Titelaufnahme

Titel
Genetische Analyse des Gehalts an mitochondrialer DNA in frühen Stadien der Psychose
Weitere Titel
Genetic Analysis of Mitochondrial DNA Content in Early Psychosis
VerfasserWeiss, Theresa
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Psychose / Schizophrenie / Mitochondrien / Mitochondriale DNA / Kopien-Zahl / qPCR
Schlagwörter (EN)Psychosis / Schizophrenia / Mitochondria / Mitochondrial DNA / Copy Number / qPCR
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Schizophrenie ist eine ernste psychische Krankheit, deren Ätiologie bis jetzt nicht vollkommen verstanden ist, aber es ist bekannt, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Es gibt einige Hinweise, dass eine Funktionsstörung der Mitochondrien in Schizophrenie präsent ist. Mitochondrien sind Organellen die ihr eigenes Genom haben. Die mitochondriale DNA wird mütterlicherseits vererbt und ist ein 16.6-kb Molekül, notwendig für die Produktion von Energie. Der Fokus dieser Studie lag auf dem mitochondrialen Genom und der Hypothese, dass eine Veränderung in der Kopien-Zahl des mitochondrialen Genoms in die Entwicklung von Psychosen involviert ist. Der Gehalt von zwei mitochondrialen Genen MT-ND1 und MT-ND4, sowie der 7S nichtkodierenden Region des mitochondrialen Genoms wurde, mit Hilfe der qPCR Technik in Probanden am Beginn einer Psychose und Kontroll-Probanden analysiert Die beiden Gene sind Teil der Atmungs-Kette und entscheidend für die Produktion von Energie. Die 7S Region ist wichtig für die Replikation des mitochondrialen Genoms. Die durchgeführte Studie zeigte einen Anstieg im Gehalt der MT-7S DNA in Probanden die am Beginn einer Psychose standen, verglichen mit den Kontroll-Probanden, sowie eine Korrelation zwischen dem analysierten MT-ND4 Gen und wahrgenommenem Stress, dem Body Mass Index und der Schwere der auftretenden negativen Symptome. Diese Studie impliziert, dass die mitochondriale DNA in die Entwicklung von Psychosen involviert sein könnte, aber trotzdem sind weitere Studien mit umfangreicheren Stichproben und einer verlässlicheren Technik notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Schizophrenia is a severe psychiatric illness, which etiology is not totally understood yet, however it is well known that genetic factors play a crucial role. Several evidences point out that mitochondrial dysfunction is present in schizophrenia. Mitochondria are organelles that have their own genome. The mitochondrial DNA is a maternally inherited, 16.6-kb molecule necessary for energy production. The focus of this study was laid on the mitochondrial genome with the hypothesis that alterations in mitochondrial copy number are involved in the development of psychoses. The content of two mitochondrial genes MT-ND1 and MT-ND4 as well as the 7S non-coding DNA region of the mitochondrial genome was analyzed by using the qPCR technique in subjects who are at the beginning of psychosis and in control subjects. The 2 genes are part of the respiratory chain and therefore crucial for the energy production. The 7S region is important for the replication of the mitochondrial genome. The study showed an increase in the amount of MT-7S DNA in subjects who were at the beginning of the psychotic illness when compared to healthy controls and also a correlation between the analyzed MT-ND4 gene and perceived stress,

the body mass index and the severity of the occurring negative symptoms. Our study indicates that the mitochondrial DNA may be involved in the development of psychosis, however further studies in large samples and conducted with a more reliable technique are required.