Titelaufnahme

Titel
Insertio velamentosa und Vasa previa
Weitere Titel
Velamentous cord insertion and vasa previa
VerfasserBrandstätter, Nora
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Insertio velamentosa / Vasa previa / Nabelschnuranomalien / Risiken
Schlagwörter (EN)velamentous cord insertion / vasa previa / cord abnormalities / risks
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik Insertio velamentosa und Vasa previa. Um ein optimales Management durch die Hebamme und anderes medizinisches Fachpersonal in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett ermöglichen zu können, ist ein fundiertes Wissen über die möglichen Auswirkungen und Komplikationen erforderlich. Daher wurden im Rahmen einer reinen Literaturrechere Antworten auf die Frage “Welche fetalen/neonatalen und maternalen Komplikationen können in der Schwangerschaft und bei der Geburt durch eine velamentöse Nabelschnurinsertion und Vasa previa auftreten?“ ermittelt. Weiters wurden Methoden der Diagnostik, potentielle Risikofaktoren und Empfehlungen für das Management im Allgemeinen und bei Gefäßruptur erarbeitet. Die Literaturrecherche ergab, dass Pathologien der Nabelschnurinsertion sowohl negative Auswirkungen auf die Mutter, als auch auf den Feten und das Neugeborene haben können. Die Kindesmutter betreffen vor allem psychosoziale Auswirkungen, Blutungen und Komplikationen in der Nachgeburtsperiode (manuelle Plazentalösung, Kürettage, PPH). Die Auswirkungen auf das Ungeborene und Neugeborene erweisen sich laut aktueller Literatur als umfassender. Es konnten vermehrt Frühgeburtlichkeit, SGA, LBW, fetale Malformationen, Blutungskomplikationen, IUFT, sowie Asphyxie und dessen Folgen (hypoxisch-ischämische Enzephalopathie, intensivmedizinische Betreuung) beobachtet werden. Als diagnostisches Mittel der Wahl gelten laut Literatur bei den bildgebenden Verfahren der Graustufenultraschall und die (Farb-)dopplersonografie. Weiters können ebenso das CTG, die vaginale Untersuchung, die Messung des fetalen Hämoglobins und die Plazentainspektion zur Diagnostik herangezogen werden. Das Screening auf Insertio velamentosa und Vasa previa wird vor allem bei Risikopatientinnen empfohlen. Laut der Literaturrecherche gelten als potentielle Risikofaktoren vor allem Sterilitätsbehandlungen, Mehrlingsgravidität, Plazentaanomalien und maternale Erkrankungen. Bezüglich des allgemeinen Managements konnten im Rahmen der Literaturrecherche nur diverse Empfehlungen gefunden werden, die sich zum Teil stark unterscheiden. Es herrscht Uneinigkeit beim Geburtsmodus, sowie beim Management in der Schwangerschaft. Bei Gefäßruptur steht vor allem die sofortige Entbidung, sowie Reanimationsmaßnahmen nach der Geburt im Vordergrund.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis discusses the topic of velamentous cord insertion and vasa previa. To achieve an optimal management by the midwife and other medical personal throughout the pregnancy, the birth and childbed, a deep knowledge of possible consequences and complications are necessary. Thus, in the framework of a literature review, the answer "Which fetal/neonatal and maternal complications can occur during the pregnancy and birth through a velamentous cord insertion and vasa previa?" is discussed. Furthermore, methods of diagnostics, potential risk factors and recommendations for the management are developed. The literature review showed that pathologies oft he umbilical cord insertion could have a negative impact on the mother, the fetus, as well as the newborn. Impacts on the child’s mothers are especially psychosocial, bleedings and complications in the period of afterbirth (PPH, manual removal of the placenta, curettage). After a thorough literature review, complications with the unborn and newborn show to be more extensive. Increased numbers of premature birth, SGA, LBW, fetal malformation, bleeding complications, IUFD as well as asphyxia and its consequences (hypoxic-ischaemic enzephalopathy, intensive medical care) were recorded. As a diagnostic means of choice, picture giving procedures with greyscale ultrasound and (colour-) dopplersonography should be utilized. Additionally, CTG, vaginal examination, measure of the fetal haemoglobin and examination oft he placenta can be utilized. The screening of velamentous cord insertion and vasa previa is recommended above all with risk patients. Following the literature, potential risk factors include especially sterility treatment, multiple pregnancy, anomalies of the placenta and maternal diseases. In regard to the overall management, the literature review concludes that heterogeneous recommendations are found. There is a disagreement with the mode of birth as well as the management during the pregnancy. Looking at the management in case of rupture of vessels immediate delivery and resuscitation measures are given priority.