Titelaufnahme

Titel
Diätologische Herausforderungen bei der Betreuung von PatientInnen während Antidepressivatherapie
Weitere Titel
Dietetically Relevant Adverse Effects During Antidepressant Therapy
AutorInnenRuzicka, Martina
GutachterTritscher, Anna
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diaetologie / Antidepressiva / Nebenwirkungen / Gewichtszunahme / Heißhunger / Gastroenterologische Beschwerden
Schlagwörter (EN)Dietetics / Antidepressants / Side effects / Weight gain / Ravenous appetite / Gastrointestinal symptoms
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Bachelorarbeit 2 wurden anhand der Ergebnisse der Bachelorarbeit 1 Experteninterviews zum Thema diätologisch relevanter Nebenwirkungen während Antidepressivatherapie durchgeführt. In der Vorarbeit wurden diese Nebenwirkungen im Zuge einer Literaturrecherche untersucht. Ziel der Bachelorarbeit 2 ist es nun, diese Ergebnisse mit den Erfahrungen von DiätologInnen in der Praxis zu vergleichen.

Es wurden daher drei DiätologInnen, die im Rahmen ihrer diätologischen Praxis mit PatientInnen während Antidepressivatherapie zu tun haben, interviewt. Die Basis und Kategorien des Interviewleitfadens wurden aus den Ergebnissen der Bachelorarbeit 1 erstellt. Die Interviews fanden im März und April 2016 statt.

Die Ergebnisse deckten sich Großteils mit jenen der Literaturrecherche. Diätologisch relevante Nebenwirkungen dieser Patientengruppe sind vor allem Heißhunger und gesteigerter Appetit und damit verbundene Gewichtszunahme sowie Obstipation und Mundtrockenheit. Verminderter Appetit, Gewichtsabnahme und Dyspepsie wurden sowohl in der Theorie als auch in der Praxis seltener beobachtet. Übelkeit und Erbrechen werden in der Literatur beschrieben, haben in der Praxis jedoch weniger Relevanz. Aus der Praxis ergaben sich Kau- und Schluckbeschwerden aufgrund der sedierenden Wirkung einiger Antidepressiva. Diarrhö wurde in der Literatur als Nebenwirkung einiger Antidepressiva beschrieben, hier ergaben die Experteninterviews kein einheitliches Bild.

Zusätzlich sind die weiteren diätologischen Herausforderungen in der Betreuung dieser Patientengruppe hervorzuheben, die im Rahmen der Experteninterviews beschreiben wurden. Darunter fallen die eingeschränkte Planungs- und Handlungskompetenz, geringe Motivation und Compliance der PatientInnen, schwieriges soziales Umfeld und geringe Kompetenzen im Bereich der Haushaltsführung und oft wenig Vorwissen bezüglich gesunder Ernährung. All dies macht PatientInnen während Antidepressivatherapie zu einer Patientengruppe, die sich grundlegend von anderen PatientInnen unterscheidet und auf deren Bedürfnisse und Kompetenzen in der diätologischen Praxis eingegangen werden muss.

Zusammenfassung (Englisch)

The present bachelor thesis 2 is based on the results of the previous bachelor thesis 1, which examined the dietetically relevant adverse effects during antidepressant therapy with a literature research. This bachelor thesis 2 aims to compare these results with experiences of dietitians using expert interviews.

Therefore were three dietitians interviewed, who work with patients during antidepressant therapy. The categories and the interview guide were created on the basis of the results of the bachelor thesis 1. The expert interviews took place in March and April 2016.

The results of the expert interviews are mainly corresponded with the results of the literature research. Dietetic relevant adverse effects of patients during antidepressant therapy are mainly increased and ravenous appétit, weight gain, constipation and dry mouth. Decreased appetite, loss of weight and dyspepsia were found rarer in theory (literature research) and practice (expert interviews).

Nausea and vomiting were described in the literature but there is little relevance in the practice according to the interviewee. Instead they noticed difficulties in swallowing and mastication related to the sedative effects of some antidepressants. Some studies described diarrhea as adverse event but there were different results from the expert interviews.

In the interviews were additional challenges for dietitians working with these patients found. These are a limited planning and action competence, a adverse social environment and little competences of housekeeping and often little knowledge of healthy nutrition. All this leads to the conclusion, that patients during antidepressant therapy are fundamentally different from other patients. It is very important to consider the special needs and challenges of these patients within the dietetic treatment.

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