Titelaufnahme

Titel
Kerninhalte der relevanten Managementsysteme für KMU im Industriebereich anhand des „Three Lines of Defense“ - Modells in einem Prozessablauf
Weitere Titel
Main contents of the relevant management systems for SMEs in the industrial sector on the basis of the Three Lines of Defense -model in a process flow
AutorInnenSpanninger, Jonathan
GutachterKostic, Zoran ; Kaiser, Justina
Erschienen2016
Datum der AbgabeOktober 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Three Lines of Defense / Prozessablauf / Klein- und Mittelunternehmen / Prozessmanagement / Risikomanagement / Sicherheitsfachkraft / Qualitätsmanagement / Integrierte Managementsysteme
Schlagwörter (EN)Three Lines of Defense / process flow / small and medium sized companies / process management / risk management / Safety officer / quality management / Integrated Management Systems
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung

Kontext und Fragestellung

In der heutigen Zeit wird die Kluft zwischen kleinen und mittleren Industriebetrieben zu den Großkonzernen dieser Welt immer größer. Immer mehr Verpflichtungen bezüglich Managementsystemen müssen von einer mehr oder weniger konstant dünnen Personaldecke abgearbeitet werden. Bei einer Unternehmensgröße von bis zu 250 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ist jede Position, die nicht direkt am Produktionsprozess beteiligt ist, ein Posten, der die Allgemeinkosten und somit die Produktkosten vergrößert und damit einen Wettbewerbsnachteil bringt.

Um dem entgegenzuwirken könnte das „Three Lines of Defense“-Modell, welches 2006 in der 8. EU-Richtlinie, der sogenannten Abschlussprüfer-Richtlinie (Ruud & Kyburz, 2014, S. 761) erschienen ist, eine Lösung sein. Dieses Modell fasst gewisse Managementbereiche in drei Linien zusammen.

Ziele der Arbeit

Aus diesem Modell wird in der folgenden Arbeit die zweite Linie genauer betrachtet, da sich diese mit den Managementsystemen beschäftigt. Getrieben durch den Ansatz der Vereinheitlichung dieses Modells wird versucht, die relevanten Managementsysteme für kleine und mittlere Industriebetriebe zu ermitteln, deren Kerninhalte zu extrahieren und in einem Prozess zu vereinen. Das Ziel ist, dass eine Person mehrere Managementsysteme abdecken kann.

Theorie

Als theoretische Grundlage dient die Aufbereitung des „Three Lines of Defense“-Modells, mit besonderer Berücksichtigung der zweiten Linie und der darin vorkommenden, für Industriebetriebe besonders relevanten, Managementsysteme sowie die Thematiken für Klein- und Mittelunternehmen.

Wissenschaftliche Methoden

Grundsätzlich wurde zur Entwicklung der Arbeit ein deduktiver Forschungsprozess gewählt. Beim deduktiven Ansatz wird - im Gegensatz zum induktiven Ansatz - von bestehenden Theorien ausgegangen, anhand welcher eine oder mehrere Hypothesen gebildet werden, die anschließend durch Feldforschung bestätigt oder falsifiziert werden.

Um die Praxistauglichkeit dieses Prozesses zu überprüfen, werden im sozial-empirischen Teil der Arbeit mehrere Interviews mit Experten und Expertinnen aus den Bereichen der jeweiligen Managementsysteme geführt. Diese werden mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Ergebnisse

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der erstellte Prozess durch die Experten als sinnvoll und praxistauglich bestätigt wurde. Hier sei nochmals erwähnt, dass es bis dato keine anwendbaren Prozesse des „Three Lines of Defense“-Modells für kleine und mittlere Industriebetriebe gibt. Der Mehrwert dieses Prozesses für kleine und mittlere Industriebtriebe liegt in seiner flexiblen Anwendbarkeit in Bezug auf die Unternehmensgröße und das auszuführende Managementsystem. Als vorteilhaft erweist sich die Option, in Zukunft weitere Managementsysteme miteinzubeziehen.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

Context of the Thesis

These days the gap between small and medium sized companies to multinational corporations is getting bigger every day. Responsibilities regarding management systems have to be managed by a constantly decreasing number of people in a company. For a company up to 250 employees every person that has a job that is not directly involved in the production process is viewed as a problem, as it is solely increasing the general costs and therefore the costs of the product which ultimately weakens the position of the company compared to its competition.

To work against this trend, the „Three Lines of Defense“-model, which was introduced 2006 in the 8th EU guideline, the so called auditor guideline (Ruud & Kyburz, 2014, S. 761), could be a solution to it. The model summarises certain management areas in three different category groups together.

Goal of the Thesis

That is dealing with management systems. By simplifying and standardising the model, it tempts to find the relevant systems for small and medium sized companies. Afterwards, core topics will be extracted and unified to a process. The result of this process is that one person is able to engage in more than one management system.

Theory

The theoretical base of this paper consists on the preparation of the research objects Three Lines of Defense, with special elaboration of the second line with a focus on the for small and medium sized companies relevant management system.

Methodology

To reflect and assess the practical part of this process, the social empirical part of this paper is done with the aid of interviews with experts from the areas of different management systems. Those interviews are assessed with the qualitative content analysing tool from Mayring.

Results

In conclusion, one can say, that the created process was confirmed by experts. At this point, it is important to highlight, that up to now there are no applicable processes of the "Three Lines of Defense"-model for small and medium sized industrial enterprises. The added value for SMEs is created through the process, especially through the flexible applicability in relation to the size of the enterprise and the executed management-system. Furthermore, the option, in the future, to include further managements-systems.