Titelaufnahme

Titel
Berührung bei interkulturellen Begegnungen im physiotherapeutischen Handeln
Weitere Titel
Touch at intercultural encounters in physiotherapy
VerfasserSchönegger, Daniela
GutachterBenczur-Juris, Sabine
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Berührung / Interkulturelle Begegnungen / Physiotherapie / Herausforderungen / Bezug zu Berührung / Religion
Schlagwörter (EN)Touch / Intercultural encounters / Physiotherapy / Challenges / Relation to touch / Religion
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext: Durch die zunehmende Globalisierung kommt es auch im Gesundheitswesen immer häufiger zu interkulturellen Begegnungen. Allerdings stellt die Unwissenheit über fremde Kulturen, medizinisches und therapeutisches Personal immer wieder vor Herausforderungen in der Versorgung. Vor allem in der Physiotherapie, in der physischer Kontakt und Berührung kaum zu vermeiden sind, kann es zu Hindernissen und Missverständnissen kommen.

Ziel: Das Ziel dieser Arbeit ist Physiotherapeuten und Physiotherapeutinnen, darauf aufmerksam zu machen, dass Berührung nicht selbstverständlich ist und Physiotherapie sensibel für andere Kulturkreise um jedem Menschen, unabhängig der Herkunft oder Religion, eine qualitative hochwertige Behandlung zu ermöglichen.

Methodik: Um das Ziel dieser Arbeit zu erreichen wurde eine Literaturrecherche durchgeführt und auf Basis dieser, ein Interviewleitfaden erstellt. Im zweiten Teil der Arbeit wurden Interviews mit Experten, drei unterschiedlicher Religion, dem Islam, dem Judentum und dem Buddhismus, geführt um deren Bezug zum Aspekt Berührung und Herausforderungen in einer möglichen Therapiesituation zu ermitteln. Die Auswertung der Interviews erfolgte mittels der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.

Ergebnisse: Der Bezug zu Berührung ist von Kultur zu Kultur verschieden und kann nicht unter dem Religionsbegriff zusammengefasst werden. Allerdings konnten durchaus religionsbedingte Herausforderungen in einer möglichen Therapiesituation ermittelt werden. Diese Herausforderungen konnten in fünf Kategorien eingeteilt werden: Bezug zu Berührung – Privat, Bezug zu Berührung – Therapie, Grenzen, Verbote und Vorschriften, Kleidungsvorschriften und genderspezifische Richtlinien.

Zusammenfassung (Englisch)

Context: As a consequence of the increasing globalisation more and more intercultural encounters take place. However, the ignorance of different culture challenges the medical and the therapeutic staff concerning the medical care. Especially in the physiotherapy, in which a physical contact and touch are unavoidable, it can come to drawbacks and misunderstandings.

Goal: The goal of this thesis is to make physiotherapists aware, that physical touches are not taken for granted. Physiotherapy should grant a qualitative and high-quality therapy, independent from origin or religion and sensible in every cultural environment.

Methods: To achieve the goal of this thesis a literature review was conducted. Based on this, a interview guideline was developed. In the second part of the thesis interviews with experts were conducted, from three different religions, Islam, Judaism and Buddhism, to assess the situation in regards to touches and challenges in a possible therapy situation. The evaluation of the interviews was conducting with a qualitative content analysis by Mayring.

Results: The connection to contacts differ from culture to culture and cannot be summarized under the term religion. However, challenges regarding different religions were determined for a possible therapy situation. This challenges were divided into five categories: Connection to contacts – Privacy, connection to contacts – Therapy, limits, restrictions and regulations, dress regulations and gender specific guidelines.