Titelaufnahme

Titel
Physiotherapie in der interprofessionellen Gesundheitsförderung des Wiener Roten Kreuzes für Senioren
Weitere Titel
Physiotherapy for seniors in interprofessional health promotion by the Vienna Red Cross
VerfasserMattes, Karin
GutachterEder, Gerhard
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gesundheitsförderung / Sturzprävention / Mobilität / Heimhilfe / Physiotherapie / Intervention
Schlagwörter (EN)health promoting / fall prevention / mobility / home help / physiotherapy / intervention
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund:

Viele ältere Menschen nehmen Hilfestellungen durch Unterstützung, Pflege und Therapie in Anspruch. Das Wiener Rote Kreuz (WRK) stellte eine Anfrage an die FH Campus Wien, welche Handlungsanweisungen die Heimhelferinnen/Heimhelfer bräuchten, um im Bereich Sturzprävention und Erhaltung und/oder Förderung der Mobilität gesundheitsfördernd arbeiten zu können.

Ziel der Arbeit ist die Klärung, welche Interventionen aus Sturzprävention und Erhaltung und/oder Förderung der Mobilität im Rahmen des Berufsrechts der Heimhilfe liegen, um entsprechende Handlungsanweisungen entwickeln zu können.

Fragestellung:

Welche gesundheitsfördernden Interventionen können im Rahmen der mobilen Altenbe-treuung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des WRK durchgeführt und evaluiert wer-den?

Methodik:

Nach einer systematischen Literaturrecherche in den Datenbanken von PubMED, Cochra-ne, PEDro und European Geriatric Medicine konnten nach Anwendung der Ein- und Aus-schlusskriterien vier relevante Studien zur Beantwortung der Fragestellung herangezogen werden.

Ergebnisse/Schlussfolgerung:

Die analysierten Studien verwendeten Aktivitäts-, Kraft-, Balance- oder Step-Training zur Sturzprävention und Erhaltung bzw. Förderung der Mobilität. Soweit von den Autorin-nen/Autoren berichtet, wurden die Interventionen von Physiotherapeutin-nen/Physiotherapeuten instruiert bzw. begleitet. Nach österreichsicher Rechtslage ist das Setzen konkreter, individuell auf die Klientinnen/Klienten zugeschnittener kurativer Inter-ventionen der Physiotherapie vorbehalten. Heimhelferinnen/Heimhelfer unterstützen die Klientinnen/Klienten in der Basisversorgung. Im Rahmen ihrer sozialen und kommunikati-ven Kompetenz können sie ihr Klientel im Alltag allgemein motivieren um möglichst in Bewegung zu kommen oder zu bleiben. Einfache Maßnahmen zur Sturzprävention im Wohnumfeld können in der täglichen Routine gesundheitsfördernd angewandt werden. Das Setzen konkreter Interventionen wie z.B. die Beobachtung von Sturz, Gleichgewicht und Gang, sowie Befragung von Schwindelsymptomen wäre eine hilfreiche Unterstützung, bedarf allerdings einer gezielten Schulung der zu beachtenden Aspekte durch Ärztin/Arzt, Pflege und Physiotherapie.

Zusammenfassung (Englisch)

Background

There are many elderly who make use of assistance, nursing and therapy. The Vienna Red Cross asked about collaboration with The University of Applied Sciences, FH Campus Wien to get instructions for health-promoting by their home help staff. The focus is on fall prevention and preservation and/or promoting mobility.

Aim of the present paper is to analyse which kind of interventions in relation to fall preven-tion and preservation and/or promoting mobility are legally allowed to be set by the home help in order to be able to develop appropriate instructions.

Research question

Which kind of health promoting interventions can be conducted and evaluated by the mo-bile staff of care of the elderly by the Vienna Red Cross?

Method

To answer this question a systematic literature research in PubMED, Cochrane, PEDro and European Geriatric Medicine data bases was conducted. Four relevant studies were select-ed according to the inclusion and exclusion criteria.

Results/Conclusion

The analysed studies applied physical activity interventions, balance and strength training and step pad training for fall prevention and preservation and/or promoting mobility. As far as reported the interventions were performed by physiotherapists. Under Austrian law only physiotherapists are allowed to perform tailored interventions.

The job of a home help is to support the clients at a basic care. According to their social and communicative competence they can motivate the clients to get to or to remain in move-ment in their daily life. They can undertake simple modification of the home environment for fall prevention during their daily routine in a health promoting way. Observing fall, bal-ance and gait and asking for symptoms of vertigo could be helpful assistance but needs a targeted training by physician, nurse or physiotherapist.