Titelaufnahme

Titel
Public Managerinnen und Public Manager - die Zukunft der Verwaltung gestalten
Weitere Titel
Public Manager - Shaping the Future of Public Administration
VerfasserLindorfer, Rainer
Betreuer / BetreuerinHorniak, Günter
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Public Manager / Verwaltung / Führungskraft / Berufsbild / Kompetenzprofil / Ausbildung / Studium
Schlagwörter (EN)Public Management / Public Administration / Public Manager / job description / competence profile / training / study
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Public Managerinnen und Managern, also jenen Personen, die zum größten Teil in Organisationen der öffentlichen Verwaltung tätig sind. Damit sind sie in ihrer täglichen Arbeit mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert. Sie sollen Administratorinnen und Administratoren und Innovatoren sein sowie auf Anforderungen aus den Politikfeldern, sich rasch verändernden Umweltbedingungen und budgetären Einschnitte reagieren. Public Managerinnen und Manager sollen Zukunft gestalten. Dafür benötigen sie verschiedenste Kompetenzen in hoher Ausprägung, welche eine akademische Ausbildung vermitteln muss.

Die dafür notwendigen Kompetenzprofile wurden im Rahmen dreier Einzelarbeiten mit drei unterschiedlichen Fragestellungen beleuchtet und die Erkenntnisse zusammengeführt. Welche Kompetenzen Fachhochschulen und Universitäten im deutschsprachigen Raum in Ausbildungen zum Public Management vermitteln? Welche Kompetenzanforderungen Public Management-Studierende im Berufsleben erwarten und welche Kompetenzen im Studium tatsächlich erworben wurden - am Beispiel der FH Campus Wien? Welche Kompetenzen in der beruflichen Praxis für Führungskräfte relevant sind – am Beispiel des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl?

Dazu wurden einerseits 16 Studiengänge von zehn Fachhochschulen und Universitäten im deutschsprachigen Raum auf darin vermittelte Kompetenzen hin untersucht, zur zweiten Frage wurden 165 Bachelor- und Masterstudierende der FH Campus Wien mittels Fragebogen befragt und die dritte Fragestellung wurde durch leitfadengestützte Interviews mit 6 Führungskräften erhoben. Zusätzlich wurden im Fragebogen und den Interviews auch Schwerpunkte der künftigen Entwicklung der Verwaltung hinterfragt, um künftige Kompetenzanforderungen abschätzen zu können.

In den Ergebnissen wird erkennbar, dass die Hochschulausbildungen ein breites Fachwissen in juristischen und wirtschaftlichen Belangen, im Managementbereich und im Bereich moderner Verwaltungsführung ebenso wie Methoden zur praktischen Umsetzung dieses Wissens vermitteln. Selbst- und Sozialkompetenzen werden zum Großteil nicht über die Inhalte, sondern über die didaktische Art der Lehrveranstaltung vermittelt. Die Studierenden der FH Campus Wien sehen im Studium Public Management eine geeignete und qualitativ hochwertige Ausbildung, um berufliche Ziele zu erreichen. Neun von zehn Studierenden sehen im Bereich der beruflichen Anforderungen die Selbstkompetenz als sehr wichtig an und gut drei Viertel die Sozialkompetenzen. Bei Abschluss des Studiums sehen zwei Drittel der Studierenden die Methodenkompetenzen als in hohem Maße vermittelt an, dahinter liegen soziale Kompetenzen und sechs von zehn Studierenden sehen die Sach- und Selbstkompetenzen als in hohem Maße vermittelt an. Die höchsten Differenzen zwischen beruflichen Anforderungen und vermittelten Kompetenzen gibt es bei Selbstkompetenzen und sozialen Kompetenzen.

In der beruflichen Praxis sehen die Leitungskräfte die Kompetenzen für Public Managerinnen und Manager relativ homogen verteilt: zu einem Drittel die Selbstkompetenz, zu einem Viertel die Sachkompetenz, zu einem Fünftel die Sozialkompetenz und knapp dahinter die Methodenkompetenz. Bei Betrachtung der Führungsaufgaben sind hauptsächlich Sozial- und Methodenkompetenzen erforderlich, bei Managementaufgaben überwiegend Sachkompetenzen.

Das absolvierte Studium Public Management an der FH Campus Wien ist jedenfalls für ein berufliches Weiterkommen geeignet, was auch durch die Führungskräfte bestätigt wird, wobei sinnvolle individuelle Schwerpunkte das Weiterkommen in bestimmten Tätigkeitsfeldern erleichtern würden.

Dem Studiengang kann eine intensivere Kooperation mit der öffentlichen Verwaltung und deren Personalverantwortlichen empfohlen werden, um das Studium stärker in den Mittelpunkt mittel- und langfristiger Personalentwicklungsmaßnahmen insbesondere im Führungsbereich zu rücken.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis concerns public managers, the people who mainly work in public administration organizations and public authorities. Their daily work comes with different challenges. They ought to be administrators and innovators and respond to requests from the political sphere, changing environmental conditions and budgetary restrictions. Public managers shall shape the future. In order to do this, they need a number of competences on an advanced level, which must be acquired through an academic education.

The required skill profiles have been examined by three individual studies with three different questions and their findings were combined. The questions were: Which skills are communicated by colleges and universities in the German-speaking countries in the field of Public Management studies? Which skill requirements are expected of students of Public Management in their professional lives and which skills were actually acquired during their studies – as an example serves the University of Applied Sciences Vienna? Which skills are relevant in professional practice for managers – as an example of the Federal Office for Immigration and Asylum?

In order to answer these questions, 16 course descriptions and curricula of ten colleges and universities in German-speaking countries were analyzed on fact-mediated skills. Secondly 165 bachelor and master students of the University of Applied Sciences Vienna were interviewed by written questionnaires. Lastly six managers have been interviewed in order to answer question number 3. Additionally, the questionnaire and the interviews also focused on priorities in future development of public administration, in order to assess future skills requirements.

The results show, that university programmes convey broad knowledge concerning legal and economic issues, concerning the management area and in the area of modern public administration, as well as methods for the practical implementation of this knowledge. Personal and social skills are taught mostly not in context of content but about the didactic nature of the course. Students of the University of Applied Sciences Vienna regard the Public Management programme a suitable and high quality training to achieve career objectives.

Nine out of ten student’s rate personal skills as very important in the field of job requirements and little over three quarters rate social skills as very important. Upon completion of their studies, two thirds of the students regard methodological skills as been taught to a high degree. Close behind are social skills and six out of ten students rated the professional and personal skills to been taught to a high degree. The highest differences between job requirements and skills taught at university exist in personal skills and social skills. Managers see the skills of public managers distributed evenly in the professional practice: one third personal skills, one quarter of the professional expertise, one fifth social skills and followed closely by methodological skills. For managerial functions social and methodological skills are mainly required while for management tasks generally professional skills are required.

The completed Public Management programme at the University of Applied Sciences Vienna is suitable for professional advancement, which is also confirmed by the heads of public administration. Individual priorities could facilitate advancement in certain professional fields.

It can be recommended to the study programme to build closer cooperation with public administration and their recruiters in order to draw attention to the study programme, especially with regard to long-term personnel development measures.