Titelaufnahme

Titel
(Heb)Ammenmärchen : Geburtsmythen auf dem Prüfstand
Weitere Titel
Midwife - old wives' tales Birth myths on the test
VerfasserLarcher, Katharina
Betreuer / BetreuerinHeinzl, Silke
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Mythen / Geburt / Vollmond / Rothaarig / Blutung / Orgasmus / Körperbau / Periduralanästhesie / Rückentattoo / Plazentophagie / Geschlecht / Wetter / Geschlechtsverkehr / Einleitung
Schlagwörter (EN)Myth / Birth / Full moon / Red head / Bleeding / Orgasm / Stature / Epidural anesthesia / Lumbar tattoo / Placentophagy / Fetal sex / Weather / Coitus / Induction of labor
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung und Ziel

Es kursieren viele Mythen zum Thema Geburt und Geburtshilfe. Schwangere Frauen reagieren besonders sensibel auf solche Mythen. In diesem Bereich stellt die Hebamme eine wichtige Ansprechperson dar. Aber Hebammen sind längst mehr als erfahrene GeburtshelferInnen. Das Hebammenhandwerk muss den Ansprüchen der wissenschaftlichen Erkenntnisse gerecht werden. Ziel dieser Arbeit ist es die gängigsten Geburtsmythen, die im deutschsprachigen Raum verbreitet sind, herauszufiltern und hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes zu analysieren.

Methodik

Bei diesem Literaturreview wurden mittels Berrypicking-Methode und Schneeballmethode 57 deutsch-, englisch- und französischsprachige Studien, Artikel, Leitlinien und Paper ausgewählt. Die Quellen stammen aus den Jahren 2006 bis 2016. Nur wenn in den letzten zehn Jahren keine geeigneten Ergebnisse gefunden werden konnten, wurde die Recherche bis zurück ins Jahr 2000 erweitert.

Ergebnisse und Conclusio

Insgesamt wurden zehn Mythen, welche im deutschsprachigen Raum gängig sind, unter-sucht. Zwei der bearbeiteten Mythen, der Mythos „Vollmondnächte“ und der Mythos „rote Haare“ weisen keinerlei Wahrheitsgehalt auf und können damit in die Kategorie (Heb)Ammenmärchen eingeordnet werden.

Dem gegenüber stehen sechs Mythen, welche einen Wahrheitsgehalt aufweisen oder zumindest in ihrer Kernaussage richtig sind. Dazu zählen der Mythos „Orgasmus“, der Mythos „Wetter“, der Mythos „weibliche Figur“, der Mythos „PDA“, der Mythos „Plazentophagie“ und der Mythos „Einleitung“.

Zwei Mythen, der Mythos „weiblicher Fetus“ und der Mythos „Geschlechtsverkehr“, können, aufgrund mangelnder aktueller Evidenzen, hinsichtlich ihres Wahrheitsgehaltes der-zeit nicht eindeutig analysiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Background and purpose

There exist a lot of myths about birth. Pregnant women are especially sensible for such myths. Midwives are important contact persons in this topic and nowadays they are more than experienced professionals. It is necessary that the craft of midwives suits to the evidence based knowledge. The purpose of this bachelor thesis is to figure out the most popular birthmyths in the german-speaking area and to analyse their veracity.

Methods

57 english, french and german studies, articles, guidelines and relevant literature were subject of the research undertaken for this paper. The used references are from 2006 to 2016 and if there were no suitable results, research was widened until the year 2000.

Results and Conclusion

Overall ten myths from the german-speaking area were analysed. Two of them, the full-moon myth and the red head myth, show no veracity.

Six of the myths show a veracity or have at least a true core. The myths in this category are regarding to orgasm, weather, femal stature, epidural anaesthesia, placentophagy and induction of labour.

Two myths, the myth about the female fetus and the one about the coitus, cannot be ana-lysed because of the lack of evidence based literature.