nodes are

affected and whether more should be removed. Through this sentinel node biopsy affected

women can be spared the unpleasant consequences of lymphedema - at constant operational

success. For this surgical technique the sentinel lymph node has to be detected first. There

are several options for the imaging of the axillary lymph nodes that can be carried out either

preoperatively or intraoperatively. These options include radiocolloid administration or the

intraoperative injection of a dye. Combinations of both techniques are possible as well.

Scintigraphy allows the identification of the sentinel lymph nodes which can be localized

by the surgeon through a radioactive label and the use of a handheld gamma probe.

Nevertheless, the sentinel node scintigraphy itself cannot provide information about a

tumorous infestation. Further conclusions about a tumor involvement can only be drawn

after histopathological workup.