Titelaufnahme

Titel
Die Spiraldynamik und Supramalleolarorthese bei Kindern mit Trisomie 21
Weitere Titel
Spiraldynamik and Supramalleolar Orthosis for Children with Trisomy 21
VerfasserPoss, Magdalena
Betreuer / BetreuerinHöhne, Franziska
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kinder / Trisomie 21 / Supramalleolarorthese / Spiraldynamik / Knick-Senkfuß / Standsicherheit
Schlagwörter (EN)children / trisomy 21 / Supramalleolar Orthosis / Spiraldynamik / pes planovalgus / stability
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext: Bei Kindern mit Trisomie 21 kann es aufgrund der zentralen Hypotonie und der Hyperlaxizität der Bänder zu einem sogenannten Knick-Senkfuß kommen. Diese Fußdeformität führt zu einer verminderten Standsicherheit. Eine bereits erforschte Therapiemöglichkeit, um die Sicherheit des Standes der Kinder mit Trisomie 21 zu verbessern, ist die Versorgung mit der Supramalleolarorthese (SMO). Die Orthese hält den Fuß in der gewünschten Position und versucht gleichzeitig das propriozeptive Feedback durch den Druck der Orthese zu aktivieren. Da diese Anwendung zu den passiven Maßnahmen zählt, wird in dieser Arbeit die Kombination mit einer aktiven Therapie - der Spiraldynamik –genauer hinterfragt. Das Ziel war es herauszufinden, welchen Beitrag das Bewegungs- und Therapiekonzept der Spiraldynamik als ergänzende Maßnahme zur Behandlung der Knick-Senkfüße mit einer Supramalleolarorthese von Kindern mit Trisomie 21 für deren Standsicherheit leisten kann.

Methodik: Für diese Bachelorarbeit wurde eine nicht-empirische Forschungsmethode angewendet. Die Literaturrecherche sowie die Analyse, Auswertung und Interpretation der gefundenen Informationen standen im Vordergrund. Es wurden Studien, Bücher sowie Internetseiten verwendet. Für die Recherche wurden die Datenbanken MEDLINE, PEDro, ScienceDirect, google scholar sowie die Bibliotheksdatenbank der FH Campus Wien und der Medizinischen Universität Wien genutzt. Die gesuchten Begriffe wurden unterschiedlich kombiniert. Von 33 gefundenen Studien entsprachen zehn den weiteren Ein- und Ausschlusskriterien. Zu diesen Kriterien gehört u.a. die Beschränkung des Alters der Probanden und Probandinnen auf null bis zehn Jahre.

Hauptergebnisse: Die Analyse, Auswertung und Interpretation der vorhandenen Literatur zeigt, dass die Spiraldynamik einen positiven Beitrag - die aktive Kontrolle des Fußes - zur Verbesserung der flexiblen Knick-Senkfüße und somit der Standsicherheit bei Kindern mit Trisomie 21 leisten kann. Es scheint, als ob der Fuß durch das Training mit der Spiraldynamik auch ohne einer Orthese aktiv in der physiologischen Stellung gehalten werden kann. Allerdings gibt es bisher keine empirischen Arbeiten, welche die obige Aussage belegen.

Schlussfolgerung: Es erscheint sinnvoll, neben der Behandlung mit der SMO auch Übungen der Spiraldynamik anzuwenden, um einen positiven Einfluss auf die Knick-Senkfüße und damit auf die Standsicherheit von Kindern mit Trisomie 21 zu nehmen. Jedoch müssten die Übungen der Spiraldynamik auf die Bedürfnisse der Kinder mit Trisomie 21 angepasst werden. Ob die Spiraldynamik einen essentiellen Beitrag in der Behandlung der Knick-Senkfüße mit der SMO leisten kann, ist schlussendlich durch Forschungstätigkeiten in der Praxis zu beurteilen.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: Children with trisomy 21, who are marked by central hypertonia and hyperlaxity, may suffer from the so called pes planovalgus. This deformity of the foot leads to a diminished stability. One evidenced-based application to ensure the children´s stability is the Supramalleolar Orthosis (SMO). This orthosis maintains the foot in a required position and through additional compression an optimal proprioceptive feedback can be provided. This therapy is based on a passive approach, which is why a combination of an active treatment – the Spiraldynamik – will be illustrated. The objective is to find out, which contribution can be made by the concept of the Spiraldynamik as an additional application for the treatment of the pes planovalgus with the Supramalleolar Orthosis for the stability of children suffering from trisomy 21.

Methodic: A non-empirical method has been chosen for this bachelor thesis. The literature review as well as the analysis, evaluations and interpretation of the information represent the main aspects to answer the research question. Studies, books, homepages and databases such as MEDLINE, PEDro, ScienceDirect and google scholar have been used as well as the library databases of the FH Campus Wien and the Medical University of Vienna. The search words were combined differently. Ten of 33 studies met the criteria. One of the criteria was the limitation of the test subject´s age from zero to ten.

Mainresults: The analysis, evaluation and interpretation of the available literature shows, that the Spiraldynamik makes a positive contribution – the active control of the foot – to improve the stability of children with trisomy 21. It seems that through the concept of the Spiraldynamik the foot can be kept in a physiological active posture also without using orthoses. However, there is still no empirical proof, which verifies this statement.

Conclusion: The Spiraldynamik seems to be a useful additional treatment to ensure the stability of children with trisomy 21. However, the exercises of the Spiraldynamik have to be adapted for this patient group. If the Spiraldynamik finally contributes essentially to the treatment of the pes planovalgus, has to be explored practically.