Titelaufnahme

Titel
Integration und Migration in Österreich
Weitere Titel
Integration and Migration in Austria
VerfasserAguilera Pacheco, Ximena
Betreuer / BetreuerinGoiser, Thomas
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Arbeitsmarkt / Arbeitsmigration / Armut / Diskriminierung / Drittstaaten / Gesellschaft / Integration / Migranten / Migrantinnen / MigrantInnen / Migrationspolitik / Österreich / Sprache
Schlagwörter (EN)Austria / Discrimination / integration / labor market / labor migration / language / migrant / migration policy / poverty / society / third countries
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Integration und Migration in Österreich, wobei der Fokus auf den Folgen der Arbeitsmigration und der Integration in die österreichische Gesellschaft seit dem Jahr 2004 liegt. Einen speziellen Schwerpunkt bildet das Bundesland Wien. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die derzeitige Situation und die Probleme am österreichischen Arbeitsmarkt in Bezug auf Migration und Integration aufzuzeigen und die vorhandenen Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration zu beleuchten. Sowohl ein geringes Bildungsniveau als auch die fehlende Anerkennung der im Ausland erworbenen Bildungsabschlüssen sind Ursachen der hohen Arbeitslosigkeit unter ausländischen StaatsbürgerInnen. Die Arbeitsmigration bildet somit ein gesellschaftliches Problemfeld, das erst durch die jetzige Migrationspolitik in Österreich sichtbar wird.

Der erste Teil der Arbeit konzentriert sich auf die Arbeitsmarktpolitik, die an der demografischen Entwicklungen in Österreich orientiert ist. Die Erwerbstätigkeit fungiert als eine Basis zur Absicherung des Lebensunterhalts und dient als grundlegende Sicherung im Sinne einer gesellschaftlichen Einteilung und Eigenbewertung jeder Person. Es stellt sich die Frage, inwieweit die Arbeitsmigration für Staatsbürger aus Drittstaatenländern, die legal nach Österreich kamen, funktioniert. Darüber hinaus soll thematisiert werden, wie sich die Arbeitsmigration seit der EU-Erweiterung im Jahr 2004 entwickelt hat. Dabei wird wissenschaftlich untersucht, welche Hürden die MigrantInnen, vor allem aus Drittstaatenländern, bewältigen müssen, um in ihren erlernten Berufen in Österreich arbeiten zu können. Schlussfolgend ist die Erwerbstätigkeit eine Voraussetzung für die gesellschaftliche Integration.

Im zweiten Teil werden gesellschaftliche Integrationsmaßnahmen beschrieben, wobei analysiert wird, in welchen Bereichen noch Defizite in diesem Bereich herrschen. Hier wird aufgegriffen, in welcher Form vor allem die Sprache bei MigrantInnen in Österreich gefördert wird und in welchen gesellschaftlichen Bereichen MigrantInnen Benachteiligungen erfahren.

Schon im Kindergartenalter zeigen sich deutliche Unterschiede im Sprachniveau von Kindern mit deutscher Erstsprache und denen mit einer anderen Erstsprache. Im Lehrlingsalter gibt es ebenso Abweichungen zwischen Jugendlichen ohne und denen mit Migrationshintergrund. Vor allem die Sprache fungiert als ein wichtiger Schlüssel zur Integration. Doch Sprache allein ermöglicht keine erfolgreiche Integration, hierzu sind mehrere Faktoren notwendig.

Sportangebote, Deutschkurse oder Unterstützungsmaßnahmen für Erwachsene sind Optionen, in diesem Bereich an der Integration mitzuwirken, jedoch müssen sowohl die Aufnahmegesellschaft als auch die MigrantInnen selbst einen Willen zur Integration aufzeigen.

Als Untersuchungsmethode dieser Arbeit wurde die qualitative Interviewforschung gewählt. Hierfür wurden aus beiden Teilen der Arbeit jeweils drei Fragen abgeleitet, die an zwölf ExpertInnen gestellt wurden. Diese Interviews wurden telefonisch, persönlich oder schriftlich geführt. Die InterviewpartnerInnen haben verdeutlicht, dass in der gesellschaftlichen Integration die Sprache sehr wichtig ist, jedoch sollten soziale und gesellschaftliche Möglichkeiten nicht außer Acht gelassen werden. Vor allem Maßnahmen, welche in der Freizeit erfolgen, sollten verstärkt werden. Beispielsweise ist Sport eine erfolgreiche Möglichkeit, ZuwanderInnen beim Erwerb der Sprache zu unterstützen, wobei sie gleichzeitig soziale Kontakte knüpfen können. Die Arbeit zeigt vor allem, dass Integration kein einheitlicher Prozess ist, vielmehr findet Integration auf vielen Ebenen gleichzeitig statt.

Zusammenfassung (Englisch)

The undertaken subject of this paper is "Integration and Migration in Austria", focussing on the consequences of labour migration and integration since 2004 in the Austrian society, especially in the federal state of Vienna. The aim of this paper is to describe the actual situation and problems in the Austrian labour market, in respect of migration and integration in Austrian society.

Unemployment among foreigners is due to low education, but also to the fact that they often don´t have their education recognised in Austria. Labour migration is a social problem, which gets even more visible through the Austrian migration politics. The question is how well is the labour migration working for non EU citizen, who live legally in Austria and how has the labour migration evolve since the EU expansion 2004. A scientific approach has been taken to look at the obstacles, which are encountered by migrants, especially those from non-EU countries, like working in the field they are qualified for. One conclusion of this first part is that employment is the key for a successful integration.

Part two of this paper will described the integration measures in society and if these measures are sufficient, especially the ones concerning the improvement of language skills of migrants. This analysis will also look into the fields in which migrants encounter problems or disadvantages. In kindergarten, there are big differences in the language level among children who have German as mother tongue and the ones who don't and as the children get older these differences remain present. This situation is not contributing to a successful integration of migrants. Language is not the only important factor for integration, but also some other elements. Sports-, German courses or support for adults as well are options to participate in this area of integration , however, both the host society and the migrants themselves must show a will to integrate. Interviews were carried out on this topic with the qualitative interview research method. Three questions were derived from part one and two of this paper, in order to interview by phone, personally or in written form experts in this field.

The experts indicated that language, but also social activities or sports are important for improving integration. Integration is a process which is not consistent and which takes place at different levels of society.