Titelaufnahme

Titel
Harnwegsinfekt & Präeklampsie - auf der Suche nach einem Zusammenhang
Weitere Titel
Urinary tract infection & Preeclampsia - searching for a correlation
VerfasserSchärf, Hanna
GutachterHeinzl, Silke
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Präeklampsie / Harnwegsinfektion / Schwangerschaft / Kindheit / Risikofaktor / Nierenparenchym
Schlagwörter (EN)preeclampsia / urinary tract infection / pregnancy / childhood / risk factor / renal scarring
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Problemstellung: In einschlägiger Fachliteratur (Kainer & Husslein 2011; Raio, Baumann & Schneider 2011) wird meist nur in aller Kürze eine Verbindung zwischen Nie-ren- und Harnwegserkrankungen der Mutter und der Ausbildung einer Präeklampsie wäh-rend der Schwangerschaft angeführt. Doch worauf beruhen diese Annahmen? Im Rah-men der vorliegenden Bachelorarbeit soll einem möglichen Zusammenhang dieser Ge-schehnisse auf den Grund gegangen werden, und die Hebammenrelevanz des Themas in Bezug auf die Betreuung der (gefährdeten) Frauen herausgearbeitet werden.

Ziel: Da Aufklärung und Früherkennung aus Hebammensicht zwei entscheidende Aspek-te bei der Betreuung von (gefährdeten) Schwangeren sind, ist das Ziel der geplanten Ar-beit, Erkenntnisse über den Zusammenhang von Harnwegsinfekten und Präeklampsie zu generieren, um ehestmöglich gegensteuern zu können.

Methode: Die Beantwortung der zwei leitenden Forschungsfragen erfolgte durch eine hermeneutische Herangehensweise im Sinne einer Literaturrecherche und -analyse. Im Rahmen der Datenbankrecherche (PubMed, CINAHL, Cochrane Library, Google Scholar, Ubmed) wurden insgesamt zehn Studien und Reviews aus den Jahren 1990-2015 identi-fiziert, die sich dezidiert mit einem Zusammenhang von HWI und Präeklampsie beschäf-tigten und somit für die vorliegende Bachelorarbeit von Relevanz waren. Zusätzlich wur-den Empfehlungen aus facheinschlägigen Sammelbänden und aktuellen Leitlinien einge-arbeitet.

Ergebnis: Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es zwar eine Reihe an Publikationen zum interessierten Themengebiet gibt, die genauen Zusammenhänge zwi-schen Präeklampsie und Harnwegsinfekten (HWI) während der Schwangerschaft jedoch selten detailliert diskutiert werden. Dies ist möglicherweise auf den Umstand zurückzufüh-ren, dass die Pathogenese der Präeklampsie selbst noch nicht restlos geklärt ist. Überra-schenderweise zeigten sich hingegen Verbindungen zwischen HWI in der Kindheit und der Entwicklung einer Präeklampsie in späteren Schwangerschaften. Hier scheint das geschädigte Nierenparenchym die Ursache für das Entstehen einer Präeklampsie zu sein. Es wurde deutlich, welch großen Stellenwert das ausführliche Gespräch mit der Schwangeren im Rahmen der Anamneseerhebung besitzt. Weiters sind die Aspekte Auf-klärung, Beratung und Begleitung – v.a. auch in Hinblick auf die emotionale Verfassung des Paares in der Situation einer Schwangerschaftskomplikation – ein Schwerpunkt, der zu den Aufgaben der Hebamme zählt.

Zusammenfassung (Englisch)

Objectives: Within the undertaken field of research urinary tract infections are often cited as risk factors for the development of preeclampsia. However, no close correlations or sources for the infections have been outlined. Ultimately, the thesis will tackle the follo-wing question, namely as to what degree are these realizations relevant for midwifery.

Aims: To exemplify a correlation between the two pathologies in order to be able to per-form potential reconnaissance and early diagnosis within midwifery.

Methods: Literary research and analysis. Research was carried out using the following databases: PubMed, CINAHL, Cochrane Library, Google Scholar, Ubmed. A combination of the following keywords was included: preeclampsia, urinary tract infection, renal scar-ring, bacteriuria, vesicoureteral reflux, risk factor, and childhood. Ten studies were detec-ted, which predominantly dealt with the backgrounds and correlations between urinary tract infection and preeclampsia.

Results: Women with urinary infections during pregnancy were prone to develop preec-lampsia more often, yet, rarely were these cases discussed or analyzed in detail. Re-markable, however, is that researchers have given tentative explanations, which dealt with urinary tract infection during childhood and the development of preeclampsia during pregnancy. Here, the damaged kidney parenchyma seems to be the cause for preec-lampsia emergence. Consequently, the following tasks have been viewed as crucial for the midwives in charge: comprehensive anamnesis, reconnaissance, consultation and support for the affected couple.