Titelaufnahme

Titel
Prüfung der Korrelation zwischen der bronchialen Reversibilität und dem Ansprechen auf eine : TLD-Therapie
Weitere Titel
Examining the correlation between the reversibility and the bronchial response to a TLD therapy
VerfasserBöhm, Christine
GutachterMeixner, Reinhard
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Chronisch obstruktive Lungenerkrankung / Reversibilität / Bronchoskopie / Gezielte Lungendenervation / Airflow-1 Studie
Schlagwörter (EN)Chronic obstructive pulmonary disease / Reversibility / Bronchoscopy / Targeted Lung Denervation / Airflow-1 Study
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist gekennzeichnet durch einen verminderten Luftstrom, welcher nicht vollständig reversibel ist. Die Ursachen für verengte Atemwege können eine Blockierung der Atemwege durch Schleim, Verdickungen der Atemwegswände, in Folge einer chronischen Bronchitis, und/oder eine Erschlaffung der Atemwegswände, als Folge eines Emphysems sein. Neben der Behandlung mit den bekannten anticholinergen Inhalationstherapien, hat sich eine neue Form zur Reduktion der Symptome entwickelt, die gezielte Unterbrechung der Nervenaktivität, die sich für die Atemwegsobstruktion verantwortlich zeichnet (engl.: Targeted Lung Denervation).

Methoden: Die Patientenpopulation, die an dieser Studie teilnehmen durfte, umfasste Personen mit einer mittleren bis schweren COPD. Ein weiteres wichtiges Kriterium war ein FEV1-Wert von 30% bis 60%, sowie eine positive Änderung des FEV1-Wertes und/oder der FVC von > 12% und > 200ml nachdem Ipratropiumbromid im Zuge einer Reversibilitätstestung verabreicht wurde. Die Teilnehmer/Teilnehmerinnen durchliefen drei Stadien, das Wash-Out, den Run-In und Untersuchungen 90 Tage nach der TLD-Behandlung. Bei jedem dieser Besuche wurden Lungenfunktionstests, sowie auch Belastungstests durchgeführt, um mögliche Veränderungen aufzeichnen zu können.

Ergebnisse: Bei der Gruppe von Personen, die sich reversibel zeigten, konnten bei 12 der 15 Teilnehmer/Teilnehmerinnen ein deutlicher Anstieg des FEV1-Wertes verzeichnet werden. Grundsätzlich zeigte sich eine Verbesserung, berechnet anhand des Mittelwertes ± SD, von 34,69 ± 13,09% auf 42,38 ± 8,04%. Die FVC-Werte steigerten sich von 81,63% ± 15,96% auf 85,53% ± 14,65%. Des Weiteren zeigte sich eine starke Variabilität in der Verbesserung der Werte. Somit konnte bewiesen werden, dass die TLD-Behandlung wie eine anticholinerge Inhalationstherapie wirken kann und eine deutliche Reversibilität bei den Patienten/Patientinnen hervorruft.

Schlussfolgerung: Prinzipiell hat sich gezeigt, dass die neue TLD-Behandlungsform den gewünschten Effekt erbringt, nämlich, dass sich die FEV1-Werte über einen längeren Zeitraum steigern. Unklar ist jedoch, welche Komponenten ausschlaggebend dafür sind, ob eine Verbesserung eintritt, und wie stark diese ausfällt. Dafür sind weitere Untersuchungen notwendig.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: The hallmark of chronic obstructive pulmonary disease (COPD) is an airflow limitation that is not fully reversible. The most characteristic symptoms of COPD are blocked airways due to mucus, thicked airway walls, as a result of a chronic bronchitis, and/or a relaxation of the airway walls, as a result of emphysema. In addition to the treatment with well – known anticholinergic inhalation therapies, a new procedure was developed with the intention to denervation bronchial nerves, which are responsible for airflow obstruction, called Targeted Lung Denervation (TLD).

Methods: People with a moderate to severe COPD were allowed to participate in this study. Another important criterion was a FEV1 – value of 30% to 60%, and a positive change in the FEV1 value and/or FVC of > 12% and > 200ml after ipratropium bromide was administered as part of a reversibility test. Participants went through three visits, the Wash – Out, the Run – In and the investigations 90 days after the TLD treatment. At each of these visits pulmonary function tests, as well as an exercise electrocardiography were performed to record possible changes.

Results: In the group of people that show reversibility, 11 of 15 participants had an increase in FEV1 values. Basically there was an improvement, calculated using the mean ± SD of 34,69 ± 13,09% auf 42,38 ± 8,04%. The FVC values increases from 81.63% ± 15.90% to 85.53% ± 14.65%. Furthermore, there was a strong variability in the improvement of the values. Furthermore there was a high variability in the improvement of the values. Thus, it was proved that the TLD treatment can act as an anticholinergic inhalation therapy and causes a significant reversibility in the patients.

Conclusion: In general it has been found that the new TLD treatment provides the desired effect, the increase of the FEV1 values through a longer period. It is however unclear what components are essential for whether an improvement and how strongly this improvement will be. Therefore, further studies are necessary.