Titelaufnahme

Titel
Reputationsmanagement: Sein oder Nicht-Sein der österr. Bundesverwaltung als attraktive Arbeitgeberin aus Sicht der Studierenden der FH Campus Wien
Weitere Titel
Reputation Management: to be or not to be - Austrian Federal Administration as an attractive employer among students of FH Campus Wien
VerfasserVejnoska, Claudia
GutachterMaurer, Barbara
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Reputationsmanagement / Bundesverwaltung als attraktive Arbeitgeberin / Bundesdienst / guter Ruf / Reputation / Personalmanagement / Recruiting
Schlagwörter (EN)Reputation Management / Federal Administration as an attractive Employer / Federal Civil Service / Reputation / Positive Reputation / Personnel Management / Recruiting
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Handlungsoptionen und daraus resultierende Handlungsfelder abgeleitet aus den demografischen Effekten stehen auch im Personalmanagement der Bundesverwaltung an und sollten oberste Priorität für adäquate Aktivitäten zur Befriedigung des zukünftigen Personalbedarfs darstellen. Bis 2024 wird der Bundesdienst mit pensionsbedingten Abgängen an die zweiundvierzig Prozent des Belegschaftsbestandes zu kalkulieren haben, wobei die Beschaffung von hochqualifiziertem Personal die Prämisse darstellt. Basierend auf die restriktive Aufnahmepolitik der vergangenen Jahrzehnte werden sich die Abgänge bei den Akademikerinnen und Akademikern sowie bei Personen mit Maturaabschluss konzentrieren.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz von Reputationsmanagement als Erfolgsfaktor zur Hebung des Arbeitskräftepotenzials der Absolventinnen und Absolventen aus dem tertiären Bildungssektor anhand einer Web-Umfrage unter den Studierenden der Fachhochschule Campus Wien. Die Transformation der Bundesverwaltung von einem leistungsorientierten Staatsapparat in einen lernenden und partizipativen Government-Sektor verlangt verantwortungsbewusste, nach ethischen und moralischen Grundsätzen agierende, Menschen, die die normative, wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Umsetzung der Agenden Österreichs mittragen und mitgestalten wollen und können. Dieses Vorhaben setzt eine positive Reputation des Bundesdienstes essentiell voraus und muss die Kraft besitzen, High Potentials zu motivieren, ihre Bewerbungen abzugeben.

Das Forschungsdesign zur Beantwortung der Forschungsfrage stellte eine quantitative Web-Umfrage anhand eines strukturierten Fragebogens mit geschlossenen Fragen sowie einer abschließenden offenen Kommentarfunktion dar, der über das Studierendenportal veröffentlicht wurde. Den Beginn der Ausführung bildet eine Vorstellung relevanter Reputationstheorien, die durch eine Praxispräsentation ausgewählter Kommunikationsinstrumente im Bundes-Recruiting ergänzt werden. Danach erfolgt die Beschreibung der angewandten empirischen Methodologie, die mit Analyse und Interpretation der Daten und dem Conclusio abschließt.

Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass die Bundesverwaltung als attraktive Arbeitgeberin aufgrund der zugesprochenen Attribute von modern, innovativ und mitarbeiterfördernd als interessant gewertet wird. Die Bundesministerien werden durchgehend als erstrebenswerte Arbeitsstätten angesehen. Wehrmutstropfen ist allerdings, dass sich eine Konzentration auf Schlüsselressorts mit spannenden Agenden, wie es zum Beispiel der Diplomatische Dienst im Außenministerium oder Internationale Agenden darstellen, herauskristallisierte. Bemerkenswert ist jedoch, dass intrinsische Faktoren wie Karrieremöglichkeiten, Weiterbildung oder eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die den innerlichen Antrieb befeuern, bei den Studierenden einen Mehrwert haben und gegenüber den extrinsischen Motivatoren bevorzugt gewertet werden.

Demzufolge kann festgehalten werden, dass Studierende der Österreichischen Bundesverwaltung einen positiven Ruf zusprechen. Jedoch eine Durchdringung mittels exzessiver Public Relations bei der Zielgruppe der Studierenden über die Vielfalt an Aufgaben, Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen in der Bundesverwaltung den Weg als Ziel nahelegt.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to general demographic shifts, a recruitment plan is also necessary in Federal Administration Personnel Management, and adequate strategies to satisfy future personnel requirements should constitute a top priority. Until 2024, the Federal Service will have to estimate 42% workforce retirement-related attrition, whereas the premise is the hiring of highly qualified employees. Based on the restrictive hiring policy of the past decades, personnel reduction will be concentrated amongst employees with secondary education or university degrees.

This thesis is based on a web survey among students of the University of Applied Sciences at the Vienna Campus, and studies the significance of reputation management as a successful strategy to elevate the workforce to tertiary education graduates. The transformation of the Federal Administration, from a service-oriented State Apparatus to an evolving and participatory Government Department, requires responsible people who act in accordance with ethical and moral principles, and who are willing to support and participate in helping shape the normative, economic and socio-political implementation of the Austrian Agenda. This project considers the positive reputation of the Federal Service as essential in attracting High-Potentials to submit job applications.

The research study was designed as a quantitative web survey published on the university student portal. It was structured as a questionnaire with closed questions, and concluded with a final open question. For clarification, it begins with the introduction of relevant reputation theories, which are complemented by a practical presentation of selected communication tools in Federal recruiting. This is followed by the explanation of the applied empirical methodology, and ends with the analysis and interpretation of the data, and conclusion.

Results showed that the Federal Administration is viewed as an interesting and attractive employer, due to its reputation as a modern, innovative and internal-promoting organisation. The Federal Ministries are consistently seen as desirable workplaces. However, the most positive results were narrowly concentrated on key positions within those deemed to be the most exciting Departments, such as with the Diplomatic Services within the Ministry of Foreign Affairs or International Services. It is noteworthy, however, that a majority of study participants considered intrinsic factors such as career advancement opportunities, on-the-job training or a healthy work-life balance, more favourably than the extrinsic motivators.

As a result, one can conclude that students adjudge a positive reputation to the Austrian Federal Administration, however, concentrated public relations efforts, focused on reaching a target academic group, can effectively achieve the goal of demonstrating the variety of attractive projects, career advancements and opportunities in the Federal Administration.